Thursday, 23. October 2014
04.08.2011
 
 

Unglaublich: So dreist haben uns die Pleite-Griechen betrogen

Udo Ulfkotte

Die offiziellen deutschsprachigen Medien stellen die griechische Schuldenkrise gern so dar, als ob die griechische Regierung bei der Auflistung von Verbindlichkeiten einige Zeit ein wenig mit südländischer Mentalität geschludert habe. Irgendwie können die Griechen ja nichts für ihre Lage, so das verbreitete Bild. Doch nun haben griechische Zeitungen Briefe des Athener Finanzministeriums an den früheren Ministerpräsidenten veröffentlicht. Und danach wusste die frühere Regierung Karamanlis ganz genau, was passierte und wer am Ende dafür aufkommen würde: allen voran die Deutschen.

Seit längerer Zeit schon ist Kostas Karamanlis meist verschwunden. Das ist jener ehemalige griechische Ministerpräsident, der Griechenland in den Staatbankrott führte. Man weiß jetzt, was dieser Mann zu verbergen hat. Die Athener Sonntagszeitung To Vima tis Kyriakis veröffentlichte jetzt vier Schreiben der früheren Regierung Karamanlis aus dem Jahre 2008. Danach war Karamanlis mindestens seit 2008 bekannt, dass der Staatsbankrott Griechenlands drohte. Doch die Rettungsmaßnahmen, die ihm seine Fachreferate vorschlugen, lehnte er ab. Denn notfalls würde ja die EU zahlen. Verheerender noch: Karamanlis hat das Land direkt in die Katastrophe getrieben. So hat der damals als Staatssekretär im Athener Finanzministerium arbeitende Petros Doukas an Kostas Karamanlis ein Warnschreiben gerichtet, in dem er diesen auf die volkswirtschaftliche Lage des Landes und die Folgen hinwies: Die gigantischen Staatsschulden

beinhalteten die Gefahr, dass Athen auf den internationalen Märkten keine Kredite mehr erhalten werde. Und dann komme der Staatsbankrott. Im Oktober 2008 schrieb Petros Doukas dem damaligen Ministerpräsidenten, er brauche jetzt 40 Milliarden Euro fürs Finanzministerium. Und die werde er an den Märkten nur bekommen, wenn diese absolutes Vertrauen in die Stabilität Griechenlands hätten. Das Finanzministerium schlug zugleich vor, wie man dieses Vertrauen gewinnen könne. Etwa durch Privatisierungen staatlicher Telefon- und Erdölgesellschaften, der staatlichen Postbank, der Hafengesellschaften Piräus und Thessaloniki und der staatlichen Lotterie. Hinzu kommen sollten höhere Einkommenssteuern, Streichungen bei den Rüstungsausgaben und Börsengänge von Flughäfen und Häfen. Das Finanzministerium schrieb in einem weiteren Brandbrief kurz vor Weihnachten 2008 an Karamanlis:

 

»Die Finanzlage wird sich in den nächsten Monaten verschlimmern. Wir werden großem Druck ausgesetzt sein.«

Der damalige Ministerpräsident Kostas Karamanlis lehnte jedoch jegliche Einsparungen und Privatisierungen ab. Er war darüber informiert, dass er sein Land mit diesem Vorgehen direkt in den Staatsbankrott treiben würde. Karamanlis vertrat die Auffassung, dass die EU (und allen voran Deutschland) schon für die Folgen seiner Politik bezahlen werde. Hauptsache, er konnte noch einige Monate im Amt bleiben und die Macht genießen.

Alle Maßnahmen, die damals das Finanzministerium vorgeschlagen hat, wurden nun letztlich doch in Zusammenhang mit den Griechenland-Rettungspaketen durchgesetzt. Die Folge ist mehrfach schlimm: Die Griechen werden nun den Staatsbankrott nicht mehr abwenden können und werden auch noch ihre staatlichen Unternehmen verlieren. Und EU-Staaten müssen immer neue Milliarden nach Athen überweisen.

 

 


 

 

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