Monday, 30. May 2016
20.08.2015
 
 

Migration als Waffe: Die Bundesregierung versagt komplett

Willy Wimmer

Das war eine Aussage des Herrn Bundesinnenministers Dr. Thomas de Maizière, wie sie dramatischer nicht sein konnte. 800 000 Menschen kommen in diesem Jahr aus den unterschiedlichsten Gründen nach Deutschland, ohne sich zum größten Teil darum zu scheren, ob ihnen dieser Zugang erlaubt ist oder sie einen Grund haben, auf Dauer oder eine gewisse Zeit in Deutschland bleiben zu können.

 

Da spricht dann unser Bundesinnenminister, den man in dem vergangenen Jahr kaum öffentlich sehen konnte, von einer gewaltigen Herausforderung für Deutschland. Was immer es sein kann, eines ist dabei sicher. Diese Herausforderung hat der derzeitige Bundesinnenminister in keinem Fall bestanden. Man kommt ins nostalgische Schwärmen, wenn man dabei an Amtsinhaber wie Helmut Schmidt oder Gerhard Schröder denkt, die sich Aufgaben stellten und nicht von Ihnen hinweggespült wurden.

 

Damit kein falscher Eindruck aufkommt. Es ist die gesamte Bundesregierung, die ihren Aufgaben in diesem Zusammenhang nicht gerecht wird. Da denkt man schon an den alten Industriellen-Spruch: entweder neue Zahlen oder neue Gesichter.


Dabei ist eine Regierung gemeint, die die Probleme angeht. Die Frau Bundeskanzlerin hat über Wochen frische Bergluft geschnuppert, als deutsche Kommunen in die Knie gingen und Tausende von Menschen sind ertrunken, als auf europäischer Ebene herumgestümpert wurde. Wo ist ihr Wort, wo werden die deutschen Gesetze und die politischen Konzepte überprüft, wo trommelt sie die »Küsschen hier und Küsschen da«-Europa-Spitzen zusammen?

 

Der britische Premierminister Cameron hat es da gut. Zuerst haben er und sein Vorgänger vom Irak über Syrien bis nach Libyen die dortigen Länder mit Krieg überzogen, den Menschen Gegenwart und Zukunft genommen und dann macht er seine Insel dicht. Menschen ohne Recht auf Einreise sind unerwünscht. Er sagt es und die Bilder von den Tunnel-Knackern verschwinden aus den öffentlich-rechtlichen und privaten Medienanstalten.


Von unseren französischen Freunden wollen wir in diesem Zusammenhang kaum reden. Sie lassen von Syrien bis Schwarzafrika zu Lasten der Menschen den französischen Interessen mit Waffengewalt freien Lauf und verhalten sich absolut stickum, wenn es um die auch nur zeitliche Aufnahme fremder Menschen geht. Vermutlich darf die Frau Bundeskanzlerin bei Präsident Obama noch nicht mal nachfragen, wie es mit der Aufnahme von Menschen in den USA steht, deren Lebensgrundlagen von amerikanischen Waffen weltweit, aber auch zwischen Afghanistan und der südlichen Sahara, vernichtet worden sind.

 

Die Staaten, die durch Angriffskriege Migration verursachen und die Folgen anderen aufbürden, sollten an die gescheiterte Konferenz von Evian vor dem Zweiten Weltkrieg und die schrecklichen Folgen denken. Es muss unter allen Umständen verhindert werden, dass sich die heutige Entwicklung weiter zur Migrationswaffe ausbaut. Heute schon gibt es öffentlich vorgebrachte Hinweise darauf, dass diese Entwicklung ganz oder in Teilen aus angeblich befreundeten Staaten befeuert wird. Wie anders können die Bilder von der griechischen Insel Kos gedeutet werden.

 

Die in die Zehntausenden gehende Zahl von Menschen, die an der türkischen Küste darauf warten, nach EU-Europa geschleust zu werden, haben diese Plätze mit Billigung der türkischen Regierung einnehmen können. Hat irgendjemand vernommen, dass unser viel reisender Herr Außenminister in Ankara deshalb vorstellig geworden ist oder die Frau Bundeskanzlerin den Herrn Präsidenten Erdoğan in Ankara aufgesucht hat?

Die regierungsamtliche Untätigkeit, die auf europäischer Ebene weiter fortgesetzt wird, lässt Vermutungen zu. Entweder sind die Regierungen völlig unfähig oder es sollen Konzepte an der eigenen Bevölkerung vorbei umgesetzt werden. An den Haaren herbeigezogen? Mitnichten, denn die Meinungshoheit über die NATO-Medien haben längst Gruppen übernommen, die eine selbstgesetzte Agenda haben. Sie nutzen jetzt den Staat, ihre Konzepte umzusetzen. Wo sind die fundierten Stellungnahmen unserer Botschafter, die doch eine eigene Meinung zu den Krisenregionen und damit zu den Somalias und Eritreas dieser Welt haben.

