Die Währungsreform kommt
Udo Ulfkotte
In aller Stille bereitet sich die Bundesregierung auf eine Währungsreform vor. Die Gründe dafür sind vielfältig.
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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Bürgern lange Zeit bewusst die Wahrheit über die sich abzeichnende wirtschaftliche Entwicklung und die auf die Steuerzahler zukommenden neuen finanziellen Belastungen vorenthalten. Das belegen von WikiLeaks veröffentlichte amerikanische Botschaftsberichte aus Berlin. Philip Murphy, der amerikanische Botschafter in Berlin, unterrichtete demnach Washington schon im Februar 2010 darüber, die Bundeskanzlerin sei
froh darüber, dass sie den deutschen Steuerzahlern in Hinblick auf den Ernst der Lage bei der Schuldenkrise (noch) nicht die Wahrheit sagen müsse. Die Bundesregierung wolle das absehbare Desaster so lange wie möglich verschweigen. In dem Botschaftsbericht heißt es wörtlich: »Niemand würdigte die Idee, den deutschen Steuerzahlern, die ohnehin schon über das deutsche Rekorddefizit besorgt waren, zu sagen, dass sie die Zeche für das unverantwortliche Verhalten eines anderen Landes zahlen müssen«. Weiter schrieb die US-Botschaft in Berlin in dem als vertraulich eingestuften Bericht: »Kanzlerin Merkel ist sichtlich erleichtert, dass sie ihren Bürgern jetzt noch nicht erklären muss, warum die Bundesregierung ihren Schuldenberg erhöhen muss, um die Griechen zu retten«.
Seither sind anderthalb Jahre vergangen. Und jeder Bürger weiß inzwischen um die finanziellen Probleme in der Eurozone. Der Bericht des US-Botschafters belegt demnach wieder einmal, dass Politiker den Bürgern häufig nicht rechtzeitig die Wahrheit sagen. Immerhin hat die deutsche Bundeskanzlerin die führenden deutschsprachigen Chefredakteure seit dem Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise schon zweimal ins Kanzleramt eingeladen und dazu aufgefordert, die tatsächliche Lage zu beschönigen. Bekannt wurde auch das nur, weil einige der Eingeladenen empört darüber berichteten. Es ist interessant, was den Bürgern verschwiegen wird. Denn es ist eben häufig das Gegenteil von dem, was Politiker öffentlich behaupten. Während deutsche Regierungsmitglieder derzeit behaupten, es werde keine Rückkehr zur D-Mark geben, bereiten sie insgeheim genau dieses vor. Auch das belegen jüngst veröffentlichte WikiLeaks-Dokumente aus der amerikanischen Botschaft in Berlin. Lesen Sie die spannenden Details – und vergessen Sie die wilden Spekulationen vieler Medien.
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