Wednesday, 28. September 2016
13.05.2011
 
 

EU: Sie prahlen – wir zahlen

Udo Ulfkotte

In Europa werden jetzt wieder Grenzkontrollen eingeführt. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an den Mai 2004. Damals war ich Gast in der Talkshow Sabine Christiansen, saß neben dem früheren Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP), EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen (FDP), dem sächsischen Ministerpräsidenten Milbradt (CDU), ein paar Staatspräsidenten und weiteren illustren Gästen. Das Thema der Sendung war die bevorstehende gewaltige EU-Osterweiterung. Und ich war offenkundig eingeladen worden, damit man ein Exemplar jener bösen dumpfen Deutschen schlachten konnte, die merkwürdigerweise vor der Grenzöffnung zu vielen bitterarmen Staaten warnten …

Ich prophezeite damals, dass die Schlagbäume in wenigen Jahren schon wieder herunterfallen würden. Beispielsweise wegen der Kriminalität. Und dann wurde ich live in der Sendung geschlachtet. Der Berliner Tagesspiegel schrieb damals nach der Sendung: »Der Betrachter bekam live die Schlachtung des Herrn Dr. Ulfkotte vorgeführt. Und kann sich jetzt ein Bild davon machen, wie politische Gremien funktionieren. Immer auf die Schwachen.« Inzwischen hat sich die Lage geändert. Aus den ehemals Schwachen werden jetzt die neuen Starken.

Jene, denen wir den EU-Wahn und die grenzenlose Kriminalität zu verdanken haben, verstehen heute die Welt nicht mehr. Man sieht das derzeit gut im Spiegel. Dort steht: Rechtspopulismus in Deutschland – Europa wird zum Schreckgespenst. In dem Bericht heißt es allen Ernstes: »Außer den Grünen sind alle deutschen Parteien mit dem rechten Virus infiziert.« Wenn Sie, liebe Leser, also zufällig nicht die Grünen wählen, dann sind Sie mit dem rechten Virus infiziert. Sie laufen irgendwie Gefahr, zum Nazi zu werden, wenn Sie nicht den Grünen zujubeln. Nun hat den vorgenannten Spiegel-Bericht ein gewisser Jakob Augstein geschrieben. Vielleicht sollte dieser Jakob Augstein einmal die nächste Ausgabe unseres Newsletters Kopp-Exklusiv lesen. Dann würde der Nazi-Jäger Jakob Augstein nämlich die ganze Palette der vom Spiegel-Gründer Rudolf Augstein einst beim Spiegel-Verlag angestellten ranghohen Nazis vorfinden. Jacob Augstein wird dann lesen, dass die angebliche journalistische Lichtgestalt Rudolf Augstein, deren Familiennamen er stolz trägt, nach dem Krieg beim Aufbau des Spiegel keine Skrupel hatte, den übelsten Nazis zu helfen und im Unternehmen zu verpflichten. Dummerweise hat der Spiegel, der von anderen immer die Aufklärung rechtsextremistischer Vergangenheit einfordert, beim eigenen Unternehmen nach dem Kriegsende fleißig weggeschaut und das braune Virus begierig in sich aufgesogen. Jakob Augstein, der die Deutschen heute weithin mit dem rechten Virus infiziert sieht, muss also gar nicht weit aus dem Fenster schauen, wenn er wirkliche Nazi-Schweine outen will. Wie er im nächsten Kopp-Exklusiv lesen wird, kann er im eigenen Haus auf die Jagd gehen und die braune Spiegel-Vergangenheit aufarbeiten. So ist das eben, wenn man im Glashaus sitzt und mit Steinen gegen jene wirft, die ihre eigene Verdrängung in der EU heute nicht länger bejubeln wollen.

