Deutschland? Ein Land stürzt ab
Udo Ulfkotte
Fragen Sie nicht nur Ihren Arzt oder Apotheker nach den Nebenwirkungen, wenn Sie die nachfolgenden Zeilen lesen. Sprechen Sie auch mit Ihren Freunden darüber. Wieder einmal präsentieren wir Ihnen Nachrichten, die bei anderen untergehen. So wie das Land, in dem wir leben müssen.

Vor fünf Jahren wurde in Berlin der neue Hauptbahnhof feierlich eröffnet. Und jetzt – also fünf Jahre später – muss er für zehn Millionen Euro saniert werden. »Made in Germany« eben, deutsche Qualitätsarbeit. Das spricht für sich. Es ist übrigens nicht die erste Sanierung des »neuen« Berliner Hauptbahnhofs.
Wer sich jetzt fragt, warum es keinen Aufschrei gibt, weil das doch Wahnsinn ist, der sollte eine Studie der Universität Leeds lesen. Danach verhalten sich 95 Prozent der Europäer wie Schafe. Wir
haben einen Herdentrieb und lassen uns ganz beliebig manipulieren. Wir schauen ständig nur, was andere machen, und wollen in der Herde nicht auffallen.
Wir Schafe gehen gerade gemeinsam unter. Das sagt uns mit anderen Worten Merkels Mann in Brüssel, Elmar Brok (CDU). Deutsche Medien berichten lieber nicht darüber. Sie folgen dem Herdentrieb und schauen weg. Wir sitzen schließlich alle gemeinsam in einem Flugzeug. In einem europäischen Airbus beispielsweise. Die Fachzeitschrift Aviation Week berichtet gerade, dass die Airbus-Flugzeuge große Sicherheitsprobleme haben. Wir schauen da lieber nicht so genau hin. Wir wollen lieber nur gute Nachrichten. Wer richtig schlechte Nachrichten bekommt, der scheint hungrig zu werden. So wie der Kapitän des gesunkenen Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia. Der Kapitän hat nach CNN-Angaben nach dem Crash beim Chefkoch erst einmal ein Dinner bestellt. Da standen die unteren Decks schon unter Wasser. Ein erstmals voll veröffentlichter Mitschnitt zeigt, dass Costa-Concordia-Kapitän Schettino die Lage auch dann noch verharmloste, als der Maschinenraum unter Wasser stand. Der Mann ist offenbar das italienische Gegenstück zu Angela Merkel. Die gibt jetzt erst mal das Partygirl im Schweizerischen Davos.
Unterdessen fordern die Finanzhaie ein »Menschenrecht auf Rendite«. Nur jene Bürger, die sich auf die kommende Krise vorbereitet und beispielsweise Gold gekauft haben, können sich schon einmal freuen: Die Prognosen für Gold sind nicht schlecht. Dumm nur, dass viele gar nicht mehr vorsorgen können. Immer mehr Menschen werden jetzt zu Hartz-IV-Empfängern. Am Ende heißt es dann: Armut ist für alle da. Manch einer erfriert jetzt da draußen – und keiner kriegt es mit: Wenn ein Vogelkundler in diesen Tagen mitten in Deutschland qualvoll im kalten Westerwald erfriert, dann ist das den meisten Medien keine Zeile wert. Wichtig ist jetzt eine bevorstehende Aktion der Bild-Zeitung – und wie man sich dagegen wehrt…
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