Russland warnt: Vorsicht! Verstrahlte Blau- und Preiselbeeren auf dem Markt
Udo Ulfkotte
Jetzt beginnt die Saison der leckeren Früchte. Viele davon werden aus dem Osten importiert. Die russische Regierung hat soeben eine Tonne verstrahlte Blau- und Preiselbeeren aus dem Handel genommen. Das aber ist nur ein Bruchteil der Menge, die mithilfe der skrupellosen Lebensmittelmafia aus dem Osten zu uns kommt.
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Der stellvertretende Vorsitzende des Moskauer Ausschusses für Lebensmittelsicherheit, Anatoly Okonchuk, warnt derzeit öffentlich vor dem Verzehr von Blaubeeren, Brombeeren und anderen Früchten, die aus Weißrussland, der Ukraine und anderen östlichen Staaten über Russland in den Handel gelangen. Die importierten Früchte wiesen eine extrem hohe Strahlenbelastung auf. Nach Angaben von Okonchuk haben die Behörden allein in Moskau in der vergangenen Woche rund eine Tonne strahlenbelastete Blaubeeren und Preiselbeeren beschlagnahmen lassen. Nach russischen Angaben wird das radioaktive Obst zumeist über die 380 Kilometer südwestlich von Moskau gelegene Stadt Brjansk umgeschlagen und kommt von dort (beispielsweise über Polen) auch in die Europäische Union.
Die Beeren werden derzeit ebenso wie beispielsweise auch Pilze – vor allem Pfifferlinge – mit gefälschten Papieren in die Europäische Union eingeführt, dort umverpackt und an ahnungslose Verbraucher verkauft. Ein Beispiel: Eine Ladung Pfifferlinge aus Bulgarien hatte laut Papieren nur eine Cäsium-Belastung von 50 Bq/kg; tatsächlich lag die Belastung bei 2.470 Bq/kg. Weitere Messungen bei in Kartons verpackten Pilzen ergaben sogar mehr als 8.000 Bq/kg Frischmasse.
Nicht alle Pflanzen nehmen radioaktives Cäsium in gleicher Weise auf. Bei den Wildbeeren sind derzeit vor allem Heidelbeeren, Preiselbeeren und Moosbeeren extrem hoch belastet.
Weil die Kontrollen an den EU-Außengrenzen nur Stichproben sind, fällt es den Hintermännern leicht, die extrem belastete Ware unerkannt in die EU einzuschleusen. Regelmäßig finden etwa französische Kontrolleure strahlenbelastete Beeren oder Pilze und Beeren aus der Ukraine, die eigentlich spätestens in Polen oder Österreich bei den Grenzkontrollen hätten abgefangen werden müssen. Sie kommen dann häufig von Frankreich wieder (umdeklariert) zurück nach Deutschland oder Österreich und werden von arglosen Konsumenten gekauft.
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