Freitag, 9. Dezember 2016
09.12.2010
 
 

Trümmerfrau Angela Merkel: So vernichtet sie die Ersparnisse der Bundesbürger

Udo Ulfkotte

Nach dem Zweiten Weltkrieg haben deutsche Trümmerfrauen das vom Krieg zerstörte Deutschland aus Ruinen wieder aufgebaut. 65 Jahre später ist eine neue Trümmerfrau angetreten, das von zwei Generationen Erschaffene mitsamt dem Ersparten wieder zu zerstören: Angela Merkel, einst erfolgreiche sozialistische FdJ-Aktivistin in der DDR, hat das Ansehen der Bundesrepublik mit ihrem Vorgehen überall in Europa zerstört wie kein Kanzler vor ihr. Und nun vernichtet sie auch noch die Ersparnisse der Bundesbürger.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat offenkundig den Ernst der Lage erkannt: Er hat Angst vor den Bürgern. Denn wenn diese eine neue Anti-Euro-Partei gründen, die zu retten versucht, was noch zu retten ist, dann sieht es düster aus für die obersten Vermögensvernichter um Angela Merkel. Gerade erst wurden wirtschaftliche Studien veröffentlicht, die jeder Bundesbürger vor dem Hintergrund der Euro-Krise kennen sollte: Das renommierte Handelsblatt schreibt dazu:
»So dürfte ein Ende des Euros dem ohnehin angeschlagenen Bankensystem den Todesstoß versetzen – weil es in den Ländern, die aussteigen, wahrscheinlich zu einem Run auf die Banken käme (…) Die Menschen würden versuchen, ihr Geld in Sicherheit zu bringen – um zu verhindern, dass ihre Ersparnisse in die neue Währung umgetauscht werden, die dann an den Devisenmärkten abwertet. Zudem dürfte ein Ende des Euros eine Kaskade von Staatsbankrotten provozieren ...«

Auf den zitierten »Run auf die Banken« hat sich die Bundesregierung längst vorbereitet, wie wir gerade erst bei KOPP Exklusiv mit allen Details gemeldet haben. Die einzig vernünftige Frage lautet derzeit einfach nur noch: Wie bringt man seine Ersparnisse vor der unser aller Vermögen vernichtenden Trümmerfrau Angela Merkel und ihren Gesinnungsgenossen in Sicherheit? Als der Discounter Lidl am Montag eine 100-Euro-Goldmünze »Würzburg« für 559 Euro anbot, da war diese binnen Minuten ausverkauft. Auch Lidl-Kunden fliehen mithin schon in Edelmetalle. Intelligente Goldkäufer wissen nämlich: Es ist nicht der Goldpreis, der derzeit beständig steigt. Es ist vielmehr das Papiergeld, das beständig an Wert verliert. Gold hat seinen Wert (im Gegensatz zum Papier) eben über Jahrtausende hin bewahrt …

Angela Merkel zieht derweilen eine Schneise der Verwüstung durch Europa. Und der Kurs des Euro fällt mit jeder Pressemitteilung der deutschen Bundeskanzlerin. Gerade erst haben die Tschechen bei einer Umfrage mit einer überwältigenden Mehrheit von 70 Prozent entgegen den bestehenden Verträgen mit der EU entschieden, dass sie den zur Weichwährung mutierenden Euro nicht übernehmen und lieber ihre tschechische Krone behalten werden. In deutschen Medien wurde darüber bislang – natürlich – kein Wort verloren. Der tschechische Premierminister Necas sagte bei einer Fernsehsendung, niemand könne die Tschechen nun noch dazu zwingen, die Weichwährung der Europäer einzuführen. Ähnlich äußerte sich auch der polnische Zentralbank-Gouverneur Belka. Auch die Polen wollen den einst von Polit-Gangstern wie Helmut Kohl und Theo Waigel schön geredeten weichen Euro nun nicht mehr.

Deutsche Sparer bekommen unterdessen eine Hiobsbotschaft nach der anderen, ein Beispiel: Ein Urteil des Landgerichts Berlin sorgt für Aufregung: Anleger können bei einer Bankpleite künftig nur noch maximal eine Entschädigung in Höhe der gesetzlichen Einlagensicherung gerichtlich einklagen. Auf die weit üppigeren Versprechen des freiwilligen Einlagenschutzes der Banken gibt es dagegen jetzt keinen Rechtsanspruch mehr.

Sicher ist in jedem Falle, dass der Euro auch ohne Bankencrash immer weniger wert sein wird. Und klar ist: Nicht nur die Finanzelite hat versagt.

