Neu: Gesichtsscanner in der Straßenbahn
Udo Ulfkotte
Der Überwachungswahn treibt weltweit immer neue Blüten: Wenn Sie demnächst mal wieder Urlaub machen, dann sollten Sie wissen, was Ihnen wo blüht.
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In den Niederlanden gibt es seit Oktober 2010 Überwachungskameras mit Gesichtsscannern in den städtischen Straßenbahnen. Jeder, der in eine solche Bahn neu einsteigt, wird dabei vollautomatisch und unmerklich einem biometrischen Datenabgleich unterzogen. Wird das biometrische Profil in einer Verbrecherdatenbank gefunden, dann ertönt automatisch ein Warnton und alle Passagiere müssen sofort den jeweiligen Wagen verlassen. Vor allem in der Rotterdamer Straßenbahn-Linie-2 kommt es täglich zu Überfällen, Vergewaltigungen und Sachbeschädigungen. Mit Hilfe der Gesichtsscanner hofft man nun, die Täter abzuschrecken. Die Aktion kostet pro Jahr 200.000 Euro.
Im fernen New Orleans in den Vereinigten Staaten will man unterdessen alle Überwachungskameras wieder abschalten. In den vergangenen sieben Jahren hat man damit gerade einmal sechs Verbrechen aufgezeichnet – und nicht eines davon konnte verhindert werden. Bürgermeister Mitch Landrieu sagte jetzt, das für die Kameras und deren Auswerter ausgegebene Geld sei schlecht investiert worden. Die Kameras bleiben einfach, wo sie sind, werden nicht abgebaut – einfach nur abgeschaltet.
Auch aus der Schweiz gibt es Neuigkeiten zum Thema Überwachung: Die vom staatlichen Geheimdienst geforderte Ausweitung der Überwachungsmöglichkeiten ist erst einmal vom Tisch. An öffentlich nicht zugänglichen Orten dürfen Schweizer Geheimdienste auch künftig nicht überwachen.
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