Montag, 5. Dezember 2016
25.09.2010
 
 

Mangel an Arbeitskräften? Die Tricks der staatlichen Propaganda

Udo Ulfkotte

Zwei Drittel der Deutschen treiben regelmäßig Sport. Das ist gut. Denn 70 Prozent der Deutschen fühlen sich gesund. Zwei Drittel der Bundesbürger achten beim Einkauf auf umweltfreundliche Produkte und auf Nachhaltigkeit. Normalerweise freut man sich wie ein Schneekönig, wenn man Zwei-Drittel-Mehrheiten bekommt. Ganz anders ergeht es in diesen Tagen der Bundesregierung – auch sie hat eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Allerdings an Ablehnung in der Bevölkerung: 69 Prozent der Bundesbürger würden die CDU/CSU derzeit nicht wählen. Die Regierung stößt in der Bevölkerung auf eine Ablehnung, die reif ist für das Guinness Buch der Rekorde. Was macht man nur, wenn der Pöbel da draußen die eigene Arbeit nicht würdigen will? Man betreibt Propaganda.

 

Das Wort Propaganda bezeichnet den absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion. Im Klartext: Man lügt und betrügt, weil man die Realität beschönigend oder verzerrt darstellen will. Dummerweise gibt es heutzutage das Internet. Und man kann staatliche Propaganda leicht entlarven. Begeben wir uns also auf eine kleine Reise in die Welt der Propaganda wie sie eines nicht allzu fernen Tages in den Geschichtsbüchern über Angela Merkel und ihr Gefolge stehen wird.

Die Bundesregierung und Unternehmen behaupten derzeit, Deutschland gingen die Arbeitskräfte aus. Die Flure auf den Arbeitsämtern werden angeblich bald schon wie leergefegt sein. Deutschland brauche jetzt ganz schnell ganz viel Zuwanderung. Nur noch Einwanderer können angeblich unseren Wohlstand sichern.

Die Wahrheit lautet jedoch: Im August 2010 waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) offiziell 3,188 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos und beziehen ALG-I. Nicht in dieser Statistik erfasst werden jene 2,364 Millionen Menschen, die in der offiziellen Arbeitslosenzahl gar nicht erst auftauchen, sondern unter der Rubrik erwerbsfähige Hilfebedürftige (ALG-II) geführt werden. Allein dieses Reservoir mit einer Gesamtzahl von mehr als 5,5 Millionen potentiellen Arbeitskräften zeigt, dass es eine Not an Arbeitskräften in Deutschland in Wahrheit nicht geben kann (es sei denn, man erklärte alle Arbeitslosen zu faulen Arbeitsverweigerern). Das Statistische Bundesamt hat zudem soeben erst mitgeteilt, dass 8,6 Millionen Menschen in Deutschland mehr arbeiten möchten. Doch es gibt keine Arbeit für sie. Und mehr als fünf Millionen der sozialversicherten Jobs sind Teilzeitjobs. Wer vor dem Hintergrund dieser gigantischen Zahlen auch noch Arbeitskräfte importieren will, der muss jeden klaren Blick für die Realität verloren haben.

Derweilen rollt die Propagandawelle des angeblichen Aufschwungs und der großen Not nach Arbeitskräften unaufhaltsam voran. Angeblich erhellt sich das Konsumklima und es geht munter aufwärts. Das alles ist kurzfristige Propaganda. In Wahrheit sieht die Zukunft für die Deutschen langfristig düster aus. Focus Money berichtete gerade unter der Überschrift »Staatsbankrott – Feuer am Dach« über den drohenden Kollaps. Deutschland steht ein »Schock-Szenario« bevor. Der Fachmann Michael Grandt hat das in seinem Bestseller Der Staatsbankrott kommt aufgezeichnet, bevor Focus Money seinen Buchtitel auf der Titelseite als Schlagzeile übernommen hat.

Die Deutschen fürchten sich nachweislich vor dem Wirtschaftsabschwung. Denn seit dem Finanzcrash hat sich nichts geändert – die Zocker übernehmen wieder die Macht. Deutschland hat aus der Wirtschafts- und Finanzkrise nichts gelernt und ist weiterhin ausschließlich exportorientiert. Man hat alle Warnungen, dem Binnenmarkt den Vorzug vor dem Export zu geben, in den Wind geschlagen. Nun sinken die Auftragseingänge in der Eurozone. Gewiss, noch sind die deutschen Auftragsbücher gut gefüllt, aber um uns herum ziehen düstere Wolken auf: In jenen Ländern, in die wir exportieren, kehrt die Wirtschaftskrise zurück. Im Handelsblatt wurde gerade erst der Crash der Eurozone binnen 5 Jahren vorausgesagt – und wir schreien nach zuwandernden weiteren Arbeitskräften. Und wir verdrängen gigantische Kosten, die auf uns zurollen. Nicht nur die aus Deutschland nach Griechenland überwiesenen Milliarden können wir weitgehend abschreiben – selbst der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück geht jetzt von einem »Haircut« für Griechenland aus. Wer zahlt eigentlich, wenn die nächste Blase platzt? Dazu gibt es einen Film, den Sie sich anschauen sollten… Denn kein anderer als SIE wird dann zur Kasse gebeten!

