Monday, 21. May 2012
11.08.2010
 

Merkels neuer Sprecher hat eine Job-Rückfahrkarte

Udo Schulze

Millionen Menschen in Deutschland haben sie schon erleben müssen, so gut wie jeden kann sie treffen: plötzliche Arbeitslosigkeit. Zumindest darin sind wir Deutsche alle gleich, möchte man da sagen. Stimmt aber nicht ganz, denn manche sind gleicher. Zu denen zählt Merkels neuer Regierungssprecher Steffen Seibert.

Der ehemalige ZDF-Mann hat sich den Job des Lebens geangelt und ist jetzt Sprecher der Bundesregierung unter Angela Merkel. Gleichzeitig bekleidet er das Amt des Leiters des Bundespresseamtes und wurde dafür in den Stand eines »beamteten Staatssekretärs« befördert. Das bringt dem 50-Jährigen nach der Besoldungsgruppe B 11 monatlich immerhin 11.303 Euro Grundgehalt ein. Dem nicht genug, reihen sich in das Salär noch zahlreiche Nebenbezüge ein, sodass Seibert sich jährlich über rund 500.000 Euro freuen kann – Steuergelder, versteht sich. »Je mehr er hat, je mehr er will«, lehrt uns der Volksmund, da wollte auch Seibert nicht widersprechen und handelte mit Angela Merkel noch einen besonderen Passus im Vertrag aus: Sollte der Journalist nicht mehr das Sprachrohr der Bundesregierung spielen wollen oder diese von Seibert genug gehört haben, kann er ohne Probleme leise wie ein »Mainzelmännchen« zum Zweiten Deutschen Fernsehen zurückkehren, wieder in der höheren Etage Platz nehmen und weiterhin eine Menge Geld verdienen. Nur wären es in diesem Fall keine Steuergelder, sondern TV-Gebühren. Da Geld aber bekanntlich nicht stinkt, ist das dem Nachrichtenmann absolut gleichgültig.

Steffen Seibert hat sich beim ZDF im wahrsten Sinne des Wortes hochgearbeitet. Vom Volontär (Lehrling) zum wichtigsten Nachrichtensprecher des Senders bei den Heute-Nachrichten. Zwischendurch war der Merkel-Freund von 1992 bis 1995 im Außenstudio Washington beschäftigt. Und für seine Berichterstattung, in der er die offizielle Version der Anschläge vom 11. September 2001 gebetsmühlenartig verbreitete, erhielt er sogar die Goldene Kamera. Dieser unerschütterliche Hang zum »Mainstream«, dieses unkritische »Berichten«, das reine Weitergeben von vorgekauter Meinung der Regierenden muss den Mann schon früh für höhere Aufgaben qualifiziert haben. Als er im Jahr 2005 dann auch noch zusammen mit dem »Gutmenschen« Johannes B. Kerner den Publikums-Bambi für eine Spendensendung zugunsten der Tsunami-Opfer in Südostastasien erhielt, hatte er sich wohl endgültig in die erste Liga gespielt.

Da spielt Geld – zumal es ja nicht das eigene ist – keine Rolle mehr. Hauptsache, ein Regierungssprecher sagt das, was die Regierung hören möchte – auch dann schon, wenn der Sprecher erst noch einer werden will. Gegenüber dem Radiosender Antenne Bayern machte Seibert kürzlich klar, warum er den Posten des Regierungssprechers übernommen hat. Er findet die Politik der Bundesregierung einfach richtig gut!

Bilder: Bundesbildstelle, ZDF

 

 


 

Interesse an mehr Hintergrundinformationen?

 

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

 

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.

 

In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:

 

  • Enthüllt: Die Schweizer Steuersünder-CDs sind wertlos
  • Studie: Journalisten wollen ihre Leser beeinflussen
  • Der Gender-Wahnsinn: Immer neue Hiobsbotschaften
  • Wissenschaftler enthüllt: Krebs durch Federkernmatratzen
  • Deutschland: 3.000 Euro Fördergelder pro Monat für zugewanderte Kriminelle
  • Von der Politik gewollt: Strompreise steigen 2011 um etwa 10 Prozent

 

 

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Sparkurs für Merkel – britischer Premier macht es vor

Udo Schulze

Ein eigenes Büro, ein hübsches Schlafzimmer, eine Menge Mitarbeiter – und das alles in einem Flugzeug. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das auf ihren Flügen um die Welt alles schon Routine. Da gibt es wohl keinen Menschen weit und breit, der nicht so komfortabel reisen möchte. Doch, gibt es. Der Mann heißt David Cameron, kommt aus England und  mehr …

Merkel packt die Koffer – nur weg von hier!

