Thursday, 28. July 2016
27.08.2010
 
 

Sarrazin statt Muezzin: Gründen Thilo Sarrazin, Eva Herman und weitere politisch unkorrekte Bürger eine neue Partei?

Udo Ulfkotte

Thilo Sarrazin hat mit seinen angeblich umstrittenen Äußerungen zur Zuwanderung derzeit in allen Umfragen zwischen 67 und mehr als 90 Prozent der Befragten hinter sich. Es sind Zustimmungswerte, von denen unsere angeblichen Volksvertreter Lichtjahre entfernt sind. Einige große Konzerne, die wie viele Unternehmen und Bürger mit der Politik der bestehenden Parteien mehr als nur unzufrieden sind, haben das erkannt. Sie haben eine ziemlich große Summe Geld dafür bereitgestellt, dass nun ganz diskret sondiert werden kann, welche renommierten Persönlichkeiten sich zusammenschließen und eine garantiert erfolgreiche neue Partei gründen könnten, die (wie in vielen anderen europäischen Ländern derzeit auch) die etablierten Parteien ziemlich alt aussehen lassen würde.

Völlig unabhängig davon, ob man politisch links, konservativ, oder aber ohne Einstellung ist, erkennen immer mehr Bürger, dass unsere »Volksvertreter« die Demokratie klammheimlich abgeschafft haben. In Stuttgart können beim Schwabenstreich noch so viele Menschen durch die Straßen ziehen, sie werden von der herrschenden Politikerkaste als lästige und störende Bittsteller und Kriminelle betrachtet, die man am liebsten wie in Bananenrepubliken mit Schlagstöcken und Tränengas vertreiben würde: Der Abriss begann unter Massenprotesten. Die Protestwelle erreicht Ulm und Berlin und den Schwabenstreich wird es bald schon auch in New York geben. Eine Schweizer Zeitung schreibt zur Lage in Deutschland: »Die Mitsprache der Bürger wurde in einer Weise ausgehebelt, wie dies in der Schweiz unmöglich wäre.«

Kein Zweifel, der Wille der Bevölkerung interessiert in Deutschlands Politetagen niemanden mehr. Mehr noch als beim Projekt Stuttgart 21 bekommen das die Bürger derzeit im Falle des Bundesbankers und SPD-Mitglieds Thilo Sarrazin zu spüren. Weil Thilo Sarrazin in seinem neuen Buch leicht nachprüfbare Fakten aufgeschrieben hat, die politisch nicht korrekt sind, regen sich jene Politiker auf, die sonst den Meinungsäußerungen aus dem Volke (wie in Stuttgart) selbst dann kein Gehör schenken, wenn Massen auf die Straßen gehen. Bei einer Umfrage unter (bislang) 100.000 Internetnutzern erhielt Sarrazin von 89 Prozent der Befragten Zustimmung für seine angeblich extrem umstrittenen Aussagen. Und wer Sarrazin und seinem neuen Buch auf keinen Fall Glauben schenken mag, der wird auch bei weiteren Neuerscheinungen zu den Kosten der Zuwanderung fündig, die Sarrazins Aussagen stützen und mit Zahlen und Quellen untermauern.

Sarrazins Kritiker buhlen derweil darum, wenigstens 50 Prozent der Bürger für sich zu gewinnen. Sarrazins Werte werden sie wohl nie erreichen. Thilo Sarrazin würde bei der nächsten Bundestagswahl aus dem Stand heraus weit mehr als 20 Prozent der Wählerstimmen für sich bekommen. Daran zweifelt niemand. Nun sind Neugründungen von Parteien bislang immer an zwei Dingen gescheitert: entweder am fehlenden Geld oder an nicht vorhandenen vorzeigbaren politischen Weggefährten.

Im Falle Sarrazins trifft das alles nicht zu. Immer mehr Manager ärgern sich darüber, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (wie zuletzt im Falle der Energieindustrie) ihre Kritik an der Bundesregierung zurückweist. Die Entwicklung der vergangenen Monate, von der Reaktion der Bundesregierung auf die Wirtschaftskrise bis zu ihrem Umgang mit Thilo Sarrazin, hat einige der kapitalkräftigsten deutschen Unternehmen zu einem sicherlich historisch einmaligen Schritt veranlasst. Sie sondieren derzeit hinter verschlossenen Türen die Möglichkeiten, einige bekannte Vertreter von Bürgerinteressen mit genügend Startkapital für eine neue Partei auszustatten, die die etablierten Parteien das Fürchten lehren könnte. Es gibt dabei nach uns vorliegenden Informationen erstaunlicherweise keine Vorgaben, wie eine solche Partei politisch ausgerichtet zu sein hätte. Nur demokratisch und am Grundgesetz orientiert muss sie sein. Die Geldgeber stammen aus verschiedenen politischen Richtungen. Es eint sie die wachsende Unzufriedenheit.

In einem alten ehrwürdigen Gebäude in der Frankfurter Siesmeyerstraße wurden die ersten Gespräche über die mögliche Finanzierung einer neuen Partei geführt. Und dann wurden Namen von Personen gesucht, die politisch nicht korrekt sind, aber die Meinung größerer Teile der Bevölkerung repräsentieren. In den nächsten Wochen sollen nun in aller Ruhe einige dieser Personen angesprochen werden. Zu den Namen, die in der Frankfurter Siesmeyerstraße erwähnt wurden, zählen neben Thilo Sarrazin, der jetzt aus Sicht der Unternehmer eher unerwartet wieder einmal in die Schlagzeilen geriet, auch die Politiker Friedrich Merz und Hans-Jürgen Irmer, die Wirtschaftsprofessoren Hans-Olaf Henkel, Hans-Werner Sinn, Wilhelm Hankel, der Jurist Karl Albrecht Schachtschneider, der Journalist Roger Köppel und die frühere Tagesschau-Sprecherin Eva Herman. Insgesamt sollen in nächster Zeit weit mehr als 50 Personen auf ihre grundsätzliche Bereitschaft hin angesprochen werden, beim Aufbau einer neuen politischen Bewegung unterstützend tätig zu werden. Drei Personen wurden schon angesprochen. Die Resonanz soll durchweg positiv ausgefallen sein. Im Falle Sarrazins will man mit dem direkten Kontakt noch zuwarten, bis Klarheit über seine parteipolitische Zukunft besteht. Die SPD will Deutschlands derzeit beliebtesten Deutschen ja rauswerfen. Man darf also gespannt sein, was der Hoffnungsträger vieler Menschen dann machen wird. Werden wir dann Eva Herman und Thilo Sarrazin auf Parteiplakaten sehen? Für die herrschenden Parteien wäre das wohl der GAU. Denn die etablierten Parteien würden dann wohl auch auf großzügige Parteispenden verzichten müssen. Über die dürften sich dann jene freuen, die tatsächlich Bürgerinteressen vertreten und das Volk nicht nur (wie beim Projekt Stuttgart 21) mit Füßen treten.

 

 


 

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