Tuesday, 27. September 2016
16.09.2014
 
 

Massenpanik bei den Massenmedien

Udo Ulfkotte

Den Massenmedien laufen in Massen die Kunden weg. Bei der FAZ sollen schon wieder 200 Arbeitsplätze gestrichen werden. Warum nur kehren die Menschen da draußen den einstigen »Qualitätsmedien« den Rücken?

 

Vor wenigen Tagen hat der konservative Politiker Willy Wimmer (CDU) der eher linken Zeitung Junge Welt ein bemerkenswertes Interview gegeben. Wimmer gehörte mehr als drei Jahrzehnte dem Deutschen Bundestag an, war zwischen 1985 und 1992 erst verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung. Wimmer sprach darin über die geopolitischen Interessen der USA, die vielen Angriffe auf unsere parlamentarische Demokratie und über das NATO-Netzwerk in deutschen Medien.

Wimmer sagte über die FAZ: »Ich kann mich sehr gut an ein langes Gespräch mit einem mir seit Jahrzehnten bekannten führenden FAZ-Mitarbeiter erinnern. Der machte deutlich, wenn das State Department noch rechtzeitig vor Drucklegung nachts anruft, dann kommt der gewünschte Artikel am nächsten Morgen in die Zeitung.« Man reibt sich da als Normalbürger verwundert die Augen. Wie bitte? Das amerikanische Außenministerium hat Einfluss auf das, was am nächsten Morgen in unseren wichtigsten Zeitungen steht?

 

Es sind Nachrichten wie diese, welche immer mehr Menschen da draußen zutiefst misstrauisch gegenüber den »Qualitätsmedien« machen. Denn vor wenigen Monaten hatte der Medienwissenschaftler Uwe Krüger in einer Aufsehen erregenden Studie erst dargelegt, wie eng die Alpha-Journalisten von Leitmedien wie etwa der FAZ mit unseren Eliten verknüpft sind. Zudem wird die einst so renommierte FAZ (und auch andere Leitmedien) seit geraumer Zeit immer öfter als »Kriegstreiber« bezeichnet. Das alles hat Folgen. Denn immer mehr Menschen trauen den Massenmedien schlicht nicht mehr über den Weg.

 

Schon bei der letzten Betriebsversammlung der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH am 26. Juni 2014 wurde verkündet: »Die FAZ GmbH weist für 2013 ein negatives Unternehmensergebnis in Höhe von 8,3 Millionen Euro aus. Das ist ein um vier Millionen Euro höherer Jahresfehlbetrag als in 2012. Der Anzeigenmarkt war auch in 2013 von dem bereits erlebten strukturellen Rückgang und Verlagerungen von Print hin zu den elektronischen Medien geprägt. In der Folge gab es einen Rückgang der Anzeigenerlöse im Bereich nationaler Werbung, regionaler Werbung und Stellenmarkt von fast 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.« Den Mitarbeitern wurde klargemacht, dass es so nicht weitergehen kann.

 

Aber das wurde offenkundig nicht gehört. In den Redaktionen hat sich der Ton gegenüber den Kunden – den Lesern – seither keineswegs geändert – im Gegenteil: Die Bösen sind nun auf einmal die Leser, welche die FAZ und andere »Qualitätsmedien« kritisieren. Die Folge: Man sperrt die Kommentarbereiche bei Zeitungen wie der FAZ.

 

An diesem Dienstag gibt es nun die nächste Betriebsversammlung bei der FAZ. Dort soll angeblich laut Handelsblatt die Einsparung von bis zu 200 Stellen bei der FAZ verkündet werden. Das alles kann nur verstehen, wer weiß, was da im Hintergrund abläuft.

 

Ich habe 17 Jahre für die Frankfurter Allgemeine Zeitung gearbeitet. Und heute schäme ich mich dafür. Ich kann es nicht ungeschehen machen, aber ich konnte die Wahrheit darüber aufschreiben. Bevor ich in meinem neuen Sachbuch über die Massenmedien (Gekaufte Journalisten) die geheimen Netzwerke der Macht enthülle, übe ich konsequent Selbstkritik. Ich dokumentiere zum ersten Mal, wie ich für meine Berichterstattung in der FAZ geschmiert und die Korruption gefördert wurde. Und ich enthülle, warum Meinungsführer tendenziös berichten und wie der verlängerte Arm der NATO-Pressestelle Kriege medial vorbereitet. Wie selbstverständlich wurde ich bei der FAZ auch in die Netzwerke amerikanischer Eliteorganisationen aufgenommen, erhielt im Gegenzug für positive Berichterstattung in den USA sogar eine Ehrenbürgerurkunde. Ja, ich schäme mich heute dafür.

 

Aber ich kann aufdecken und aufzeigen, was noch kein deutschsprachiger Journalist mit voller Namensnennung aufgezeigt hat: Welche Journalisten in unseren Medien sind korrupt? Wer lässt sich von wem steuern? Wer findet Gefallen an Gefälligkeiten und sucht eine filzig-klebrige Nähe zu Eliten? Welcher Milliardär bezahlt welchem Journalisten Luxusreisen? Wie kommen Journalisten zu ihren Villen in der Toskana? Warum stehen Artikel in deutschen Zeitungen, die von Geheimdiensten verfasst wurden? Wer steuert wie im Hintergrund unsere wichtigsten Medien? Und was passiert, wenn man darüber berichtet und die Wahrheit sagt? Lesen Sie es in dem neuen Bestseller Gekaufte Journalisten, solange es noch die ungeschwärzte Auflage mit der vollen Wahrheit gibt. Denn da draußen gibt es gerade eine Massenpanik, weil viele Angst vor dieser Veröffentlichung haben.

