Saturday, 25. June 2016
20.04.2014
 
 

Bambi soll sterben: Rot-grüne Politiker wollen Rehe qualvoll verhungern lassen

Udo Ulfkotte

Rot-grüne Politiker haben Vorstellungen von Natur, die sehr an die Zeiten des dunkelsten Nationalsozialismus erinnern. Nur noch die Stärksten sollen in der Natur überleben, alle anderen sollen nach dem Diktat von Rot-Grün in Baden-Württemberg künftig verhungern. Das zumindest sieht das von Rot-Grün entworfene neue Jagdrecht in Baden-Württemberg vor.

Man reibt sich beim Thema Naturschutz verwundert die Augen: Erst haben grüne Politiker in Rheinland-Pfalz ein Wiederaufforstungsverbot durchgesetzt. Die Grünen, die gestern noch auf der Welle des angeblichen Waldsterbens geritten sind, behaupten jetzt, dass wir zu viel Wald haben und dieser reduziert werden müsse. Wo in großem Stil Waldflächen – etwa für die Zufahrtstrassen und Stromtrassen der vielen neuen Windparks – gerodet werden müssen, da darf jetzt nicht mehr aufgeforstet und renaturiert werden. Und das nennt sich »grüne« Umweltpolitik.

 

 

 

Noch einen Schritt weiter geht Rot-Grün in Baden-Württemberg. Dort nennt man es jetzt Naturschutz, wenn nur die stärksten Tiere den Überlebenskampf in der Natur – die darwinistische natürliche Auslese – überleben. Der Mensch (sprich Jäger) soll Wildtieren nicht mehr helfen dürfen – es gibt künftig ein Fütterungsverbot. Jäger sollen in strengen Wintern beispielsweise schwächere Rehe, Wildschweine und Hirsche nicht mehr füttern, damit sie den Winter nicht überleben. Das langsame qualvolle Verhungern ist jetzt politisch korrekt. Man reibt sich verwundert die Augen.

 

Ehe sich nun die Leserschaft an dieser Stelle in zwei Gruppen aufspaltet, sollte man jene Fakten bedenken, welche international anerkannte Fachleute auf dem Gebiet des Fütterns von Wildtieren in Notzeiten in Fachbüchern zusammengetragen haben. Und da gibt es in Deutschland nun einmal nur einen: Wolfram Osgyan. Er hat in seinem Rehwild-Report mehrere Jahrzehnte Erfahrung mit Rehwild geschildert und schreibt auf Seite 257 zur Fütterung:

»Es gibt gar keinen Zweifel daran, dass die Rehe in einigen Gegenden Deutschlands auch ohne Fütterung den Winter recht gut überstehen, in anderen wiederum mehr recht als schlecht und nur in extrem widrigen Lagen der winterlichen Selektion Tribut zahlen müssen. (…) Schließlich haben Rehe auch Zeiten überlebt, zu denen die Menschen für die eigene Ernährung nicht ausreichend sorgen und somit für das Wild rein gar nichts erübrigen konnten. (…) Freilich muss man ihm dann zugestehen, dass es die vorhandenen Pflanzen auch nach eigenem Bedarf nützt, also auch forstlich wertvolle verbeißt und somit schädigt. Dazu sind uns heute die Wälder zu wertvoll. Wir wollen und wir müssen sie für unsere Nachkommen bewahren. Damit bleiben uns nur zwei Alternativen. Entweder wir dezimieren die Rehbestände auf forstwirtschaftlich bedeutungslose Reste oder wir sorgen für einen Nahrungsausgleich. Das bedeutet Fütterung.«

Wenn Rot-Grün in Baden-Württemberg die Fütterung von Wildtieren wie Rehen selbst in Notzeiten in extremen Lagen wie etwa am Feldberg tatsächlich verbietet, dann gibt es also nur zwei Möglichkeiten: Das Wild verhungert qualvoll. Oder es wird schon vorher brutal auf winzige Restbestände zusammengeschossen. Ist das der neue politisch korrekte Tierschutz?

 

Auch der Regionalsender SWR stand den Zielen der rot-grünen Politiker in einer aktuellen Radiosendung eher fassungslos gegenüber. Denn schließlich geht es in dem neuen Jagdgesetz nicht nur um das Füttern von Rehen, Wildschweinen und Hirschen. Auch dem Laien muss doch klar sein, dass die Tiere sich bei einem Fütterungsverbot eben verstärkt auf jene Felder begeben werden, welche den Landwirten als Lebensgrundlagen dienen. Und wer schon einmal ein von Wildschweinen umgepflügtes Kartoffel- oder Maisfeld gesehen hat, der kann nicht bei vollem Verstand die Ablenkfütterung (mit der die Tiere vom bewirtschafteten Feld an den Rand gelockt werden sollen) verbieten wollen.

