Thursday, 30. June 2016
04.05.2014
 
 

Gebt mir endlich meine Heimat zurück

Udo Ulfkotte

Was ist nur aus Deutschland geworden? Der Niedergang ist allerorten sichtbar. Und immer mehr Menschen sehnen sich danach, ihre alte Heimat zurückzubekommen.

Vor 30 Jahren hatte Deutschland die besten Straßen der Welt. Fuhr man in die marode DDR, dann ratterte man gleich hinter der Grenze über Schlaglochpisten. Es waren die typischen Kennzeichen des Verfalls der früheren DDR, über die wir damals überlegen lächelten. Und heute? Heute sind viele Straßen in Deutschland in einem schlechteren Zustand als jene in der früheren DDR.

 

Vor einer Generation war Energie noch für jede Familie bezahlbar. Die Vorstellung, dass ganze Ballungsgebiete immer wieder ohne Strom sein würden, verknüpften die Deutschen damals nur mit der Dritten Welt. Heute bereiten uns Politiker und Energiekonzerne darauf vor, dass wir wie einst die Menschen in der Dritten Welt die frühere Energiesicherheit zukünftig nie mehr haben werden. Wir werden abhängig davon, ob die Sonne scheint oder der Wind weht. Und für diese angebliche Errungenschaft sollen wir künftig auch noch eine Sonnensteuer zahlen. Zugleich wird Strom zu einem Luxusgut, das sich immer weniger leisten können.

 

Vor einer Generation waren Deutschlands Krankenhäuser weltweit ein Vorbild für Hygiene und medizinischen Fortschritt. In Ländern der Dritten Welt, so erfuhren wir regelmäßig erstaunt aus den Nachrichten, starben Menschen an mangelnder Krankenhaushygiene. Wer heute in ein durchschnittliches deutsches Krankenhaus geht, der weiß nicht, ob er zwar eine Operation überlebt, aber gleich danach einem Krankenhauskeim erliegt.

 

Vor einer Generation war Deutschland das Land der Tüftler, Erfinder und Macher. Heute stimmen die Intelligentesten unter uns mit dem Möbelwagen ab und kehren Deutschland für immer den Rücken. 160 000 gut ausgebildete Fachkräfte ziehen Jahr für Jahr weg – unter ihnen jedes Jahr etwa 3500 Ärzte. Wer in Deutschland hochqualifiziert ist, der will nix wie weg. Deutschland war früher ein Magnet für Fachkräfte. Heute kommen in Massen nur noch jene, die kein anderes Land haben will.

 

Vor einer Generation gab es Sicherheit in Deutschland. Niemand musste Angst davor haben, von einer »Großfamilie« tyrannisiert, von einer osteuropäischen Einbrecherbande »beglückt« oder von einem Klaukind am Geldautomaten überfallen zu werden. Heute zählen wir das alles zur »kulturellen Bereicherung«.

 

Vor einer Generation gab es Strafen vor Gericht, wenn man die Regeln der Gesellschaft grob gebrochen hatte. Damals kümmerte man sich in erster Linie um die Opfer. Heute sind Kriminalitätsopfer weitgehend auf sich allein gestellt. Wichtig sind die Täter, die inzwischen in Fünf-Sterne-Haftanstalten sitzen.

 

Häftlinge bekommen heute »Events« präsentiert, damit sie sich bloß nicht wie in einem Gefängnis fühlen und mit vollem Terminkalender nicht über ihre Straftaten nachdenken müssen. Damit es jenen, die unsere Gesetze brechen, wirklich rundum gut geht, geben wir Milliarden aus. Die Opfer aber lassen wir allein.

 

Vor einer Generation gab es in Deutschland vor Gericht Rechtssicherheit. Es war jedenfalls klar, dass es eine Gleichheit vor Gericht gab. Heute bekommen Mörder mildernde Umstände – wenn sie aus einem anderen Kulturkreis stammen.

