
Am Montag dieser Woche hatte der ARD-Rechtsexperte Karl-Dieter Möller einen großen Auftritt im ARD-Frühstücksfernsehen. Es ging um den Fall Kachelmann und die Berichterstattung darüber in deutschen Medien. Der feine Herr Möller sagte auf die Frage der Vorfeldberichterstattung: »Ja, ich bin ja nun schon lange dabei, wenn ich das so sagen darf, aber das habe ich eigentlich so noch nicht erlebt. […] Ich möchte in diesem Zusammenhang wirklich mal erwähnen, dass ja die ARD und hier die Tagesschau sehr viel Haue bekommen hat, um es mal salopp zu formulieren, weil sie zurückhaltend war. Sie hat erst berichtet, als es wirklich zur Anklage gekommen ist. Und ich finde, das ist eigentlich etwas, was man einhalten sollte. Wenn die Anklage da ist, weiß man, um was es geht und dann kann berichtet werden. Alles vorher ist eigentlich reine Spekulation, reine Kaffeesatzleserei.«
Die ARD beteiligt sich demnach nicht an »reinen Spekulationen« und »Kaffeesatzleserei«, verurteilt Menschen nicht vor einer Anklage. So behauptete es der ARD-Rechtsexperte vor Millionen Zuschauern. Soweit die Fiktion. Und nun zur Realität.
Erinnern Sie sich noch an Eva Herman und an ihre Vorverurteilung durch die ARD? Am heutigen Mittwoch geht es vor dem Kölner Landgericht weiter im »Fall Eva Herman«. Die ARD wird wahrscheinlich nicht darüber berichten, dass Eva Herman inzwischen von allen Vorwürfen höchstrichterlich freigesprochen wurde und nun in ihr entscheidendes Verfahren zum Schadensersatz mit der ARD eintritt. Dabei muss die ARD nicht lange spekulieren oder im Kaffeesatz lesen: Eva Herman hat nie den Nationalsozialismus verherrlicht . Es waren Journalisten, die ihr das böswillig nachgesagt haben. Und in dem Prozess dürfte die ARD nicht eben gut wegkommen. Ob der feine ARD-Rechtsexperte Karl-Dieter Möller am Mittwoch wieder einen großen Auftritt im ARD-Frühstücksfernsehen haben wird? Ich wette darauf, dass die ARD dazu viel zu feige ist.
Denn der Autor dieses Berichtes kennt die Vorverurteilung Unschuldiger durch die ARD auch aus eigener Anschauung. Am 31. März 2004 wurden Wohnung und Büroräume des Autors Ulfkotte von Polizei und Bundeskriminalamt durchsucht. Der Vorwurf lautete auf »Verdacht auf Geheimnisverrat« und »Verdacht der Beamtenbestechung«. Die ARD-Tagesschau zögerte an jenem Tag nicht eine Minute, in ihren Sendungen sofort vorverurteilend und groß darüber zu berichten. »Wohnung des Terrorexperten Ulfkotte durchsucht« lautete die Überschrift im Hintergrund der Nachrichtensendungen. Einer der Sätze der Tagesschaumeldung lautete: »An der Durchsuchungsaktion waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft zehn Polizisten beteiligt.« Sie finden die Meldung noch an verschiedenen Stellen im Internet, wenn Sie diese Worte in eine Suchmaschine eingeben: »Wohnung des Terrorexperten Ulfkotte durchsucht | tagesschau.de«. Die ARD selbst hat den rückblickend peinlichen Bericht inzwischen aus dem Archiv gelöscht. Wie hatte ARD-Rechtsexperte Karl-Dieter Möller oben doch so schön im Falle Kachelmann formuliert: die ARD beteilige sich nicht an »reinen Spekulationen« und »Kaffeesatzleserei«, verurteile Menschen nicht vor einer Anklage. Davon habe ich als Opfer einer Hausdurchsuchung an jenem 31. März 2004 absolut nichts gespürt. Die ARD hat mich vorverurteilt. Sie hat groß über mich berichtet. Und sie hat bis heute nicht darüber berichtet, dass alle Verfahren komplett eingestellt und die Vorwürfe haltlos waren und zurückgezogen wurden. So ist das, wenn man mit GEZ-Gebühren vorverurteilt wird. Man hat es im Falle Eva Herman wie auch in meinem Falle angeblich als Staatsbürger hinzunehmen, von den medialen Volkserziehern denunziert zu werden.