 

Warum wird nicht die Auseinandersetzung mit den Councils mit Eigeninteresse gesucht, wenn die eigene Regierung es begründet besser weiß? Es muss nur noch ein Krieg über die Ukraine ausbrechen und die amerikanische Vorstellung von einem untergehenden Europa dürfte verwirklich werden. Wie anders soll der bewusste Putsch auf Veranlassung von Frau Nuland gegen die europäische Verständigungslösung in Kiev denn bewertet werden?

Wenn unsere Regierungen etwas können, dann ist es das abschätzige Urteil über die Menschen, die aus den Balkanstaaten nach Österreich und nach Deutschland kommen. Wer hat denn die Lebensgrundlage mit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien für diese Menschen zerstört? Wer kann sich mit den USA nicht darüber verständigen, wie die Konzepte für den Balkan aussehen könnten und dadurch den gesamten Balkan auf Jahrzehnte von jeder prosperierenden Entwicklung abgekoppelt? Der jüngste Stunden-Besuch der Frau Bundeskanzlerin in Belgrad hat erneut die europäische Hinhaltetaktik deutlich gemacht. Heiße Luft und europäische »Fata Morgana« gibt den Menschen zwischen Tirana, Priština und Niš kein Stück Brot in die Hand. Das soll Europa sein?

 

So wird Verrat an unseren Nachbarn geschrieben. Es ist gut, wenn hohe kirchliche Repräsentanten mal nicht nur an die Mehrung irdischer Dinge in ihren heimischen Sprengeln denken, sondern sich mal an Ort und Stelle umsehen. Allerdings ist die Frage erlaubt, warum sie Papst Franziskus in seinem Einsatz gegen die willkürlichen Kriege, die doch die Ursache für diese Entwicklungen sind, aus Deutschland so alleine lassen? Dabei sieht der Mann aus Rom die Dinge doch richtig.

 

Es ist der Westen, kriegsgeil wie lange nicht mehr, der die Welt ins Unglück stürzt und jetzt bei sich selbst anfängt. Es gibt in meiner rheinischen Heimat einen besonders klugen Satz. Danach sollte man keinen »Heiligen anbeten, der keine Wunder tut«. Unsere Regierungen sind in diesen Fragen nicht nur unfähig, sie ziehen auch keine Konsequenzen aus einer offenkundig gescheiterten Politik. Sie stehen gegen die Interessen ihrer eigenen Völker. Warum sind sie noch in ihren Ämtern?

Das sind Dinge, die wir selbst zu klären haben und man kann nur hoffen, dass es auf Dauer so etwas wie freie Wahlen gibt. Nichts von dem darf auf dem Rücken der Menschen ausgetragen werden, die aus welchen Gründen auch immer hier sind oder demnächst eintreffen werden. Wir sind verpflichtet, die nationalen Standards und die internationalen Regeln peinlich genau und mit Herz einzuhalten.

 

Es ist gut 25 Jahre her, dass wir unsere Turnhallen und öffentlichen Räume zur Verfügung stellen konnten. Wir sollten aber auch nicht die Augen davor verschließen, dass Zeitgenossen der unterschiedlichsten Provenienz die heutige angestrengte Lage mit einer Bereicherungsmöglichkeit verwechseln. Der Staat ist nicht dazu da, Geld in Kanäle zu schaufeln. Er muss die Dinge in die Hand nehmen, will er die Zustimmung der hier bereits seit Generationen lebenden Menschen behalten.

Wenn die noch im Amt befindlichen Regierungen und EU-Repräsentanten die Kriege nicht umgehend beenden und ihre Politik gegenüber den Menschen und Staaten dieser Welt nicht grundlegend ändern, gehen ohnehin die Lichter aus. Man muss nicht daran denken, dass sich die mehr als 50 Millionen chinesischer Wanderarbeiter auf den Weg machen, die chinesischen Grenzen zu überqueren, wie es nach 1990 in Sibirien und Russisch-Fernost millionenfach bereits geschehen konnte. Indien dürfte bei Millionenzahlen durchaus mithalten können, wie bereits die anfallenden Migranten aus Pakistan deutlich machen. Denken sollte man daran, dass es deutsche, niederländische und EG-europäische Konzepte gegeben hat, auf die zu erwartende Entwicklung angemessen reagieren zu können.

