Saturday, 25. June 2016
21.02.2011
 
 

Schock in Deutschland: Hat Bundesbankpräsident Axel Weber bis zu 338 Milliarden Euro verzockt?

Udo Ulfkotte

Käme die nachfolgende Nachricht nicht von einem der seriösesten Wirtschaftswissenschaftler Deutschlands – man würde sie ganz sicher für einen verfrühten und extrem üblen Aprilscherz halten: Unter der Leitung des scheidenden Bundesbankpräsidenten Axel Weber hat die Deutsche Bundesbank seit dessen Amtsantritt 2004 stillschweigend weit mehr als 300 Milliarden Euro (!) an andere Notenbanken verliehen. Und es ist fraglich, ob die deutschen Steuerzahler das Geld jemals wiedersehen werden. Nicht nur der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Professor Hans-Werner Sinn, ist fassungslos.

Die Deutsche Bundesbank hat unter der Leitung von Axel Weber anderen europäischen Notenbanken stillschweigend Finanzhilfen gewährt, die alle bekannten europäischen Euro-Rettungsmaßnahmen in den Schatten stellen. Im Monatsbericht der Deutschen Bundesbank »Forderungen innerhalb des Euro-Systems (netto)« stehen jetzt 338 Milliarden Euro Schulden, die die Europäische Zentralbank (EZB) und nationale Notenbanken im Euroraum gegenüber der Bundesbank angehäuft haben. ifo-Chef Professor Hans-Werner Sinn sagte der Wirtschaftswoche dazu, der ungebremste Anstieg der Schulden des Euroraums gegenüber der Bundesbank mache »Fachleute fassungslos«. Er fuhr fort: »Wenn Länder, deren Banken die Kredite gegeben wurden, zahlungsunfähig werden, haftet Deutschland.« Diese Haftung sei aber weder demokratisch legitimiert – etwa durch den Bundestag – noch von der Bundesregierung beschlossen worden.

Klar ist nun: Neben den 250 Milliarden Euro für den Euro-Rettungsschirm (der ja noch erheblich aufgestockt werden soll), hat die von Axel Weber geleitete Deutsche Bundesbank finanzschwachen Staaten stillschweigend in einem Volumen Finanzhilfen gewährt, die alle europäischen Rettungsmaßnahmen in den Schatten stellen. Auf die deutschen Steuerzahler, die davon noch gar nichts wissen, kommen nun wohl gewaltige Milliardenlasten zu. Dann allerdings wird Axel Weber nicht mehr im Amt sein – er verlässt die Deutsche Bundesbank am 30. April 2011.

 

 


 

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