Aufbruch an der Oder
Udo Ulfkotte
Politik und Wirtschaft haben Österreichern und Deutschen versprochen, dass es mit der Arbeitnehmerfreizügigkeit seit dem 1. Mai 2011 keine neue osteuropäische Masseneinwanderung geben werde. Sie haben aber offenkundig nicht mit den Osteuropäern gesprochen.
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Als Großbritannien vor wenigen Jahren die Grenzen für polnische Arbeitskräfte öffnete, da reagierte die damalige Labour-Partei ebenso wie heute die österreichische und deutsche Regierung: Es gebe
keinen Grund zur Beunruhigung, hieß es. Allenfalls 40.000 Polen würden nach Großbritannien kommen, um dort zu arbeiten. Ein Jahr später waren mehr als eine halbe Millionen Polen eingetroffen und arbeiteten für geringere Löhne als die Briten. Die Arbeitslosenquote im Inselkönigreich stieg steil an. Die Regierung hatte sich bei ihrer Prognose geirrt. Sie hatte britische »Fachleute« befragt, nicht jedoch die Polen. Nicht anders verhalten sich derzeit jene, die nun in Deutschland und Österreich behaupten, ein Massenansturm osteuropäischer Arbeitskräfte sei nicht zu erwarten. Doch am 1. Mai 2011 sind nicht nur für polnische Arbeitnehmer alle Beschränkungen gefallen. Auch Arbeitskräfte aus der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn, Estland, Lettland, Litauen und Slowenien dürfen sich jetzt in Deutschland und Österreich niederlassen. In den genannten osteuropäischen Ländern leben etwa 74 Millionen Menschen, von denen etwa 17 Prozent arbeitslos sind. Wir haben einmal direkt in Osteuropa bei den Fachleuten nachgefragt, wie viele Osteuropäer tatsächlich nach Deutschland oder Österreich wollen. Die Antworten entlarven die offiziellen Erklärungen in Wien und Berlin als Märchen.
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- Aufbruch an der Oder: Eine Million Polen wollen nach Deutschland
- Zwangskredite für sozial Schwache: Staatlich verordnete Finanzkrise
- Wasserkraft: Tödliche Gefahr alternativer Energie
- Frankfurter Terroranschlag: Das Märchen vom »einsamen Wolf«

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