Wednesday, 28. September 2016
06.08.2014
 
 

Medienkritik: Propaganda statt Fakten

Udo Ulfkotte

Das Titelbild des Spiegel vom 28. Juli 2014 hat zu massenweiser Kritik geführt. Auch wir haben jetzt unser Verlagsabo gekündigt. Wir wollen diese gruselige Propaganda schließlich nicht weiter unterstützen.

 

Das Titelbild des Spiegel hat heftige Reaktionen ausgelöst. Die Redaktion sah sich jedenfalls genötigt, eine öffentliche Stellungnahme abzugeben. Denn dort sind Fotos von Absturzopfern des Fluges MH 17 zu sehen, die ohne ihr Einverständnis oder das ihrer Angehörigen dort für Propagandazwecke abgebildet werden.

Das verstößt nicht nur gegen den Kodex des Deutschen Presserates. Das hat nichts mehr mit jenen Idealen zu tun, für welche der Spiegel-Gründer Augstein einst aufgestanden ist.

 

Angeblich gibt es jetzt Massenkündigungen beim Spiegel. Die könnten, wenn die Gerüchte stimmen, aber auch damit zusammenhängen, dass dem Spiegel schon wieder eine Manipulation der Leser nachgewiesen wird, weil er in Zusammenhang mit der Russland-Berichterstattung von einem Medienjournalisten beim Lügen erwischt worden ist. Propaganda statt Fakten, das scheint die neue Devise des Spiegel zu sein. Und nicht nur des Spiegel.

 

Heute hat ein bekannter Medienredakteur per Mail eine Nachricht von mir bekommen. Die möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, weil ich mir sicher bin, dass es demnächst nicht nur beim Spiegel viele Kündigungen geben wird. In dem Schreiben heißt es:

 

Haben auch Sie das Gefühl, häufig manipuliert und von den Medien belogen zu werden? Dann geht es Ihnen wie der Mehrheit der Menschen da draußen. Früher galt es als »Verschwörungstheorie«, dass Leitmedien uns Bürger mit Propagandatechniken gezielt manipulieren.

Warum berichten Sie nicht darüber, in welchen Lobbyorganisationen welche Journalisten vertreten sind? Und warum schreiben Sie nie über die geheimdienstlichen Hintergründe zu medialen Lobbygruppen, die Propagandatechniken und jene Formulare, mit denen man als Mitglied eines kleinen Kreises der Meinungsführer Fördergelder für Projekte zur gezielten Beeinflussung der öffentlichen Meinung in Deutschland abrufen kann?

Können Sie sich vorstellen, dass Geheimdienstmitarbeiter in Redaktionen Texte verfassen, welche dann im redaktionellen Teil unter den Namen bekannter Journalisten veröffentlicht werden?

Wissen Sie etwa nicht, welche renommierten Journalisten welcher Leitmedien für ihre Berichterstattung geschmiert werden? Und haben Sie nicht einmal eine ungefähre Vorstellung davon, wie renommierte »Journalistenpreise« vergeben werden? Da geht es im Hintergrund mitunter zu wie bei den einstigen Ehrungen der »Helden der Arbeit« in der früheren DDR – da wird häufig Propagandaarbeit ausgezeichnet. Vom Journalisten zum Propagandisten ist es nicht weit.

Derzeit erleben wir das etwa in Hinblick auf die Ukraine. Ein Netzwerk von Meinungsführern hat sich auftragsgemäß den medialen Stahlhelm aufgesetzt und soll die Bevölkerung auf Krieg vorbereiten. Es ist die gleiche Kriegshetze wie vor dem Irakkrieg und vor dem Afghanistan-Einsatz.

Das alles kommt nicht von ungefähr. Da wirken Kräfte im Hintergrund, die das Licht der Öffentlichkeit scheuen. Woher kommt das? Welche Verflechtungen gibt es zwischen Journalisten, Politik und Geheimdiensten? Schreiben Sie endlich darüber – sonst tun wir es!

Wenn Sie weiter diese miese Propaganda unterstützen, ja, dann werden wir ein Buch dazu mit all jenen Fakten und Belegen herausgeben, welche Sie so beharrlich verschweigen. Wir wär‘s also mal mit der Wahrheit? Das Märchen von Pressefreiheit und gelebter Demokratie glaubt Ihnen bald keiner mehr!

