Hammerhart: So macht’s das Finanzamt
Udo Ulfkotte
Haben Sie Ihre Steuern auch wirklich brav abgeführt? Sind Sie sich da ganz sicher? Wirklich? Wie Sie wissen, benötigen die Finanzämter in Europa gerade ganz viel Geld, um die vielen Haushaltslöcher der Politik zu füllen. Und plötzlich gibt es Druckmittel auf säumige Steuersünder, die sind brutal, aber sie wirken offenkundig.
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Wer in der Schweiz als Hundehalter nicht brav die Hundesteuern bezahlt, dem droht etwa im Ort Reconvilier nun eine drastische Strafe: Der Hund wird eingeschläfert. Das steht so im kantonalen Gesetz über die Hundesteuer aus dem Jahre 1904 – die Schweizer hatten es längst vergessen. Da
steht allerdings tatsächlich schwarz auf weiß: »Wer Hundetaxen hinterzieht, hat die Taxen nachzubezahlen und eine Buße […] zu entrichten. Falls die Buße nicht bezahlt wird, […] hat die Abschaffung des Hundes stattzufinden.« Und den Terminus »Abschaffung des Hundes« übersetzt das Finanzamt nun plötzlich mit dem Einschläfern, was die Schweizer derzeit ziemlich in Unruhe versetzt.
Noch unruhiger werden die Briten. Denn das Londoner Verkehrsministerium droht allen Briten, die ein nicht angemeldetes Kfz besitzen (für das eben auch keine Kfz-Steuer bezahlt wird) mit der Schrottpresse. Sie haben richtig gelesen: Wer in Großbritannien in der Garage beispielsweise ein nicht fahrtüchtiges, altes Auto stehen hat, der muss es künftig bei den Behörden anmelden sowie Steuern und Versicherung dafür zahlen. Ein Auto abmelden und einfach so am Straßenrand parken? Geht in Großbritannien dann nicht mehr. Geld muss in die Kassen. Und wer nicht zahlt, dem droht die Schrottpresse. Basta. So macht’s das Finanzamt. Und so kommt Geld in die Kassen.
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