Es passiert gerade das, was uns Trümmerfrauen wie Angela Merkel vor wenigen Monaten noch als angeblich »undenkbar« verheißen haben – der ganz große Crash rollt auf uns zu. »Die Geschichte der Finanzwelt ist voll mit Ereignissen, in denen sich in atemberaubender Geschwindigkeit Undenkbares zu Unvermeidbarem verändert hat«, schreibt nun auch der Economist. Das Risiko steigt momentan weiter an, dass ein Auseinanderbrechen der Eurozone bald zu einem solchen unvermeidbaren Ereignis mit dem folgenden Crash wird. Dafür bezahlen müssen in jedem Fall die Bundesbürger. Und zwar mit dem einzigen Wert, den die Bundesregierung noch im Visier hat: den Ersparnissen der Bürger. Da locken mehr als 4,8 Billionen Euro der Deutschen, mit denen die Bundeskanzlerin nun pokert.

Tag für Tag lässt die Bundeskanzlerin nun verstreichen, ohne die Reißleine zu ziehen und die ersparten Vermögen der Deutschen zu retten. Viele Deutsche wären froh, wenn der Alptraum Euro endlich beendet und wieder eine D-Mark-II eingeführt würde. So hat sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung dafür ausgesprochen, das Fass ohne Boden für die deutschen Steuerzahler endlich zu schließen. Auch Prof. Dr. Wilhelm Hankel, einer der Karlsruher Kläger gegen den Euro, sagt: »Wenn man eine neue Währung einführt, die nichts taugt, dann kann man sie auch wieder abschaffen. Die ganze Geldgeschichte ist voll von liquidierten Währungen, die nichts getaugt haben. (…) Deutschland kann nicht weiter fortfahren für bail-outs zu bezahlen, ohne selbst bankrott zu werden.«

Die Wirtschaftsberater der britischen Regierung haben soeben mitgeteilt, dass der Euro nun vor dem offenkundigen Kollaps steht. Und die Sparguthaben der Bürger in der Eurozone werden sich dann weitgehend in Nichts auflösen. Zu verdanken haben das die Deutschen dann vor allem der Trümmerfrau Angela Merkel. Wie aber kann es sein, dass eine Bundeskanzlerin etwas tut, was deutschen Interessen total widerspricht? Es war immerhin Angela Merkel, die vor wenigen Jahren als Vorkämpferin der Deregulierung der Finanzmärkte auftrat: Die von der Bundeskanzlerin mit der Förderung des Verbriefungsmarktes (so hatte sie es im alten Koalitionsvertrang 2005 unterschrieben, Randziffer 3620 »der Ausbau des Verbriefungsmarktes«) angekurbelte Finanzkrise erreicht nun ihr gefährlichstes Stadium. Und jetzt schreit die Trümmerfrau dreist nach der Regulierung der Finanzmärkte.

Deutsche Steuerzahler haften heute (entgegen dem Maastrichter Vertragstext) für die Schulden der übrigen Euro-Staaten. Die Rating-Agenturen sehen die Mitgliedschaft in der Eurozone immer mehr als Schwäche. Und die Ausfallversicherungen für Bundesanleihen sind inzwischen teurer als jene für US-Regierungstitel. Im Klartext: Kaum jemand unter den Investoren vertraut noch darauf, dass wir Deutschen diese Krise überwinden werden. Wir Deutschen hatten einmal eine Währung, die stabil war wie der Schweizer Franken. Das ist Vergangenheit.

Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) hat nun im Handelsblatt mit Angela Merkel und ihrem Versagen bei der Euro-Krise abgerechnet. Schmidt geht mit der Bundeskanzlerin hart ins Gericht und wirft ihr Unfähigkeit vor: »Wir brauchen Personen in den Spitzenämtern, die ein Verständnis von der heutigen Wirtschaft haben.«

Zu diesem Wissen gehört: Deutschland hat in absoluten Zahlen die höchste Staatsverschuldung in der EU. In absoluten Zahlen ausgedrückt liegt Deutschland im Jahr 2010 mit einer prognostizierten Gesamtverschuldung von 1,884 Billionen Euro an der Spitze der europäischen Schuldenstaaten.

Wer sein Geld nun nach reiflichem Überlegen nicht jeden Tag von der Bank abholt, es dann in Silber oder Gold anlegt, der wird sich wahrscheinlich schon bald die Frage stellen müssen, warum er so lange so vielen Lügen der deutschen Politik geglaubt hat. Dann aber ist sein Vermögen einfach weg. Unsere Vorfahren haben das erlebt. Auch wir werden es erleben. Und es wird einige wenige geben, die vorsorglich gehandelt und ihr Geld von der Bank geholt und in sichere Anlageformen umgeschichtet haben. Jene, die das nicht getan haben, werden dann die Bundeskanzlerin an ihren Spruch aus dem Oktober 2008 erinnern: »Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein.« Die Bundesregierung wird dann allerdings mehr als pleite sein.

 


 

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