Wednesday, 17. September 2014
25.05.2012
 
 

Dramatische Todeskämpfe: So rottet die zugewanderte Nilgans in Deutschland seltene Tierarten aus

Udo Ulfkotte

Wir sind jetzt multikulturell. Wir freuen uns, wenn zugewanderte Tierarten unsere heimischen Tiere ausrotten. Wie verrückt wir sind, kann man auch dem Dümmsten gut am Beispiel der zugewanderten ägyptischen Nilgans erklären. Ein einziges Paar Nilgänse hat jetzt drei der letzten deutschen Pommernenten getötet. Und davon gibt es nur noch weniger als 100 in ganz Deutschland. Doch es ist politisch korrekt, die Nilgans zu schützen.

Überall freuen sich die Menschen derzeit, wenn Zuwanderer aus der ägyptischen Tierwelt auftauchen. »Ägypter landen in der Schwalm« titelt eine Zeitung erfreut. Die Nilgänse sind jetzt auch in Lemgo angekommen. Man findet sie in Pforzheim, im Kreis Steinfurt, in Lampertheim und in Gotha, in Eutin und an vielen anderen Orten. Die Nilgans ist in Deutschland eine besonders

geschützte Art. Wen stört es da, wenn sie unsere alten heimischen Tierrassen brutal ausrottet?

 

 

Es gibt Menschen, die widmen sich in ihrer Freizeit dem Erhalt aussterbender heimischer Haustierrassen. Die Pommernente – auch Schwedenente genannt – ist die älteste Entenrasse Deutschlands. Von den weniger als 100 Tieren, die es davon noch in Deutschland gibt, hatte ein Deutscher bis vor wenigen Wochen am Rande eines großen Weihers fünf gesunde Exemplare. Und dann kamen die ägyptischen Migranten: Nilgänse. Sie besetzten das auf einer Teichinsel gelegene Entenhaus. Drei Pommernenten haben sie sofort getötet, eine vierte ist seither schwer verletzt und wird hoffentlich durchkommen. Die Nilgänse haben ihr fast alle Federn ausgehackt. Auf dem Rücken haben sie der Ente tiefe Fleischwunden zugefügt, die nach täglicher Desinfektion nun langsam verheilen. Nur ein Erpel hat sich vor dem Angriff der Nilgänse rechtzeitig in Sicherheit bringen können und versteckt sich seither vor den Migranten im hohen Gras.

 

Die aus Ägypten stammende Nilgans ist eine Halbgans. Sie vereint Merkmale von Ente und Gans. Von der Ente hat sie den kurzen Hals, den Entenschnabel und die Angewohnheit, im Wasser nach Nahrung zu gründeln. Und auf die Zugehörigkeit zu den Gänsen weist die einheitliche Färbung beider Geschlechter hin. Man kann Ganter und Gans als Laie kaum auseinanderhalten, sie auf Entfernung aber gut an den sehr unterschiedlichen Stimmen erkennen.

 

Der Deutsche Jagdschutzverband schreibt über diese Tiere: »Nilgänse sind während der Brutzeit streng territorial und dulden keine anderen Entenvögel in ihrem Revier«. Was das im Klartext bedeutet, das erleben wir seit einigen Wochen in der brutalen Realität. Die zugewanderten Nilgänse führen einen Ausrottungsfeldzug gegen heimische Enten- und Gänsearten. Denn sie dulden keinen anderen Gänse oder Enten in ihrer Nähe. Es gibt dramatische Todeskämpfe einheimischer Arten, wenn Nilgänse auch unsere heimischen Stockenten, die Reiherenten oder Teichhuhnküken so lange unter Wasser drücken, bis diese ertrinken. Die oben schon erwähnten aggressiven Nilgänse haben drei kleine Küken. Die Eltern töten jedes andere Tier, welches sie auch nur entfernt als mögliche Gefahr für ihren Nachwuchs sehen.

 

Da gibt es eine Familie, die viele vom Aussterben bedrohte alte einheimische Haustierrassen pflegt. Sie alle kamen gut miteinander aus: die Altrheiner Enten, die Diepholzer Gänse, die Pommernenten. Auch die seltenen wilden Reiherenten und die Teichhühner kamen alle gut mit ihnen aus. Im vergangenen Herbst machten mehr als 60 Schwarzstörche Rast an den Teichen der Familie. Es war eine Idylle. Und vor einigen Wochen landeten kanadische Wildgänse. Zwei der Kanadagänse sind geblieben, haben sich mit den anderen Wasservögeln angefreundet und sind inzwischen fast handzahm geworden. Sie haben sich wie selbstverständlich integriert. Und dann kamen die ägyptischen Nilgänse.

 

Auf der Wasseroberfläche von mehr als einem Hektar ist ganz sicher Platz für viele Tiere. Nur die Nilgänse sehen das offenkundig anders. Wenn eine Wildente im Wasser gründelt und nach Nahrung sucht, dann nähert sich der Ganter der Nilgans im Überraschungsangriff, landet mit den großen Schwimmfüßen auf dem Rücken der Ente und drückt diese unter Wasser. Die Ente taucht dann unter seinen Füßen weg. Doch die Nilgans fliegt mit wenigen Schwingenschlägen hinterher und drückt sie wieder unter Wasser. Das wiederholt sich so lange, bis die Ente elendig ertrunken ist. Die Nilgans freut sich dann und trompetet. Wenn Sie also wieder mal eine Überschrift in Ihrer Regionalzeitung lesen, die etwa lautet »Ägypter landen in der Schwalm«, dann wissen Sie, dass es eine Todesbotschaft für die heimische Tierwelt ist. Wir werden unsere vom Aussterben bedrohten heimischen Tierarten in der Nähe von Nilgänsen nun in Deutschland ganztägig einsperren müssen, um sie vor aggressiven Migranten zu schützen. Man darf die Nilgänse nicht töten. Sie gelten hier ja derzeit als angebliche »Bereicherung«. Doch selbst wenn Nilgänse die einheimischen Tierarten nicht töten, dann verhindern sie ganz sicher deren Brut – und vermehren nur sich selbst. Das Verhalten der Nilgans sollte uns nachdenklich stimmen.

 

 

 

 


 

 

 

 

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