Vor einer Generation hatte man Respekt vor der Polizei. Heute hat die Polizei Respekt vor Kriminellen und traut sich in viele Viertel nicht mehr ohne Großaufgebot und semi-militärische Unterstützung durch Sondereinsatzkommandos hinein.

 

Vor einer Generation haben wir unsere Bauern unterstützt. Niemand wäre auf die Idee gekommen, im Supermarkt Honigmelonen oder Kiwis einzukaufen, die Tausende von Kilometern Wegstrecke hinter sich hatten. Das Angebot war überschaubar und gut. Heute können unsere Bauern nicht mehr überleben, weil Politik und Medien uns eine globalisierte Welt schmackhaft gemacht haben, in der wir uns auch noch wohl dabei fühlen, neuseeländische Äpfel zu essen, während die heimischen an den Bäumen verfaulen.

 

Vor einer Generation war Deutschlands Bevölkerung auf mögliche Krisen vorbereitet. Es gab Sirenen in jedem Dorf. Und es gab Notrationen, die im Krisenfall sofort verteilt werden konnten. Wie selbstverständlich bereitete man sich auf Krisen vor. Heute sind die Sirenen abgebaut. Im Notfall gibt es zwar Lager mit Notfallproviant. Der aber darf und kann erst etwa 14 Tage nach dem Beginn einer Notsituation an die Bevölkerung verteilt werden. Im Klartext: Heute nehmen wir lieber Plünderungen von Geschäften in Kauf.

 

Vor einer Generation hätten wir unser Land im Ernstfall verteidigen können. Wir hatten Soldaten, die an ihr Land glaubten. Heute leben wir in der Illusion, dass der ewige Friede eingekehrt ist. Im Ernstfall haben wir jetzt nur noch gendergerechte Wattebäuschchen zur Verteidigung. Aber bevor wir die einsetzen, achten wir peinlichst darauf, Transsexuelle, Lesben und alle anderen bunten Facetten der Spaßgesellschaft bloß nicht zu diskriminieren.

 

Vor einer Generation wussten jene, denen die Rente bevorstand, dass sie diese tatsächlich für ihre Lebensarbeitsleistung bekommen würden – und zwar bis zum Tode. Heute können angehende Rentner weder sicher sein, von welchem Alter an, noch ob sie überhaupt eine Rente bekommen werden – mit großer Wahrscheinlichkeit jedenfalls nicht mehr bis zum Tode. Früher freute man sich auf die Rente – heute heißt das Zauberwort der Rentner-Zukunft »Altersarmut«.

 

Vor einer Generation konnte man wenigstens noch bei den eigenen Kindern an deren Zukunft glauben. Eine gute Ausbildung ebnete ihnen in Deutschland jedenfalls den Weg. Man erzog seine Kinder dazu, gute Noten zu bekommen. Heute ist das Vergangenheit. Denn heute bekommen möglichst alle Kinder möglichst gleich gute Noten. Die Folge: Eine ganze Generation ist nicht mehr ausbildungsfähig. Deutschland ist jetzt das Land der Leistungsschwächlinge. Die Entqualifizierung war so erfolgreich, dass selbst die Studenten an deutschen Universitäten immer dümmer werden.

 

Früher durfte man zu alledem wenigstens noch frei seine Meinung sagen. Heute verbietet das die Politische Korrektheit. Jedes Wort muss heute abgewogen werden, bevor man es ausspricht. Man muss überlegen, ob man noch »Zigeunersauce« sagen darf oder »Heimat«. Letztere gilt inzwischen auch schon bei vielen als »rechtsradikal«. Wer die geschilderten Veränderungen in seiner eigenen Heimat nicht möchte, der kann zwei Dinge tun: entweder wie Hunderttausende zuvor mit dem Möbelwagen abstimmen oder den Mund halten und resignieren bis zum Crash. Wer die D-Mark zurück will und die eigene Heimat nicht mehr wiedererkennt, der gehört wahrscheinlich zur schweigenden Mehrheit – bis es irgendwann knallt.

 

 

 


 

 

 

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