Spanien macht’s Griechenland nach – bankrott bis in alle Ewigkeit
Udo Schulze
Sommerzeit, Ferienzeit – und Spanien zählt noch immer zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Das könnte sich schon bald ändern. Grund ist einmal mehr das liebe Geld. Spanien ist auf dem besten Wege zum Bankrott und dürfte damit in Kürze Griechenland ablösen.

Die Zeichen lassen keine positive Deutung zu: Die iberischen Banken werden noch für viele Jahre komplett am Tropf der Europäischen Zentralbank (EZB) hängen und von ihr unterstützt werden – mit horrenden Geldern auch aus Deutschland. Bereits im Juli hatten die spanischen Geldinstitute bei der EZB einen Rekordkredit in Höhe von 130 Milliarden Euro beantragt und natürlich auch erhalten. Eine Summe, die etwa 29 Prozent der gesamten Kreditvergabe durch die EZB entspricht. Ein Ende ist nach Auffassung von Experten weit und breit nicht in Sicht, denn die spanische Wirtschaft liegt am Boden, unfähig, von allein wieder auf die Beine zu kommen.
Selbst bis zu einem Nullwachstum, was den günstigsten Fall bedeuten würde, vergehen Jahre. Bis dahin lebt Spanien mit einer Verschuldung von 11,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Warum die Geldspritzen aus Brüssel? Spanien soll nach dem Willen der Europäischen Union (EU) unbedingt Mitglied der Eurozone bleiben – koste es, was es wolle.
Wer als Deutscher also Urlaub in Spanien macht, müsste eigentlich Rabatt bekommen. Denn Hotel, Speisen und Erhaltung von Sehenswürdigkeiten haben wir im Vorfeld ja bereits kräftig gesponsert – wenn auch unfreiwillig.
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