 

 


Eine schonungslose Abrechnung mit unseren Massenmedien

Den deutschen Leitmedien laufen die Leser davon. Hohe Auflagenverluste, Anzeigeneinbrüche und massive Kritik aus der Leserschaft - das sind die Symptome einer Medienlandschaft, die völlig versagt. Journalisten sind nicht nur gekauft, sie verhalten sich ihren Lesern gegenüber auch wie Oberlehrer...

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Journalisten manipulieren uns im Interesse der Mächtigen

önnen Sie sich vorstellen, dass Geheimdienstmitarbeiter in Redaktionen Texte verfassen, welche dann im redaktionellen Teil unter den Namen bekannter Journalisten veröffentlicht werden? Wissen Sie, welche Journalisten welcher Medien für ihre Berichterstattung geschmiert wurden? Und haben Sie eine ungefähre Vorstellung davon, wie renommierte »Journalistenpreise« vergeben werden…

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Leser-Kommentare (54) zu diesem Artikel

18.09.2014 | 08:35

Andreas Damm

@ Martin Voigt Es ist falsch, daß die Verlage "subventioniert werden. Die 7% ´Umsatzsteuer sind für die Verlage ein durchlaufender Posten, der überhaupt nichts zur Kalkulation beiträgt. Die Einzigen, die sich über die verminderte Umsatzsteuer freuen könnten, sind wir Endverbraucher, wenn denn mal etwas vernünftiges in der Zeitung stände.


17.09.2014 | 23:34

Wilhelm Tell

Es kommt IMMER mehr Freude bei mir auf !:
http://www.youtube.com/watch?v=AKjzEG1eItY
P.S. Morgen wird eines meiner Kinder einer BRDDR-unabhängigen Schule zugeführt .
P.P.S. Der Schreiber dieser Zeilen ist "DDR"-Wehrdienstverweigerer !


17.09.2014 | 15:34

AMohr

@Lisa Müller Auch ich finde KenFm sehr gut. Was das Kopp Team an Defamierungen teils hinter sich hat, hat das KenFm Team noch vor sich. Einer der Wahrheiten ausspricht ist entweder ein "rechter Knecht" oder ein "Verschwöhrungstheoretiker" oder einfach ein "Spinner". Immer die gleiche Masche. Und wenn das nicht hilft, sucht man nach einem dunklen Fleck in seiner Biographie. Aber der Bürger durchschaut das Spiel. Und das ist den Einigen ein Dorn im...

@Lisa Müller Auch ich finde KenFm sehr gut. Was das Kopp Team an Defamierungen teils hinter sich hat, hat das KenFm Team noch vor sich. Einer der Wahrheiten ausspricht ist entweder ein "rechter Knecht" oder ein "Verschwöhrungstheoretiker" oder einfach ein "Spinner". Immer die gleiche Masche. Und wenn das nicht hilft, sucht man nach einem dunklen Fleck in seiner Biographie. Aber der Bürger durchschaut das Spiel. Und das ist den Einigen ein Dorn im Auge. Ich warte darauf bis sie das Internet massiv torpetieren.


17.09.2014 | 14:44

Lisa Müller

Zum Thema Journalismus möchte ich allen die wirklich gut gemachten aktuellen Interviews von KenFM.de (KenFM im Gespräch) empfehlen. Ich bin weder Freund noch Verwandter von Ken, sondern finde die Beiträge einfach nur richtig gut.


17.09.2014 | 14:30

Martin Voigt

@ Tom: Major Tom, Gott zum Gruße; die Druck-Medien sind bereits voll subventioniert. Die Zeitungen zahlen nur 7 % Mehrwertsteuer, die Sozialabgaben sind reduziert. Öffentliche Verkaufsständer sind unter- oder gänzlich unvergütet. Bei Kampagnen gibt es direkte und indirekte Subventionen. Bestes Beispiel: Dr von Guttenberg vom Kupferberg zu Vorn- und Hintenoffen: Sein Vormund, das Blut-Schacherer-Leitmedium baute ihn zu einem der Haupt-Multiplizierer auf. Im Gegenzug platzierte der...

@ Tom: Major Tom, Gott zum Gruße; die Druck-Medien sind bereits voll subventioniert. Die Zeitungen zahlen nur 7 % Mehrwertsteuer, die Sozialabgaben sind reduziert. Öffentliche Verkaufsständer sind unter- oder gänzlich unvergütet. Bei Kampagnen gibt es direkte und indirekte Subventionen. Bestes Beispiel: Dr von Guttenberg vom Kupferberg zu Vorn- und Hintenoffen: Sein Vormund, das Blut-Schacherer-Leitmedium baute ihn zu einem der Haupt-Multiplizierer auf. Im Gegenzug platzierte der Verteidigungsminister (der fremden Interessen) seine bisher größte Werbeaktion beim Springer Konzern.


17.09.2014 | 13:56

Mohr

Bei mir war vorige Woche ein Herr von der Bildzeitung an der Haustür. Er fragte mich , ob ich Interesse hätte kostenlos für einige Zeit die "Bild am Sonntag" zu abonnieren. Ich antwortete ihm netterweise, das diese Zeitung mir nicht ins Haus käme und ich keine Lust hatte, für diese Lügen noch Geld zu bezahlen. Ich nannte ihm auch einige Beispiele, warum ich dieser Meiinung bin. Dann trennten sich unsere Wege und er ging weiter seines Weges um sein Glück zu versuchen.

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