Saturday, 1. October 2016
01.02.2011
 
 

George Soros – eine Bereicherung für die »Münchener Sicherheitskonferenz 2011«? Teil 1: George Soros der Megaspekulant

Wolfgang Effenberger

Alle Jahre wieder herrscht am ersten Februarwochenende in München der Ausnahmezustand. Trambahnlinien werden umgeleitet und ein Teil der Innenstadt wird für Normalbürger gesperrt. Vom 4. bis 6. Februar 2011 ist es wieder soweit. Mindestens 3.500 Polizisten werden die Innenstadt für die im Hotel Bayerischer Hof stattfindende 47. Sicherheitskonferenz (MSC) zu einer Festung machen.

Henry Kissinger auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2009

Quelle: www.securityconference.de (Foto von Sebastian Zwez)

 

Dabei ist diese »Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik«, wie der offizielle Titel lautet, eine Privatveranstaltung von des »in der Wolle gefärbten« Transatlantikers Wolfgang Ischinger. Der ehemalige Staatssekretär von Joschka Fischer und frühere deutsche Botschafter in Washington und London sieht das Treffen internationaler Politiker Anfang Februar als Markstein auf dem Weg zu einer neuen euro-atlantischen Sicherheitsordnung. (1)

Von dieser euro-atlantischen Vision träumte schon der englische Mathematiker, Philosoph und Berater von Königin Elisabeth I, John Dee. Ende des 16. Jahrhunderts zeichnete er die imaginäre Weltkarte (A New and Accurat Map of the World), die nicht »Landmassen«, sondern »Ideengebilde« wiedergibt. (2) An ein zusammenhängendes »EURO-AMERICA« – Grenzen ähnlich verlaufend wie die heutige NATO-Osterweiterung – schließt sich ein EURO-ASIA an, welches sich weitestgehend mit den Staaten der Shanghai-Organisation deckt.

 

http://www.celtoslavica.de/bibliothek/pics/euroamerica2.jpg

 

Nicht weniger visionär sagte Wilhelm Friedrich Hegel zu Beginn des 19. Jahrhunderts vorher, das sich Amerika gegen Europa wenden werde, sobald seine kontinentale Landnahme beendet sei und die offene Westgrenze am Stillen Ozean ihren natürlichen Abschluss finde. (3) Heute ist Westeuropa amerikanischer Brückenkopf. Zwei Jahrzehnte nach dem Kalten Krieg und 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges nimmt Deutschland eine Schlüsselposition im militärpolitischen Kalkül der US-Regierung ein. Diese Tatsache und die strategischen Absichten der USA lassen sich aus den Angaben im »Base Structure Review 2009« des US-Verteidigungsministeriums ablesen: Von den 716 größeren US-Liegenschaften jenseits der US-Grenzen befinden sich 87 in Südkorea und 123 in Japan – doch 235 in Deutschland. Von den etwa 136.063 dauerhaft in Übersee stationierten US-Soldaten findet sich das größte Kontingent mit 54.120 Soldaten in der Bundesrepublik – dem westlichen Einfallstor nach Eurasien. Der strategische Wert der US-Basen in der Bundesrepublik hinsichtlich deren Einordnung in das weltweite Befehlsnetz des Pentagons kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Hegels Vorhersage scheint sich erfüllt zu haben

 

 

Die sechs weltumspannenden US-Kommandobereiche. Entnommen aus

http://en.wikipedia.org/wiki/File:Unified_Combatant_Commands_map.png und ergänzt.

 

Vor diesem Hintergrund erscheint es folgerichtig, dass der US-Admiral James Stavridis als oberster militärischer Exponent der USA in Europa auf der Tagung ein Forum erhält. Stavridis ist nicht nur der militärstrategisch verantwortliche Oberbefehlshaber des NATO-Bündnisses für Operationen, sondern zugleich auch Befehlshaber eines der sechs weltweiten US-Regionalkommandos: EUCOM. Diesem europäischen US-Kommando sind Länder zugeordnet wie Ukraine, Belarus, Moldavien, Georgien, Armenien und Azerbaijan, die für Herrn Soros nicht dessen Ansprüchen einer »Offenen Gesellschaft« entsprechen.

Neben dem amerikanischen Oberbefehlshaber wird auch EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sprechen. Auch das macht Sinn. Sind doch 21 der 27 EU-Staaten auch NATO-Mitglieder. Das bietet der USA die Möglichkeit, jederzeit mit einem EU/NATO-Partner auch gegen die Interessen der EU gerichtete bilaterale Verträge abzuschließen.

