Sonntag, 11. Dezember 2016
05.11.2010
 
 

Castor-Transport: Polizei bereitet sich auf »Bürgerkrieg« vor

Udo Schulze

Seit Freitag-Mittag rollt ein von mehreren hundert Polizeibeamten gesicherter Zug im Schritttempo vom französischen Elsass nach Norddeutschland – der »Castor«, beladen mit hochgiftigem Atommüll. Polizei und Bundeswehr haben sich auf einen Bürgerkrieg vorbereitet. In Gorleben erwarten am Wochenende etwa 30.000 zum Teil gewaltbereite Demonstranten den Zug. Wer trifft da eigentlich auf wen? Hier die Hintergründe:

Bereits im Vorfeld haben Polizei und Verfassungsschutz die linke Szene in Deutschland, aus der viele der in Gorleben erwarteten Demonstranten stammen, beobachtet und analysiert. Ihre Einschätzung: Es wird möglicherweise zu Auseinandersetzungen kommen, wie sie in den 1980-er Jahren bei Demonstrationen gegen die Startbahn West am Frankfurter Flughafen an der Tagesordnung waren. Damals standen sich hochgerüstete Polizisten und Startbahn-Gegner zu Hunderten gegenüber. Die Gewalttaten gingen sogar soweit, dass zwei Polizisten getötet wurden. Außerdem haben sich bereits Wochen vor dem Castor-Start die Anführer linker Chaoten-Gruppen immer wieder getroffen, um ihre Strategie gegen die Polizei zu beraten und sich körperlich fit zu machen. Besonders befürchtet sind bei den eingesetzten Beamten sogenannte Autonome aus dem »Schwarzen Block«. Dabei handelt es sich um vermummte, schwarz gekleidete Gewalttäter, die zu allem bereit sind. Immer wieder tauchen sie bei großen Demonstrationen auf und machen aus friedlichen Protestkundgebungen bürgerkriegsähnliche Schauplätze. Ob in Berlin, dem Hamburger Schanzenviertel oder in Leipzig – die gut organisierten Gewalttäter sind dabei!

Für das Wochenende, so die Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden, haben sich rund 600 Angehörige des »Schwarzen Blocks« aus ganz Deutschland in Richtung Gorleben aufgemacht. Bereits vor Tagen sind ihre ersten Späher dort eingetroffen, um die Bewegungen der anrückenden Polizei zu beobachten und eine darauf abgestimmte »Kampfstrategie« zu entwerfen. Andererseits versucht der Staatsschutz, durch Quellen innerhalb der Gruppe an Informationen über Planung und Bewaffnung des Blocks zu gelangen. Die bevorzugten Angriffswaffen der Chaoten sind Zwillen, mit deren Hilfe Stahlkugeln abgeschossen werden, die selbst Helme und Schilde der Polizeibeamten durchschlagen können, Baseballschläger, Gas- und Signalschusswaffen sowie Steine, die meistens aus dem Gleisbett stammen, über das der Castor-Transport rollt. Dabei sind die Demonstranten mit ähnlicher Schutzkleidung versehen wie die Hundertschaften auf der anderen Seite. Sie tragen Helme, besonders feste Handschuhe und Schienbeinschoner zu Fallschirmspringerstiefeln.

Rund 16.000 Polizisten, unterstützt von Tornados der Bundeswehr zur Luftaufklärung, werden für die Sicherheit der friedlich demonstrierenden Bürger sorgen. Um sich entwickelndes Gewaltpotenzial während der Demonstration rechtzeitig zu erkennen, schickt die Polizei als Chaoten getarnte Beamte zu Fuß (Polizeijargon: »Füße«) unter die Protestierenden. Die Aufklärer kommen so hautnah an die gewaltbereiten Störer heran und können ihre Erkenntnisse der Einsatzzentrale mitteilen. Zusätzlich sollen Drohnen zur Beobachtung eingesetzt werden.

 

 

 


 

 

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