Nehmen wir ein anderes Beispiel für die Verlogenheit der ARD: Der Autor dieses Beitrages hat in Zusammenhang mit der medialen Aufregung um eine geplante Koran-Verbrennung in den USA ganz bewusst erst einmal einige Tage abgewartet. Und er stellt nun die berechtigte Frage: Warum verbrennen mit GEZ-Gebühren finanzierte deutsche Sender eigentlich keinen Koran? Denn jene, die sich in den letzten Tagen über die angekündigte Verbrennung eines islamischen Buches aufgeregt haben, hatten keine Skrupel, zur besten Sendezeit in der ARD eine christliche Bibel zu verbrennen. Im Juli 2007 hat die ARD öffentlich eine Bibel verbrannt. Filmautor Tilman Jens sagte in diesem Zusammenhang stolz zur BILD-Zeitung: »Es geht darum, die Bibel als drohendes, als Angst machendes Instrument und gleichzeitig als Feuerschwert Gottes darzustellen.«
Die öffentlich-rechtliche Bücherverbrennung ist aus Sicht der öffentlich-rechtlichen Volkserzieher halt voll in Ordnung, wenn es sich um das Heilige Buch der Christen handelt. Doch ein amerikanischer Pastor, der einen Koran verbrennen wollte, wurde von der ARD zum »Radikalen« gekürt. Wer wie die ARD selbst mit Steuergeldern eine Bibel verbrennt oder wie im Falle Eva Herman einen Menschen vorverurteilt, der verdient unsere tiefste Verachtung. Die ARD ist heute offenkundig nichts anderes als die politisch korrekte Propagandaabteilung einer teuflischen Zeit. Wir alle wissen, dass wir in Deutschland sparen müssen: Sparen wir uns also die öffentlich-rechtlichen Heuchler. Und wer Parteien wählt, die das GEZ-Regime aufrechterhalten wollen, der bezahlt nichts anderes als eine »Volksverarschungsgebühr«.
Man kann in diesem Land als Steuerzahler ohnehin sehr schnell die Wut bekommen, wenn man sieht, wie unsere Steuergelder zum Fenster rausgeworfen werden. Ein aktuelles Beispiel: Da gibt es im Bonner Raum eine aus Jordanien stammende Sozialhilfeempfängerin mit 6 Kindern, die auf Kosten der deutschen Steuerzahler von mehr als 50 deutschen Polizisten rund um die Uhr Personenschutz genießt. Nicht nur die 7 Jahre alte Tochter wird im gepanzerten BMW mit Personenschützern zur Schule gefahren. Die horrenden Kosten werden wie selbstverständlich vom deutschen Steuerzahler übernommen, weil der Vater strenggläubiger Moslem ist und es nicht hinnehmen will, dass seine Frau nach der Trennung die Kinder bei sich behält. Der Moslem lebt im Nahen Osten und hat die Entführung der Kinder aus Deutschland in seine Heimat angekündigt. Umgekehrt gibt es eine wachsende Zahl ethnischer Deutscher, die hier in Deutschland als Steuerzahler von Muslimen mit dem Tode bedroht werden – und keinen Polizeischutz bekommen. Dazu gehören etwa der Holocaust-Überlebende und Islamkritiker Ralph Giordano, der Islamwissenschaftler Sven Kalisch, der Islamwissenschaftler Hans-Peter Raddatz – man könnte die Liste lange fortsetzen. Sie haben halt den Nachteil ethnische Deutsche zu sein, Bürger zweiter Klasse.
Warum ich Ihnen das alles aufschreibe? Eva Herman steht am heutigen Mittwoch vor dem Kölner Landgericht (siehe oben). Und zwar ohne Polizeischutz. Und sie wird auch nicht auf Kosten der Steuerzahler in einer gepanzerten Limousine vorgefahren. Eva Herman erhielt wegen ihrer politischen Unkorrektheit gerade erst mehrere Morddrohungen. Jeder kann und konnte es nachlesen, denn die Morddrohungen standen auch in einem sozialen Netzwerk im Internet. Es interessiert niemanden. Nicht die Medien. Und auch nicht die Polizei. Eva Herman ist halt nur eine ganz normale deutsche Steuerzahlerin. Sie muss Verständnis dafür haben, dass eine jordanische Familie einfach wichtiger ist.
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