Bis zu dem Augenblick, als die USA anfingen, mit ihrem Konzept der allein verbliebenen Supermacht sich den Globus unter den Nagel zu reißen, wurde daran gearbeitet, unseren Nachbarn im Süden und Südosten mehr als Hoffnungslosigkeit und Tod zu bringen. Die OSZE und die EG sollten zwischen Israel und Marokko auf gleichberechtigte Partnerschaft hin die Menschen und Staaten ansprechen. Wir wussten, was sonst kommen würde und unsere Regierungen haben das billigend in Kauf genommen, ebenso das Scheitern dieser Nachbarschaftspolitik, angeblich aus Bündnis-Interesse.


Es war Willy Brandt, der auf diese Dimension in den Nord-Süd-Beziehungen aufmerksam gemacht hatte. Warum schauen wir immer weg, wenn uns etwas nicht passt?

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (89) zu diesem Artikel

12.10.2015 | 13:02

rospo

Schickt noch mehr Waffen in Krisengebiete, die Menschen kommen dankend nach DE. Danke , Frau Merkel!!!! Die Zivilgesellschaft wird schon schaffen. Die Politiker, aller Couleur, Manager, Promis (Geissen, Jauch, Grönemeier, usw. wollen ja persönlich keine Flüchtlinge Zuhause aufnehmen. Zahlen werden wieder nur wir, der deutsche Michel, mit der Lohnsteuerkarte. Politiker, wie Frau Merkel und Kollegen, zahlen ja für ihre Einkünfte keine Einkommensteuer. Selbst bei ihren privaten...

Schickt noch mehr Waffen in Krisengebiete, die Menschen kommen dankend nach DE. Danke , Frau Merkel!!!! Die Zivilgesellschaft wird schon schaffen. Die Politiker, aller Couleur, Manager, Promis (Geissen, Jauch, Grönemeier, usw. wollen ja persönlich keine Flüchtlinge Zuhause aufnehmen. Zahlen werden wieder nur wir, der deutsche Michel, mit der Lohnsteuerkarte. Politiker, wie Frau Merkel und Kollegen, zahlen ja für ihre Einkünfte keine Einkommensteuer. Selbst bei ihren privaten Krankenkasse bekommen sie noch Zuschüsse.


12.10.2015 | 13:00

rospo

Schickt noch mehr Waffen in Krisengebiete, die Menschen kommen dankend nach DE. Danke , Frau Merkel!!!! Die Zivilgesellschaft wird schon schaffen. Die Politiker, aller Couleur, Manager, Promis (Geissen, Jauch, Grönemeier, usw. wollen ja persönlich keine Flüchtlinge Zuhause aufnehmen. Zahlen werden wieder nur wir, der deutsche Michel, mit der Lohnsteuerkarte. Politiker, wie Frau Merkel und Kollegen, zahlen ja für ihre Einkünfte keine Einkommensteuer. Selbst bei ihren privaten...

Schickt noch mehr Waffen in Krisengebiete, die Menschen kommen dankend nach DE. Danke , Frau Merkel!!!! Die Zivilgesellschaft wird schon schaffen. Die Politiker, aller Couleur, Manager, Promis (Geissen, Jauch, Grönemeier, usw. wollen ja persönlich keine Flüchtlinge Zuhause aufnehmen. Zahlen werden wieder nur wir, der deutsche Michel, mit der Lohnsteuerkarte. Politiker, wie Frau Merkel und Kollegen, zahlen ja für ihre Einkünfte keine Einkommensteuer. Selbst bei ihren privaten Krankenkasse bekommen sie noch Zuschüsse.


09.10.2015 | 03:33

alfred

Also wenn damals der Bundespräsident Wulff angeblich bestochen wurde, müsste man
bei gleichen Beurteilungskriterien Frau Merkel wegen Missachtung des Amteides lebenslänglich verhängen.
mit anschliessender Sicherungsverwahrung oder Zwangsabschiebung in ein islamisches Land ihrer Wahl....
Dafüber sollte das Volk entscheiden, wenn es "nun mal schon da ist"


10.09.2015 | 17:21

Walter schmied

Wie bereits in einem Europäischen Land vorgeschlagen wurde (ich glaube England), würde ich jedem Asylbewerber drei Fragen stellen: 1. Wer hat Sie eingeladen? 2. Was erwarten Sie von dem Land, das Sie aufgenommen hat? 3. Was tun Sie, um die Leistungen, die Ihnen dieses Land gewährt hat, auzugleichen oder zu honorieren? Diese Fragen sind weder rassistisch, sondern vielmehr ein Merkmal für einen demokratischen Rechtsstaat . Wer das leugnet, der leugnet auch die Souveränität eines...

