
Der amerikanische Bundesstaat Kalifornien will die Umwelt schonen und Öl einsparen. Was liegt da näher als eine Kampagne, das Öl im Motor der Fahrzeuge nicht so häufig zu wechseln? Die Bürger sollen die Fahrzeuge künftig so lange wie möglich ohne Ölwechsel fahren. Amerikanische Werkstätten lassen sich beim Ölwechsel von ihren Kunden jetzt unterschreiben, dass diese darüber informiert wurden, dass der Ölwechsel noch länger hinausgezögert werden könnte – ohne dem Motor zu schaden. Sie haben Angst davor, ansonsten später wegen Vergeudung von
Ressourcen verklagt zu werden. Vielleicht werden Ölwechsel ja in absehbarer Zeit ganz verboten, die Autoindustrie würde das sicher erfreuen. Man könnte so jedenfalls Ressourcen einsparen. Und man könnte das alles auch mit der angestrebten sozialen Gerechtigkeit begründen - schließlich kann sich nicht jeder den Ölwechsel leisten. Irgendwann sind dann zwar alle Fahrzeugmotoren defekt. Aber wir haben endlich etwas mehr soziale Gerechtigkeit und zugleich Ressourcen eingespart.
Wenn Sie länger nicht mehr in den USA waren, dann werden Ihnen ohnehin einige Neuerungen auffallen. So lassen sich immer mehr Restaurants von ihren Kunden unterschreiben, dass diese scharfe Gewürze wünschen und auch vertragen. Und in manchen Restaurants muss man scharfe Speisen jetzt schon VOR dem Verzehr bezahlen.
In Spanien sollten Sie beim nächsten Aufenthalt auf keinen Fall mehr Orangensaft trinken – weder frisch gepresst noch aus der Tüte. Wissenschaftler der Universität Valencia haben Orangensaft in 190 spanischen Bars und Restaurants untersucht. Das Ergebnis war erschreckend. In vielen servierten Gläsern Orangensaft gab es reichlich Salmonellen und Coli-Bakterien – die Hygiene der Spanier ist schuld. Die Briten werden über ihre großen Medien gerade vor dem Konsum von Orangensaft in Spanien gewarnt, die Deutschen, Österreicher, Schweizer und Niederländer schauen politisch korrekt weg und schlucken es runter. Wohl bekomm‘s…
Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch für die Briten. Die stufen die Occupy Wall Street-Bewegung im eigenen Land jetzt als Terroristen ein. Das mag auf den ersten Blick etwas übertrieben erscheinen, aber auch renommierte britische Medien stellen die Teilnehmer der Bewegung in London inzwischen erstaunlicherweise als kiffendes, saufendes Gesindel dar.
In Deutschland will die Linkspartei der Polizei Pfefferspray verbieten. Deutsche Polizisten brauchen als Ausrüstung eigentlich nur noch Wattebäuschchen, mit denen sie bei Einsätzen um sich werfen können. Wenn unsere ausländischen Mitbürger – wie gerade in Bottrop – sich nach Mordanschlägen auch noch im Gerichtssaal prügeln, dann schaut die deutsche Polizei wohl künftig einfach besser weg.
In Schweden ist ein 46 Jahre alter Mann zu vier Jahren Haft verurteilt worden, weil er sieben Jahre lang Sozialhilfe für eine angeblich geisteskranke Tochter bezogen hatte. Interessant ist das Urteil, weil die schwedischen Medien sich ebenso wie die Richter ausschließlich auf die zu Unrecht bezogene Sozialhilfe konzentrieren – dabei wurde die angeblich geisteskranke Tochter von dem
Mann zwischen 2003 und 2010 daheim eingesperrt (das Kind durfte nicht einmal in die Schule und wurde als »Geisteskranke« daheim betreut). Wir kennen solche Fälle ja aus Österreich, aber in Schweden interessiert sich offenkundig kaum einer für das Schicksal des Mädchens, sondern jeder erst einmal für die missbräuchlich bezogene Sozialhilfe.
Und dann gibt es da noch die Geschichte über sturzbetrunkene und grölende Manager, die Fluggäste und Flugbegleiter bedrohten und gefesselt werden mussten, das Klebeband aber durchbissen. Nein, das ist keine Filmszene, sondern Teil kanadischer Gerichtsunterlagen.
Nur in Deutschland gab es die letzten 24 Stunden keine wirklich interessante neue Nachricht. Halt, doch: Auch die Bundesbank kriegt langsam kalte Füße. Sie kommuniziert jetzt ihre Zweifel am jüngsten Gipfel-Beschluss der Euro-Staaten zur Euro-Rettung. Und auch sie warnt schon mal verhalten davor, dass Europa vor dem Crash stehe. Es ist offenkundig Zeit, darüber nachzudenken, einen Teil der Früchte der eigenen Arbeit zu sichern und auch Gold als langfristigen Wertspeicher einzusetzen. Und zwar völlig unabhängig vom aktuellen Goldpreis. Intelligente Menschen verstehen das, bei allen anderen ist es ohnehin zwecklos...
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