Udo Schulze

Die Koffer sind gepackt, Ausweis, Schlüssel, die Urlaubskasse und natürlich die Krankenkassenkarte (Achtung, Beitragserhöhung!) hat sie dabei. Nur noch wenige Stunden und für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht es ab in den Urlaub. Zuvor aber hat sie in einer Pressekonferenz noch Zwischenbilanz nach neun Monaten schwarz-gelber Koalition  mehr …

Kanzler Koch: Die Inszenierung läuft weiter

Gerhard Wisnewski

Im Jahr 2005 war Angela Merkel Gast bei der Bilderberger-Konferenz. Kurz darauf wurde sie Kanzlerin. Im Jahr 2009 war Roland Koch bei der Bilderberger-Konferenz – kurz nach der Bundestagswahl 2009 begann eine durchsichtige Inszenierung zur Abwicklung von Angela Merkel und der Koalition. Und raten Sie mal, wer uns nun als Retter verkauft werden  mehr …

Die alten Schrauben sind müde

Eva Herman

Was ist eigentlich los bei Genders? Gibt’s die noch? Oder tun die nur noch so? Alice Schwarzer zum Beispiel: Sie hatte sich doch mächtig ins Zeug gelegt, damals, als Angela Merkel Bundeskanzlerin werden sollte. Unermüdlich gab sie Interviews zuvor, erklärte überall, warum Frauen die besseren Menschen und deswegen kompetenter seien für die höchsten  mehr …

Zwickmühle Bundespräsidentenwahl: Druck auf Bundeskanzlerin Merkel wächst enorm

Torben Grombery

Der niedersächsische Ministerpräsident Wulff ist der Wunschkandidat der Bundeskanzlerin. Das Volk spricht sich in nahezu allen Umfragen mit überwältigender Mehrheit für den Kandidaten Gauck aus. Jetzt verweigern auch immer mehr Gefolgsleute aus den eigenen Reihen der bürgerlichen Koalition ihrem Kandidaten die Unterstützung.  mehr …

Rätsel Roland: Koch kapituliert im Kampf ums Kanzleramt

Gerhard Wisnewski

Lange Zeit wurde Bilderberger und CDU-Vizevorsitzender Roland Koch als Nachfolger von Angela Merkel gehandelt. Gerade in den letzten Tagen schien sich der Kampf hinter den Kulissen zuzuspitzen. »Wie gefährlich ist Roland Koch für die Kanzlerin?«, schlagzeilte die »Bild«-Website noch am gestrigen 24. Mai 2010. Vor einer Woche sah das »faz.net« gar  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Kanzler Koch: Die Inszenierung läuft weiter

Gerhard Wisnewski

Im Jahr 2005 war Angela Merkel Gast bei der Bilderberger-Konferenz. Kurz darauf wurde sie Kanzlerin. Im Jahr 2009 war Roland Koch bei der Bilderberger-Konferenz – kurz nach der Bundestagswahl 2009 begann eine durchsichtige Inszenierung zur Abwicklung von Angela Merkel und der Koalition. Und raten Sie mal, wer uns nun als Retter verkauft werden  mehr …

»Polskaweb«: »Lebt Lech Kaczynski noch?«

Gerhard Wisnewski

Die Journalisten der deutschsprachigen Internetplattform »Polskaweb.eu« haben jeden Glauben an die offizielle Version vom Absturz des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski am 10. April 2010 verloren. Begleitete die Nachrichtenseite die Ermittlungen anfangs noch engagiert und kritisch, haben die Journalisten inzwischen vollkommen von dem Labyrinth  mehr …

Sparkurs für Merkel – britischer Premier macht es vor

Udo Schulze

Ein eigenes Büro, ein hübsches Schlafzimmer, eine Menge Mitarbeiter – und das alles in einem Flugzeug. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das auf ihren Flügen um die Welt alles schon Routine. Da gibt es wohl keinen Menschen weit und breit, der nicht so komfortabel reisen möchte. Doch, gibt es. Der Mann heißt David Cameron, kommt aus England und  mehr …

Bundeswehreinsatz an Problemschule gescheitert – erschütternder Brief eines Lehrers

Udo Ulfkotte

Ein ehemaliger Kompanieführer der Bundeswehr hat als Referendar an einer deutschen Schule unterrichtet und seine Erfahrungen aufgeschrieben. Danach könnte wohl selbst ein Bundeswehreinsatz die katastrophale aggressive Lage an manchen Schulen kaum noch ändern. Der Kompanieführer hat Krieg an deutschen Schulen erlebt – und keine Mittel gefunden, um  mehr …

Loveparade: Ex-Ministerpräsident Rüttgers soll Druck ausgeübt haben

Udo Schulze

Jetzt kommt es in Sachen Loveparade ganz dicke: Nordrhein-Westfalens ehemaliger Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) soll im Vorfeld der Todesparade massiven Druck auf die Stadtverwaltung Duisburg ausgeübt haben.  mehr …

Werbung

Newsletter – Jetzt kostenlos anfordern

E-Mail-Adresse

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.