Wie bereits in einem Europäischen Land vorgeschlagen wurde (ich glaube England), würde ich jedem Asylbewerber drei Fragen stellen: 1. Wer hat Sie eingeladen? 2. Was erwarten Sie von dem Land, das Sie aufgenommen hat? 3. Was tun Sie, um die Leistungen, die Ihnen dieses Land gewährt hat, auzugleichen oder zu honorieren? Diese Fragen sind weder rassistisch, sondern vielmehr ein Merkmal für einen demokratischen Rechtsstaat . Wer das leugnet, der leugnet auch die Souveränität eines Staates und stellt ihn auf die Stufe einer Marktbude, bei der jeder bekommen kann, was er will.


06.09.2015 | 11:38

Bruno

Nein das sehe ich nicht so das diese Regierung versagt hat, im Gegenteil sie wie genau was sie will! Als Regierungskritiker, somit als Person zum deutschen ungehorsamen Pack zugehörig stelle ich
 fest das dieser religiös motivierte KULTURKRIEG durch die feindlich gelenkte Völkerwanderung aus den islamischen Kriegsgebieten mit dem Ziel Europa zu besetzen sichtbar faktisch deutlich geworden ist! Diese sogenannte “ Fluchtbezeichnung “ auch
 “ Nothilfe „ zur Tarnung einer...

Nein das sehe ich nicht so das diese Regierung versagt hat, im Gegenteil sie wie genau was sie will! Als Regierungskritiker, somit als Person zum deutschen ungehorsamen Pack zugehörig stelle ich
 fest das dieser religiös motivierte KULTURKRIEG durch die feindlich gelenkte Völkerwanderung aus den islamischen Kriegsgebieten mit dem Ziel Europa zu besetzen sichtbar faktisch deutlich geworden ist! Diese sogenannte “ Fluchtbezeichnung “ auch
 “ Nothilfe „ zur Tarnung einer schnellen Besetzung gleich Islamisierung für die Öffentlichkeit von der deutschen Kanzlerin in verräterischer Absicht erfunden worden ist um das deutsche Volk zu täuschen ! Das deutsche Volk und die europäischen Völker sind von der deutschen Kanzlerin durch den Bruch des Dubliner Abkommen verantwortlich für diese europäische Überflutung einer insgesamt feindlichen islamischen Kultur und deren Anspruchsdenken auf ihrer absolute alleinige herrschen sollende islamische Religion! Sie hat allein als Regierungsrepräsentantin in verräterischer Absicht nicht nur ihr Volk verraten ohne ihre Nachbarstaaten in Kenntnis zu setzen, somit auch Europa ! Das deutsche Volk ist aufgerufen nach dem GG Abs. 20 Widerstand zu leisten wenn durch eine derartige Handlung einer amtierenden verantwortlichen Kanzlerin das Wohl und der Fortbestand des freiheitlichen deutschen Volkes akut gefährdet ist! Die Tatsache das Kanzlerin Merkel öffentlich ihre Kritiker für diese unverantwortliche feige politische Handlung mit strafrechtlichen Drohungen versucht einzuschüchtern zeigt die Gefährlichkeit und geistige Verfassung dieser Kanzlerin, deren Foto von den eindringenden Invasoren als Eintrittsgarantie vorangetragen wird! Sie scheut sich nicht die deutsche rechtsstaatliche Demokratie außer Kraft zu setzen und sieht ihren Verrat als eine menschenrechtlich begründete Nothilfemaßnahme gegenüber den einfließenden islamischen Menschenmassen als gerechtfertigt an, mit dem an faschistoidem Zynismus nicht mehr zu überbietenden selbstherrlich verkündeten Satz :
 “ Der Islam gehört zu Deutschland“! Hat es nicht nur in Frankreich bereits schon offene Unruhen gegeben werden in Deutschland die Probleme nicht nur in Asylheimen bagatellisiert und sogar besorgte Deutsche in der Gesamtheit als Pack bezeichnet und für Unruhen verantwortlich gemacht ! Nein so empfangen naive Deutsche die moslemischen Eroberer sogar mit Fresspaketen und Willkommens Grüße, gleich einer Kapitulation !


04.09.2015 | 16:45

mdl

Vor wenigen Tagen haben wir im Freundeskreis über das Flüchtlingsproblem geredet, da kam der Einwurf, dass ja noch nicht alle Register gezogen sind, warum, wollten wir wissen, die Antwort: Wartet ab, sicher wird bald etwas echt tragisches präsentiert, ein auf der "Flucht" getötetes Kind oder eine ganze Familie..., dass wird dann weltweit auf die Tränendrüse drücken. Wie Recht der alte Mann doch hatte

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