Sunday, 24. July 2016
28.09.2011
 
 

Fanal im Bundestag: Dolchstoß der Volksverräter

Udo Ulfkotte

Der römische Kaiser Nero ließ 64 nach Christus Rom in Brand setzen, weil er breitere Straßen und größere Gebäude für die Hauptstadt seines Weltreiches bauen lassen wollte – und machte dann die Christen für die Feuersbrunst verantwortlich. Die in Rom lebenden Christen wurden nach dem verheerenden Feuer öffentlich verbrannt, weil Nero einen Schuldigen brauchte. An diesem Donnerstag werden die im Bundestag versammelten Volksvertreter sich wie Nero verhalten. Sie werden dann die Sparguthaben der Deutschen in Brand setzen. Wie einst bei Nero dient das dann einem angeblich höheren Ziel. Wieder geht es um ein großes Reich: dieses Mal um die EU. Kaiser Nero ist auch nach 2.000 Jahren noch als Wahnsinniger im Gedächtnis der Menschen präsent. Nicht anders wird es Angela Merkel und ihren Gesinnungsgenossen ergehen.

Im Deutschen Bundestag sitzt eine Horde von Lügnern und Verbrechern. Diesen Eindruck muss jedenfalls ein durchschnittlich intelligenter Mensch bekommen, wenn er die Versprechungen unserer Politiker aus den letzten Monaten mit der heutigen Realität vergleicht. Einige Beispiele: Im Dezember 2009 sagte Wolfgang Schäuble (CDU): »Wir Deutschen können nicht für Griechenlands Probleme zahlen.« Im April 2010 erklärte Schäuble, dass die Griechen vielleicht gar keine

Finanzhilfe benötigen würden. Im Mai 2010 versprach er den Deutschen, das Rettungspaket in Höhe von 110 Milliarden Euro sei eine einmalige Nothilfe – und garantiert die absolute Obergrenze. Ein Jahr später stimmt eben dieser Schäuble einem Rettungspaket in Höhe von 750 Milliarden Euro zu. Und im Juni 2011 erhält Griechenland ein weiteres Rettungspaket über 100 Milliarden Euro – wieder mit der Zustimmung von Schäuble. Selbst die regierungstreue Bild-Zeitung berichtet inzwischen darüber, wie dreist der Politiker Schäuble die Deutschen »verschaukelt«. Im Klartext: Er ist ein Lügner und Volksverräter. Der Mann täuscht die Deutschen, wo er nur kann. Was er heute sagt, ist morgen schon Geschwätz von gestern. Wenn er heute behauptet, er werde den Forderungen der Amerikaner und des IWF nach einem gigantischen Billionen-Hilfsprogramm nicht nachgeben, dann weiß man, was man bei dem verstockten Lügner davon zu halten hat. In Wahrheit kommt nach der Abstimmung vom Donnerstag im Bundestag aus Brüssel gleich die nächste Forderung – und zwar in Billionen-Euro-Höhe, doch vor der Abstimmung soll öffentlich noch nicht darüber gesprochen werden.

 

Inzwischen werden alle Dämme gebrochen. Eine Parteifreundin Schäubles, die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, will sogar die Schuldenbremse des Grundgesetzes aushebeln lassen. Politiker zündeln jetzt halt an allen Fronten und schicken Europa auf eine »Höllenfahrt«.

Einst brannte Rom – heute brennt Europa. Und die im Bundestag versammelten Abgeordneten werden an diesem Donnerstag beschließen, auch alles Geld der noch nicht einmal gezeugten Kinder ins Feuer zu werfen, um so den Brand zu löschen. Die Volksvertreter werden dafür stimmen, Deutschlands Zukunft zu vernichten. Schließlich müssen wir angeblich solidarisch beim Niedergang sein, denn Armut ist künftig in Europa für alle da.

Es gibt allerdings einige Länder, die von der europäischen Solidarität nichts mehr wissen wollen. Dazu zählt etwa die Slowakei. Sie will Ende Oktober 2011 gegen den Euro-Rettungsschirm stimmen.

Die indische Economic Times prophezeit uns nun den raschen Niedergang. Sie vergleicht die aktuelle Euro-Schuldenkrise mit der globalen Finanzkrise 2008. Aus der letzten Finanzkrise seien wir Europäer noch gut herausgekommen, aber jetzt sei unser Pulver verschossen. Jetzt stehe uns der absolute Niedergang bevor. Und den werden unsere Volksverräter im Bundestag wohl auch noch gemeinsam beschließen – und uns Bürgern eiskalt den Dolch in den Rücken stoßen.

Nero wurde keine vier Jahre nach dem Brand von Rom im Jahre 68 nach Christus zum Staatsfeind erklärt. Er hat sich dann selbst den Dolch in die Kehle gestoßen und getötet. Danach gab es wieder Hoffnung für das von ihm unterdrückte Volk und einen Neuanfang.

 

 


 

 

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