 

 

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Leser-Kommentare (32) zu diesem Artikel

09.08.2014 | 16:04

GLADIO

Werter Herr Udo Ulfkotte Sie merken an ... Schreiben Sie endlich darüber – sonst tun wir es! ... >>> tun Sie es je eher um so besser. Ich habe den Eindruck es bleibt nicht mehr viel Zeit um die Dinge zum Guten wenden zu können, kann mich natürlich auch irren. Die Weltlage des Krieges beschleunigt sich derzeit immer mehr, und die Hintergrundmächte aggieren mit ihren Schandtaten wie im Selbstlauf, das muss aufgehalten werden. Aber wir müssen auch in der realen Welt, nicht nur im...

Werter Herr Udo Ulfkotte Sie merken an ... Schreiben Sie endlich darüber – sonst tun wir es! ... >>> tun Sie es je eher um so besser. Ich habe den Eindruck es bleibt nicht mehr viel Zeit um die Dinge zum Guten wenden zu können, kann mich natürlich auch irren. Die Weltlage des Krieges beschleunigt sich derzeit immer mehr, und die Hintergrundmächte aggieren mit ihren Schandtaten wie im Selbstlauf, das muss aufgehalten werden. Aber wir müssen auch in der realen Welt, nicht nur im Netz aktiv werden. Also raus aus dem Sessel, und rauf auf die Straße. Derzeit finden in Berlin regelmäßig Montagsdemos statt (Potsdamer Platz), vielleicht kann jemand der dort die Möglichkeit hat die Sache "SPIEGEL" vortragen. Vorab können Sie die Montagsdemos (auch in anderen Städten) hier zum Teil einsehen >>> http://www.wissensmanufaktur.net/montagsdemo


07.08.2014 | 19:18

Norbert Leisten

Den Spiegel kaufen oder lesen ist genauso krank, wie Dogen kaufen und konsumieren und sich nach einem schmerzhaften Entzug wundern, dass die Realität ganz anders ist. Ich kann nur abraten, von beidem.


07.08.2014 | 13:36

Gustav Bonn

Ja ich finde es auch zum kottzen was sich unsere genannten Leidmendien hier in Deutschland leisten. Die reiste Kriegshetze die man uns hier zumutet, Göppels hätte seine wahre Freude am dem was sich der Spiegel leistet. Aber unsere öffentlich restlichen Medien sind kein deut besser, alle beteiligen sich wie abgesprochen an dieser wiederlichen Kriegshetze. Ich werde alle Zeitschriften die ich bekomme kündigen.


07.08.2014 | 10:59

Holzapfel

Solange man nicht Ross und Reiter nennt wird sich gar nichts ändern.


07.08.2014 | 09:39

Unperson

Massenhafte Abo-Kündigungen sind ein guter Anfang, reichen aber nicht, um die Elite-Journalisten zu beeindrucken. Was folgen sollte sind rechtliche Schritte gegen die Journalisten und ihre Hintermänner. Auch wenn die Erfolgsaussichten eher gering sein dürften im Land der Rechtsbeugung und Korruption, sendet ein Klageversuch ein deutliches Signal an die Gesellschaft. Nichts fürchten die Auftraggeber und Helfershelfer der Elite-Journalisten mehr, als in den Blickpunkt der...

Massenhafte Abo-Kündigungen sind ein guter Anfang, reichen aber nicht, um die Elite-Journalisten zu beeindrucken. Was folgen sollte sind rechtliche Schritte gegen die Journalisten und ihre Hintermänner. Auch wenn die Erfolgsaussichten eher gering sein dürften im Land der Rechtsbeugung und Korruption, sendet ein Klageversuch ein deutliches Signal an die Gesellschaft. Nichts fürchten die Auftraggeber und Helfershelfer der Elite-Journalisten mehr, als in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu geraten.


07.08.2014 | 09:37

Röpke

Diese Kritik bringt wenig. Ohne klare Nachweise und Namen bleibt sie auch für jemand, der täglich deutsche und internationale Presse liest, ohne Einfluß. Nichts wird sich ändern. In einer durch Zahlungen, Macht, Einfluß beherrschren Welt, genannt Demokratie, beschreibt ihre Kritik nur Normalität. Den Normalbürger interessiert es nicht.

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