Samstag, 3. Dezember 2016
03.11.2010
 
 

Überraschung durch jemenitische Paketbomben? Nein, nein – die Sicherheitsbehörden waren gewarnt

Udo Ulfkotte

Angeblich wurden die Sicherheitsbehörden von den jüngsten aus dem Jemen kommenden Paketbomben, die an Bord von Frachtflugzeugen transportiert wurden, völlig überrascht. Angeblich gab es in den vergangenen Monaten nicht den geringsten Hinweis auf bevorstehende Anschlagsversuche mit Hilfe von Frachtflugzeugen. Nun, Sie sitzen doch gerade vor einem Computer. Dann nehmen Sie jetzt Ihre Maus in die Hand. Und gemeinsam suchen wir die Wahrheit.

Am 2. September 2010 (also rund zwei Monate vor den nun aufgetauchten jemenitischen Paketbomben) ist 18 Kilometer vom Flughafen Dubai entfernt ein UPS-Frachtflugzeug abgestürzt. Die Boeing-747 befand sich auf dem Flug nach Köln/Bonn. Unmittelbar nach dem Start gab es eine Explosion an Bord, es gab einen Feuerball, das Flugzeug brach auseinander und stürzte ab. Die zwei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. In den vergangenen acht Wochen wurde der Flugschreiber ausgewertet. Die Absturzursache war demnach eine Explosion im Frachtraum. Die Amerikaner haben angekündigt, die Untersuchungen zu diesem Flugzeugabsturz neu aufzurollen, nachdem die Luftfahrtbehörde von Dubai (GCAA) aus amerikanischer Sicht die Aufklärungsarbeit behindert hatte und wahrheitswidrig behauptete, es habe an Bord des Flugzeuges keine Explosion gegeben. Der Terrorberater der Obama-Regierung, John Brennan, hat nun in einem CNN-Interview angekündigt, untersuchen zu lassen, ob die abgestürzte UPS-Maschine »zufällig« ein Paket aus dem Jemen transportierte.

Fünf Wochen vor dem UPS-Absturz von Dubai stürzte am 27. Juli 2010 eine Frachtmaschine der Lufthansa in Riad ab. Nach den ersten Berichten gab es an Bord der mit 80 Tonnen Fracht beladenen MD-11 einen Feuerball, das Flugzeug brach im Landeanflug auseinander und stürzte ab. Die zwei Piloten überlebten verletzt. Das Flugzeug war in Frankfurt gestartet und hatte auf dem Weg nach Hong Kong Zwischenstopps in Riad und Sharjah.

In Luftfahrt-Sicherheitskreisen wird in diesen Tagen ausdrücklich drauf hingewiesen, dass neben den oben genannten überraschenden Explosionen von Frachtflugzeugen noch drei weitere »Vorfälle« aus den vergangenen Wochen bekannt seien. Danach wussten Luftfahrt-Sicherheitskreise intern, dass es Anschlagspläne mit Hilfe von Frachtmaschinen gegeben hat. Die Äußerungen von »Experten«, die nun in den Medien Überraschung äußerten, seien ebenso unverständlich wie die Aktivitäten der politisch Verantwortlichen, die ebenfalls seit Wochen schon unterrichtet gewesen seien.

Und auch der israelische Transportminister Yisrael Katz hat inzwischen mitgeteilt, dass sein Land schon vor der offiziellen Entdeckung der jementischen Paketbomben Kenntnis davon gehabt habe, dass Paketbomben aus dem Jemen in Frachtflugzeugen explodieren würden. Er sagte etwa: »Seit Donnerstag sind israelische Vertreter in sensiblen Flughäfen vor Ort gewesen und haben Lieferungen nach Israel gesichert.«

Man hat es also gewusst. Und man hat bis zuletzt gewartet. Warum nur?

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