ORF-Talkshow »Club 2«: Syrischstämmiger Funktionär wurde ausfallend
Udo Schulze
Kein Schwarz, kein Rot, kein Gold, mit seinem neuesten Buch über die Migrantenproblematik in Deutschland hat KOPP Verlag-Autor Udo Ulfkotte knapp eine Woche nach Erscheinen seines Werkes bereits für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Gestern war er zu später Stunde Gast in der österreichischen Talksendung »Club 2« beim ORF.

Nicht nur in Deutschland, auch in Österreich steht eine breite Mehrheit innerhalb der Bevölkerung der offiziellen Ausländerpolitik kritisch gegenüber. Der Grund: Offensichtlich schert österreichische wie deutsche Politiker die Meinung eines Großteils der Bürger in keiner Weise. Stattdessen gefällt man sich in der Rolle des Oberlehrers. Besonders die in Deutschland lebenden Türken erfahren jetzt ein gerüttelt Maß Zuwendung durch die offizielle Politik. Ganz anderer Meinung war in diesem Zusammenhang Tarafa Baghajati, Chef der »Initiative muslimischer Österreicher«. Immer wieder fiel der 49-jährige Syrer mit österreichischem Pass den Gästen der Sendung ins Wort. Als Udo Ulfkottes neues Buch ins Gespräch kam, wurde Baghajati ausfallend und bezichtigte den Autor der Lüge.
Damit sorgte er für eine Diskussion, die vom schwachen Moderator Michael Köhlmeier von diesem Zeitpunkt an nicht mehr geleitet werden konnte und sich zusehends zu einem Chaos entwickelte. So mancher Zuschauer hätte sich gewünscht, Köhlmeier wäre nach der provokativen Äußerung Baghajatis auf die türkische Politik gegenüber den dort lebenden Armeniern eingegangen. Die sind nicht nur schon 1915 Opfer eines Völkermordes durch das Osmanische Reich geworden, sondern sehen sich auch aktuellen Gefahren ausgesetzt. So sprach der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan kürzlich davon, rund 100 000 Armenier aus »seinem« Land deportieren zu wollen. Interessant,
dass sich Baghajati hierzu mit keinem Wort äußerte, sondern weiterhin Geschichtsklitterung betrieb.
Gegen 0.30 Uhr schließlich hatte sich die Talkrunde zu einem Tollhaus entwickelt, das keine vernünftige Diskussion mehr zuließ. Deswegen brach ein sichtlich genervter Moderator Köhlmeier die Sendung kurzerhand ab. Fazit: Der Versuch Ulfkottes, eine sachliche Analyse der Problematik in Gang zu setzen, scheiterte am Widerstand der übrigen Diskussionsteilnehmer, denen eher daran gelegen war, Ideologien zu verbreiten. Beinahe verständlich, denn bei einer nüchternen Betrachtung des Themas wäre sicherlich auch klar geworden, dass es der offiziellen deutschen und österreichischen Politik in Wahrheit gar nicht um Integration und friedliches Miteinander geht. Vielmehr soll besonders der Türkei geschmeichelt werden, damit sie schnell Mitglied der EU wird. Denn das Land hat eine nicht zu unterschätzende geostrategische Bedeutung. Wäre die Türkei EU-Mitglied, lägen die Außengrenzen dieses Gebildes direkt an Iran und Irak.
Interesse an mehr Hintergrundinformationen?
Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!
Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.
In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:
- Jetzt legal: Millionen Osteuropäer werden neue EU-Bürger
- Währung auf Abruf: Die letzten Jahre des Euro
- Data Mining: Warum Ihre Bank lange vor Ihnen weiß, wann Sie sich scheiden lassen
- Gut geschmiert: Wie unsere Politiker zusätzlich abkassieren
- Enthüllt: Immer mehr Söldner-Gruppen in der Schweiz

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!
© 2010 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg
Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.