Sunday, 2. October 2016
07.11.2012
 
 

Obamas Wiederwahl: Warum der Goldpreis demnächst steigen wird

Udo Ulfkotte

Für Goldanleger ist die Wiederwahl Obamas eine wirklich beruhigende Nachricht. Denn bei einer Wahl des Republikaners Mitt Romney wäre der Goldpreis garantiert gefallen. So aber wird er mittelfristig nur einen Weg kennen: nach oben.

Der zuletzt volatile Goldpreis wird in den nächsten Monaten kräftig weiter steigen. Schon vor der Wiederwahl Obamas gab es dafür deutliche Signale: Die Notenbanken kauften Gold, die Realzinsen sind negativ und die Währungen werden abgewertet. Vor diesem Hintergrund muss die Beliebtheit des Edelmetalls weiter ansteigen. Die ausufernden Sorgen um eine wachsende Inflation verstärken

diesen Trend noch. Die Geldflut wird zudem ganz sicher ihren Weg zum Gold finden, das im Gegensatz zur Währung nun einmal nicht beliebig vermehrt werden kann.

Allein im April 2012 kauften die Zentralbanken der Schwellenländer 36 Tonnen Gold, nach 81,2 Tonnen im März. Der größte Abnehmer war die Türkei, die 29,7 Tonnen zukaufte und ihre Goldreserven auf 239,3 Tonnen aufstockte. Die Philippinen steigerten ihre Goldbestände um 32,13 Tonnen auf 194,24 Tonnen im März, das war der größte Zukauf seit September 2008. Mexiko stockte im April 2012 um 2,92 Tonnen auf 125,50 Tonnen auf, Kasachstan um 2,02 auf 98,19, die Ukraine um 1,4 auf 30,61 und Sri Lanka um 2,18 auf 7,81 Tonnen. Und das ging Monat für Monat so weiter. Auch Investoren und Kleinanleger setzen seit geraumer Zeit wieder auf Gold. Es geht ihnen dabei nicht um Zinsen oder eine Rendite, sondern vor allem um Sicherheit. Mit dem Wahlsieg Obamas werden die Zeiten für Kapitanlanleger nun ganz sicher unsicherer.

Der Sieg Obamas bedeutet, dass die Amerikaner allenfalls ein langsames Wirtschaftswachstum und mehr staatliche Eingriffe in die Wirtschaft bekommen werden, also mehr Regulierung – und das ist für die US-Wirtschaft und die Entwicklung der Arbeitsplätze ganz sicher nicht förderlich. Gewonnen hat die Parole »weiter so«. Man sollte das auch als Anleger im deutschsprachigen Raum erkennen. Schon einmal haben die Deutschen Barack Obama nach seinem ersten großen Wahlsieg und dem Einzug ins Weiße Haus als Messias und Heilsbringer gefeiert. Man hielt ihn für einen Europäer und für den westlichsten Kandidaten. Doch wer ehrlich ist, der kann heute nur sagen: Das war ein Trugschluss, denn Obama hat alle Versprechen gebrochen. Das Gefangenenlager Guantanamo wurde nicht abgerissen, sondern ausgebaut. Obama versprach eine Einwanderungsreform – und brach sein Versprechen. Friedensnobelpreisträger Obama hat die Kriege in Nahost ausgeweitet. Und er hat in den USA keine Jobs geschaffen. Heute sind mehr Amerikaner arbeitslos als bei seinem Amtsantritt. Wer glaubt da als Anleger noch an seine jüngsten Versprechen? Man wird jedenfalls nicht in den USA investieren.

 

Warum wird jetzt wieder verstärkt in Gold investiert werden? Die längste Lebensdauer einer Papiergeldwährung liegt bisher bei etwa 200 Jahren (US-Dollar). In dieser Zeit hat der amerikanische Dollar allerdings rund 95 Prozent seiner Kaufkraft eingebüßt. Ein Gramm Gold hat heute allerdings noch immer jene Kaufkraft, die es auch vor 200 oder vor 2.000 Jahren hatte.

 

Schauen Sie sich die Lage in jenen Teilen der Welt an, wo vor wenigen Jahren noch großer Wohlstand dauerhaft und wie selbstverständlich gesichert schien: Ein US-Haushalt im Schuldendesaster und in Europa immer mehr Streit darüber, wer künftig für die Schulden der anderen aufkommen soll. Wer Ersparnisse hat, der ist verunsichert. Und auch die Börsen sind seit der Pleite der Lehman Bank im September 2008 nervös wie nie. Doch die Rettung glänzt. Für viele Anleger zumindest. Immer mehr Menschen flüchten ins Gold und tauschen ihre Ersparnisse gegen das Edelmetall ein. Die Leute haben ganz einfach Angst, dass das Geld, das sie ihr Leben lang erarbeitet haben, von heute auf morgen weniger oder plötzlich nichts mehr wert ist. Und der Sieg Obamas hat diese Angst bei vielen Menschen verstärkt. Goldkäufer betreiben Krisenvorsorge.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

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