Unterdessen prahlt die EU – und Deutschland zahlt. Wenn Sie das nicht gut finden, dann sind Sie auf dem besten Weg zum Nazi. Wenn die bankrotten Griechen nun eine rund 100 Millionen teure Formel-1-Rennstrecke bauen, dann müssen wir in Jubel ausbrechen. Und wenn der Chefvolkswirt der Bank Austria uns erklärt, dass wir unsere an Griechenland überwiesenen Gelder nie wiedersehen werden, dann sollen wir uns freuen? Wenn selbst der Internationale Währungsfonds (IWF) nun auch noch Deutschland in Gefahr sieht, dann sollen wir uns freuen über die Brüsseler EU-Trolle?

Es ist gut so, dass die angeblich rechten Finnen sich weigern, neue Kredite (etwa für Portugal) mitzufinanzieren. Und es ist gut so, dass die angeblich rechten Dänen wieder Grenzkontrollen einführen und den Brüsseler Trollen zeigen, dass sie bald nur noch ein Teil der Geschichte sein werden. Die Dänen tun das ja nicht ohne Grund: Sie wollen eben der grenzenlosen Kriminalität, die wir lange Zeit politisch korrekt bejubeln mussten, um nicht als »Nazis« zu gelten, nicht weiter zuschauen. Um Deutschland herum wachen die Menschen eben langsam auf. Es ist eine reine Frage der Zeit, bis sich auch die Deutschen diesem europäischen Trend anschließen werden.

Erinnern wir uns: Zum 1. Mai 2004 wurde die EU um zehn neue Mitgliedsstaaten erweitert. Drei Jahre später kamen noch zwei weitere hinzu, Bulgarien und Rumänien. Von den Politikern wurden nur die theoretischen Chancen der EU-Osterweiterung betont, die großen Risiken wurden komplett verschwiegen. Wer darauf hinwies, der galt (wie ich) als rechtsgerichtet. Die Realität aber kann man nicht verschweigen: Das Wohlstandsgefälle zwischen neuen und alten Mitgliedsstaaten war und ist beträchtlich, die Sozialsysteme der neuen EU-Staaten waren und sind in schlechtem Zustand. Armut und Freizügigkeit führten zu einer grenzüberschreitenden Kriminalität, über deren Ausmaß die Bürger 2004 nicht informiert wurden.

All das habe ich 2004 bei Sabine Christiansen in der Talkshow gesagt. Und ich wurde geschlachtet. Jeden Tag gibt es nun kaum vorstellbare Verbrechen von Migranten, die es bei geschlossenen Grenzen so garantiert nicht geben würde. Und jetzt werden wir geschlachtet. Heute hat etwa ein Bulgare auf Teneriffa einer 60 Jahre alten britischen Touristin einfach so auf der Straße den Kopf abgeschnitten. Die Angehörigen können sich bei jenen bedanken, die die Grenzen für solche Kriminellen weit geöffnet haben. Die Behörden kannten den Kriminellen schon zuvor. Man kennt das ja. Solche Fälle gibt es seit der Grenzöffnung täglich, unsere Qualitätsmedien verschweigen das natürlich gern. Wann also schlachten wir endlich die Genschers, die Verheugens, Milbradts und all die anderen, die uns das alles eiskalt eingebrockt haben? Waren sie zu dumm oder zu unfähig, um diese Entwicklung abzusehen? Oder haben sie gar vorsätzlich gehandelt? Sie leben heute als Rentner von unseren Steuergeldern und wollen als große Politiker in die Geschichtsbücher eingehen. Da haben sie sich wohl geirrt. Die Trolle werden in den Geschichtsbüchern als das gewürdigt werden, was sie sind: Verräter, die uns skrupellos ins Verderben geführt haben. Und auch beim Spiegel kann man nicht ewig nur ganz weit entfernt nach dem rechten Virus suchen. Auch dort wird man irgendwann zur Wahrheit stehen müssen. Und die Genschers, Verheugens und Augsteins können sich dann irgendwann gemeinsam für das nächste Fernseh-Casting bewerben - bei Deutschland sucht den Super-Troll.

 


 

 

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