Als Regierungsvertreter werden in München unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Russlands Außenminister Sergej Lawrow und der britische Premierminister David Cameron erwartet. Nachdem Afghanistan auf der Tagesordnung steht, darf der afghanischen Präsident Hamid Karsai nicht fehlen.

Da die Politik und vor allem die Kriege ihre Geldgeber brauchen, werden auch der Weltbank-Präsident Robert Zoellick und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auftreten. Zwielichtiger bleibt die Rolle des Top-Spekulanten und Milliardenzockers George Soros. Sein Vermögen schätzt Forbes auf gut neun Milliarden Dollar. (4)

 

 

George Soros – der Milliardenzocker, dem angeblich der Kapitalismus zu kalt ist

Der Mann, der nach eigener Aussage immer nur gut Geld verdienen wollte, erblickte 1930 in Budapest als Dzjchdzhe Shorash beziehungsweise György Schwartz das Licht der Welt. Nach der kommunistischen Machtübernahme floh er vor den Kommunisten nach London und studierte zwischen 1949 und 1952 an der London School of Economics. Auch beschäftigte er sich mit der Philosophie Poppers. Dann folgte der Wechsel nach New York an die Wall Street.

Im Jahr 1969 gab er seinen Posten bei Arnhold and S. Bleichroeder Inc. (5) auf, um mit entsprechender Förderung den Quantum Fund N.V. zu gründen. Andere Hedgefonds kamen hinzu. Als »Shortseller« verkaufte Soros zudem Aktien auf Termin und spekulierte auf die Kursentwicklung. Von Beginn an arbeitete er da im Dienste der britischen Oligarchie gegen die Nationalstaaten und für die Globalisierung. (6)

Um vor Eingriffen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC sicher zu sein, schloß der »Milliardenzocker« (7) amerikanische Staatsbürger als Fondsanleger oder Vorstandsmitglieder aus. Er selbst sitzt nicht im Vorstand seines eigenen Fonds, sondern fungiert über das Soros Fund Management in New York lediglich als offizieller »Investmentberater«. (8) Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen musste er 1979 eine erste Strafverfolgung wegen Aktienmanipulation überstehen.

Diese Erfahrung veranlasste George Soros zur Gründung des Open Society Fund, um sich von nun an auch als Privatpolitiker zu betätigen. Seither verfolgt er unbeirrt und zwanghaft sein Ziel, die Theorie der »offenen Gesellschaft« des von ihm verehrten Philosophen Karl Popper weltweit in die Tat umzusetzen.

Da nach seiner Auffassung »Staaten Interessen, aber keine Prinzipien« haben, sollen seine »offenen Gesellschaften« partikuläre Nationalinteressen unterdrücken. Zugleich soll eine internationale Politik- und Finanzstruktur die Verantwortung für das sogenannte Gemeinwohl übernehmen.(9) Diesem Gemeinwohl verschrieben, stattet der polyglotte Euro-Amerikaner seine »philanthropen« Organisationen – die inzwischen in 29 Ländern tätig sind – mit reichlich Geld aus. Damit bieten sie eine alternative Finanzierungsquelle für die Zivilgesellschaft. Sie infiltrieren Schlüsselbereiche der Gesellschaft, die dann darauf angesetzt werden, Regierungen zu stürzen, die eine »geschlossene Gesellschaft« beizubehalten versuchen. (10) Wie ein Skalpell dringen Soros’ Institutionen – das Open Society Institute (OSI), Human Rights Watch, die Soros Foundation, das Extractive Industries Transparency Institute – in die zu »heilenden« Gesellschaften ein. Meist erfolgreich, da sie alle wie geheimdienstliche Einrichtungen britischen Stils unter der Oberaufsicht von Soros geführt werden. Mit der Demontage der Souveränität von Nationalstaaten entstehen so anstatt der von Soros propagierten »offenen Gesellschaften« wohl eher hohle Verwaltungseinheiten.

Situationsbedingt versuchen die Stiftungen und Organisationen von Soros zunächst mit der jeweiligen Regierung zu kooperieren – wenn es nicht möglich ist, wird offen die Opposition unterstützt. In dieses Feindschema der »geschlossenen Gesellschaft« geraten Nationen, welche die Kontrolle über ihre eigenen Naturschätze ausüben, beziehungsweise ihre Wirtschaft durch Zölle entwickeln wollen – und sich dadurch gegen die Globalisierung stellen. Diese Nationen werden nun zur Zielscheibe von Soros und dessen Schattenregierungen.

