20 Prozent auf alles
Udo Ulfkotte
Viele Bürger haben ebenso wie die Gewerkschaften in den vergangenen Wochen lautstark öffentlich gefordert, dass sie am Aufschwung beteiligt werden wollen. Dummerweise gestehen jetzt selbst jene, die noch vor wenigen Wochen den angeblichen Aufschwung bejubelt haben, genau das Gegenteil ein. Auf uns rollt eine Inflationslawine zu. Die Bürger, die unbedingt an etwas teilhaben wollen, müssen jetzt wohl nicht mehr lange betteln. Sie werden ganz sicher beteiligt werden – an Verlusten. Das Manager Magazin warnt uns schon einmal unter der Schlagzeile »20 Prozent auf alles«.
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Merkwürdigerweise wollen alle Menschen sofort an einem Aufschwung beteiligt werden. Aber keiner will am Abschwung teilhaben. In Großbritannien sind 52 Prozent der Menschen bereit, gegen die
hohen Ölpreise zu demonstrieren. Nicht nur auf Großbritannien rollt wegen der explodierenden Ölpreise eine Pleitewelle zu. Und nicht nur in Großbritannien fahren schon jetzt immer mehr Autofahrer nach dem Tanken einfach ohne zu bezahlen davon. Die britische Regierung bereitet die Bevölkerung gerade schonend darauf vor, dass sich Benzin-, Diesel- und Heizölpreise in kurzer Zeit verdoppeln könnten. Denn die Welle der schlechten Nachrichten reißt einfach nicht ab: Die Norweger haben in diesem Jahr trotz vieler Bohrungen nicht eine neue Energie-Lagerstätte gefunden. Die Saudis verbrauchen – wie gerade bekannt wurde – immer mehr von dem Öl, das sie nun angeblich zusätzlich fördern, selbst. Und die USA erwägen, wegen des explodierenden Ölpreises ihre strategischen Ölreserven anzutasten (was nicht oft vorkommt).
Deutsche Mieter und Hausbesitzer müsse allein für den zurückliegenden Winter bis zu 400 Euro an Heizkosten nachzahlen. Dabei war der Ölpreis da noch gar nicht so hoch, was heißt: Das
Schlimmste kommt jetzt erst noch. Das Leben wird in Deutschland jetzt schnell teurer werden. Deutsche Banken warnen vor der Inflation. Jene, die sich rechtzeitig mit klassischen Werten wie Gold und Silber abgesichert haben, sind nun auf der sicheren Seite. Sie profitieren von weiter steigenden Edelmetallpreisen. Wer sich beispielsweise auf unseren Hinweis im vergangenen Jahr (in der Druckausgabe von KOPP Exklusiv schon im Sommer 2010) bei einer Landesbank Zehn-Euro-Silbermünzen mit einem damaligen Silberanteil von 92,5 Prozent (seither bei Neuausgaben auf 62,5 Prozent abgesenkt) zugelegt hat, der hält heute für jede Zehn-Euro-Silbermünze einen reinen Silber-Gegenwert von mehr als elf Euro in Händen, die er als reinen Silberpreis beim Einschmelzen bekommen würde (etwa von einer Scheideanstalt). Man muss also kein Krösus sein, um sich auf Krisen vorzubereiten. Man muss sich nur intelligent vorbereiten. All jene, die das (noch) nicht getan haben, werden zu den Verlierern gehören – denn Europa steht vor dem Crash. Und die Verlierer werden eben 20 Prozent auf alles zahlen. Als Preis für Unfähigkeit, Dummheit oder Faulheit.
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