 

Man sieht daran, dass rot-grüne Politiker von Natur und Zusammenhängen in der Natur keine Ahnung haben und aus bester Absicht heraus mitunter maximale Schäden anrichten.

 

Das ist auch bei einem anderen Teil des neuen Jagdrechts nicht anders. Jäger sollen streunende Katzen und Hunde künftig nicht mehr schießen dürfen. Das klingt doch gut für den Laien. Die »bösen« grünen Männchen, die nach der von vielen Medien geschürten Meinung ständig auf alles schießen, was sich bewegt, werden endlich an die Leine genommen. So mag es der vor dem Fernsehsessel sitzende und Bier trinkende schlecht informierte Durchschnittsbürger empfinden.

 

Aber schauen wir einmal in die Realität: Wir haben gerade April. Und im April/Mai setzen Rehgeißen (also die weiblichen Rehe) durchschnittlich zwei Kitze (selten nur eins oder sogar drei). Der Lebensraum dieser Wildtiere wird von uns Menschen Tag für Tag verkleinert. Wir bauen neue Straßen durch ihre Reviere, errichten Windparks mitten im Wald (wo Windräder stehen, da äst kein Reh mehr) oder planen Kletterparks und Freizeiteinrichtungen. Tatsache ist: Die verbliebenen Rückzugsräume für die Ruhephasen der Tiere (wenn sie als Wiederkäuer nicht äsen) werden immer kleiner. Und immer mehr Menschen finden es völlig »normal«, in diesen Rückzugsräumen von Rehen ihre Hunde frei laufen zu lassen.

 

Eine hochtragende Rehgeiß, die nur einmal im Jahr zwei Kitze bekommt, ist aber nun einmal kein Langstreckenläufer. Rehe können maximal 200 bis 250 Meter rennen, dann bleiben sie wie angewurzelt stehen – denn sie haben dann keine Kraft mehr. Kommt nun ein freilaufender Hund und scheucht die nach dem entbehrungsreichen Winter geschwächten und vor dem Setzen der Kitze (dem Geburtsakt) ohnehin ruhebedürftigen Tiere auf, dann ist das so, als ob man eine hochschwangere Frau in Todesangst versetzen und hetzen würde.

 

Es ist grausam. Unabhängig davon, ob der Hund die Rehgeiß bekommt oder nicht – solche Hundehalter sind alles andere als Naturfreunde. Wenn ein Jäger bislang einen Hund sah, der in der Setzzeit ein Reh gejagt hat (also wilderte), dann durfte er unter bestimmten Voraussetzungen auf den Hund schießen (denn Reden nutzt dann nichts mehr), um dem Reh zu helfen. Künftig darf er die Faust in der Tasche ballen. Und Hund und Herrchen dürfen sich freuen.

 

Nicht anders ist es bei streunenden Katzen, welche die Wildvogelbestände dezimieren. Ein streunender Hund und eine streunende Katze dürfen künftig nur noch geschossen werden, wenn ein entsprechendes Antragsformular betreffend ein individuelles Tier ausgefüllt und von der Behörde genehmigt wurde. Erklären Sie das einmal einem hochtragenden Reh, welches gerade von einem Hund gejagt wird. Schilda lässt grüßen.

 

Klar ist: Was da in Baden-Württemberg an Reformen ins Jagdrecht kommt, das soll bald schon in ganz Deutschland gelten. Und die Jäger, die bislang innerhalb der gesetzlichen Vorgaben allein entscheiden durften, was wann gejagt wird, bekommen demnach künftig Naturschützer an die Seite, welche in jedem Einzelfall darüber entscheiden sollen, was ein Jäger wann und wo schießen darf. Die Jäger fühlen sich deshalb entmündigt. Und sie wollen das neue Gesetz nicht akzeptieren.

 

Vielleicht wäre es für alle Seiten ratsam, auf die Ratschläge älterer Bürger zu hören, die wie Wolfram Osgyan Jahrzehnte Erfahrung mit Wildtieren haben. Vor allem die Rehe haben in Deutschland nach seinen Angaben schon viel mitgemacht. Sie haben Kriegszeiten und die ständige Umstrukturierung ihrer Lebensräume überstanden, Motorisierung, technische Revolution und immer neue Ideologien, welche ihre Bestände regeln wollten. Im Rehwild-Report schildert Osgyan das anschaulich. Nur eines haben die Rehe noch nicht erlebt: Dass Politiker es Menschen verbieten wollen, hungernde Rehe zu füttern und wildernde Hunde notfalls auch mit Waffengewalt davon abzuhalten, Rehe oder Rehkitze zu wildern. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Wirklich traurig sind die geplanten neuen Regelungen nicht für die Jäger, sondern für die betroffenen Tiere. Aber dieses Denken ist heute eben politisch korrekt.

 

 

 

 


 

 

 

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