Euro-Crash: Die Druckmaschinen stehen bereit
Udo Ulfkotte
Mit ihrer Bogenberger Erklärung zeigen sich Experten um den Präsidenten des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, tief besorgt über die Lage der Europäischen Währungsunion. Derweilen verflüchtigt sich auch die letzte Hoffnung auf eine Errettung der Eurozone aus der Krise. Die Druckmaschinen der Notenbanken stehen für den Crash bereit.

Man kann das von den Bürgern eingenommene Geld nur einmal ausgeben. Das ist einer der Kernsätze einer lesenswerten Erklärung von Fachleuten, die ebenso wie der Präsident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, eine schreckliche Zukunft auf uns zurollen sehen. Derweilen bricht in Griechenland gerade der Sozialstaat zusammen. Mehr als 20 Prozent der Griechen leben jetzt schon unterhalb der Armutsgrenze. Wir haben also mit unseren Rettungsmilliarden für Länder wie
Griechenland offenkundig bislang schlicht nichts bewirkt – außer noch mehr Elend und Armut. Schlimmer noch: Die OECD hält Griechenland für reformunfähig. Wir können also noch so viele Milliarden zur Rettung solcher bankrotten Euro-Staaten überweisen – es hilft nichts.
Eines aber haben wir geschafft – nun kommt die Mutter aller Rezessionen auf uns zu. Schauen wir schon mal ganz vorsichtig nach Argentinien, denn die haben das hinter sich, was uns jetzt bevorsteht. Für alle, die es bislang irgendwie noch nicht mitbekommen haben: Die ersten Banken rechnen schon mal scharf durch, wie sich die nationalen Währungen einzelner Euroland-Staaten nach dem Ende des Euro entwickeln werden. Wer wird eine stärkere Währung haben, und wessen Währung wird billig sein?
Die reichsten Deutschen interessiert das nicht, sie haben sich längst in die Schweiz zurückgezogen. Derweilen stehen die Druckmaschinen der einzelnen europäischen Notenbanken für das Ende des Euro bereit und warten nur darauf, wieder nationale Währungen drucken zu dürfen. Das ist bekannt und gut dokumentiert. Wer sich also auf riskante Euro-Abenteuer nicht länger einlassen will, der sollte wissen, wie man jetzt mit einem Wertspeicher durch die Krise kommt und die Früchte seiner Arbeit sichert.
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