Der deutsche Export wird in absehbarer Zeit wieder einbrechen, denn unter der Rezession in den Ausfuhrländern werden auch die Einfuhren aus Deutschland leiden. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird dann zwangsläufig schrumpfen, die Zahl der Arbeitslosen steigen.

Während sich fast alle über den derzeitigen »Aufschwung« freuen, bereiten sich die ersten Branchen in Deutschland auf den Untergang vor, etwa in der Hotelindustrie, ein Beispiel: Vierhundert (!) Top-Hotels stehen vor dem Aus. Und zwar in Deutschland! Es ist eine von vielen Branchen, die vor dem Zusammenbruch steht. Die Folge - noch mehr Arbeitslose.

Die energieintensiven Sparten Aluminium- und die Recyclingindustrie werden gerade aus ökologischen Gründen aus Deutschland vertrieben, ebenso die Chemie- und die Stahlindustrie (85.000 Beschäftigte), ein Beispiel aus der Stahlindustrie sind die Henningsdorfer Elektrostahlwerke: Wegen der hohen Strompreise arbeiten die Stahlköcher und -verarbeiter schon seit zwei Jahren nur noch nachts und am Wochenende. Nun droht ihnen neues Ungemach. Die Bundesregierung will Ausnahmen bei der Besteuerung von energieintensiven Betrieben im Industriesektor aufheben.

Wenn man genauer hinschaut, ist der angebliche »Aufschwung« in vielen Branchen aus der Sicht der Betriebe eben ein reiner Hohn. Überall in Deutschland werden derzeit Entlassungen vorbereitet, vom Delmenhorster Linoleumhersteller DLW über den Maschinenbauer Cooper Power Tools bis zum Stadthagener Autositzhersteller Faurecia. In vielen Branchen ist es ein absoluter Hohn, Zuwanderer als Arbeitskräfte zu fordern, während die Deutschen arbeitslos und auf die Straße gesetzt werden.

Auch deutsche Autobauer verlagern ihre Produktion zunehmend ins Ausland. Audi investiert derzeit eine Milliarde Euro ins westungarische Werk Györ und schafft damit in Ungarn 1.800 neue Arbeitsplätze, die eben nicht in Deutschland entstehen werden. Und der Daimler-Konzern schafft in Kecskemet südlich von Budapest, wo künftig die A-Klasse produziert wird, sogar 3.000 neue Arbeitsplätze. Man kann Branche für Branche auflisten, wie deutsche Arbeitsplätze weiterhin mit voller Wucht zerstört und ins Ausland verlagert werden.

Den viel beschworenen wirtschaftlichen Boom gibt es in Deutschland in der Realität eben oftmals gar nicht (jedenfalls nicht, wenn man mittel- oder langfristig denkt). Es ist nur ein Aufholprozess der deutschen Wirtschaft nach dem gigantischen wirtschaftlichen Einbruch von fünf Prozent im Jahr 2009. Die „wirtschaftliche Erholung“ ist vor allem dem Lageraufbau geschuldet und der Auslandsnachfrage, die nahezu vollständig durch staatliche Konjunkturprogramme der nachfragenden Länder induziert ist. Diese Programme werden aber auslaufen und die Nachfrage wird in Deutschland folglich schwächer werden. Das Ergebnis ist absehbar. In einem Land, in dem mehr als 5 Millionen Menschen keinen Arbeitsplatz haben und nachweislich mehr als 8 Millionen Menschen mehr arbeiten möchten, ist der Schrei nach Zuwanderung ein Schrei, den man getrost überhören sollte. Denn Zuwanderer kosten uns Geld, unendlich viel Geld. Immerhin haben Migranten allein bis 2007 eine Billion (!) Euro mehr aus unseren Sozialkassen herausgenommen, als sie in diese einbezahlt haben…

Die Realität lautet: 2009 zogen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 606.000 Ausländer nach Deutschland. Das waren 6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Unter ihnen waren 142 (!) Hochqualifizierte. Das hängt damit zusammen, dass gerade einmal 5 Prozent unserer Zuwanderer eine auch nur irgendwie geartete Qualifikation oder irgendeinen Bildungsabschluss haben. Die überwältigende Zahl der Zuwanderer hat keinen Abschluss, den wir in Deutschland brauchen könnten. Künftig wollen wir nun ausländische Bildungsabschlüsse anerkennen. Ein Ingenieur aus dem afrikanischen Uganda, wo man gegen Bestechung jedes Papier bekommen kann, stünde dann etwa gleichberechtigt neben einem Europäer, der tatsächlich an einer FH, TH oder Universität studiert hat. Die Verläßlichkeit der Bildungsabschlüsse ist dann in Deutschland dahin. Vor wenigen Monaten hat eine von der EU finanzierte Studie den Deutschen vorausgesagt, dass Deutschland binnen weniger Jahre vom Land der Dichter und Denker zum Land der Hilfsarbeiter werden wird. Man hat darüber in Deutschland geschmunzelt. Und man machte seither weiter wie zuvor. Man versorgt die Bürger mit Propaganda vom bevorstehenden Aufschwung, während es in Wirklichkeit für die Bürger nur noch steil bergab geht. Fachmann Michael Grandt hat das in seinem Bestseller Der Staatsbankrott kommt in allen Details enthüllt. Niemand kann später sagen, man habe das alles ja nicht gewusst. 

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