So kann man Soros heute nicht widersprechen, wenn er unverbrämt sagt: »Ich war aktiv an der Revolution beteiligt, die das Sowjetsystem hinwegfegte.« (11)

So half Soros den tschechischen Dissidenten der oppositionellen »Charta 77«, den polnischen Gewerkschaftern der »Solidarnosc« sowie dem russischen Wissenschaftler und Regimegegner Andrej Sacharow. Heute findet man in fast allen Hauptstädten des einstigen kommunistischen Kosmos’ ein mit gut bezahlten jungen Wissenschaftlern besetztes Büro des Open Society Institute, das hier an der Umsetzung einer (zwangs-)»offenen Gesellschaft« im Sinne von Soros arbeitet.

 

»Freie Märkte« in Osteuropa

Schon vor den sichtbaren Umwälzungen im kommunistischen Machtbereich stand die Bewegung des ebenfalls schillernden Lyndon LaRouche. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war Soros mit seinen privaten Stiftungen und mit Hilfe des US-Außenministeriums bestrebt, Zugang zu ausgesuchten Vermögenswerten in Osteuropa zu erhalten und sich nebenbei für deregulierte »freie Märkte« einzusetzen. Sein Programm führte zur wahllosen Privatisierung der Staatsbetriebe und zur Kriminalisierung der russischen Wirtschaft durch schmutzige Geschäfte zum Ausverkauf militärindustrieller Bestände, Rohstoffschmuggel, Waffen und Drogen. (12)

Zur damaligen Zeit stand die Bewegung des amerikanischen Politikaktivisten und mehrfach gescheiterten Präsidentschaftskandidaten in den Vorwahlen der Demokraten, Lyndon H. LaRouche, im Gespräch mit einflussreichen Kreisen Eurasiens. LaRouche warb zunächst für die Idee eines »Produktiven Dreiecks Paris-Berlin-Wien« und später für die Eurasische Landbrücke, um die gesamte Region in eine prosperierende Gemeinschaft von Nationalstaaten zu verwandeln. Doch das in langen historischen Wellen denkende britische Establishment betrachtete die Krise in Deutschland und der Sowjetunion als Chance und setzte George Soros als Fischer ein. Er sollte seine Stiftungen wie ein Netz über den gesamten umkämpften osteuropäischen Raum auswerfen. Die Stefan-Batory-Stiftung in Polen war der Vorreiter für den europäischen Probelauf von Jeffrey Sachs’ Schocktherapie, mit der in der gesamten Region wirtschaftliche Sparsamkeit mit freimarktwirtschaftlicher Ausbeutung eingeführt wurden. Soros schrieb über sein polnisches Projekt: »Der IWF stimmte zu und das Programm lief am 1. Januar 1990 an. Für die Bevölkerung war es sehr hart, aber die Menschen waren bereit, Schmerzhaftes auf sich zu nehmen, um einen wirklichen Wechsel zu erreichen ...« (13)

Mit dem gleichen Modell ging man auch gegen Rußland vor. Hier setzte sich Soros ein, um den sowjetischen militärisch-industriellen Komplex zu zerschlagen und Haushaltsdisziplin zu erzwingen. Die wahllose Privatisierung der Staatsbetriebe, schmutzige Geschäfte zum Ausverkauf militärindustrieller Bestände, Rohstoffschmuggel, Waffen und Drogen richteten unvorstellbare Schäden an. In nur fünf Jahren rutschten weite Teile der produktiven Arbeitnehmerschaft in kriminelle Aktivitäten ab, und Rußland erlebte eine massive Ausdehnung des Drogenhandels und -konsums.

Mit Beginn des Balkankriegs 1991 pumpte Soros mehrere Millionen Dollar nach Kroatien. Erfolgreich infiltrierten seine Institutionen die kroatische Gesellschaft und zogen durch die finanzielle Unterstützung kroatische Bürger aus allen Altersstufen und Klassen an, »von Gymnasiasten bis zu Journalisten, Universitätsprofessoren und Akademikern, aus allen Kreisen der Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Recht, Literatur«, wie im Dezember 1996 der kroatische Präsident Franjo Tudjman ernüchtert feststellte und fortfuhr: »Sie sagen ganz offen, ihre Aufgabe sei es, die Eigentums- und Regierungsstrukturen durch Geldspenden zu verändern [...] Um günstige Umstände für die Unterwanderung der jetzigen Staatsgewalt und der Lage in Kroatien zu schaffen, um Kontrolle über alle Lebensbereiche zu gewinnen, wollen sie ihre Energien und ihren Einfluss auf die Medien und die Welt der Kultur richten«.(14)

 

Soros – der weltweit gefürchete Spekulant

Am 16. September 1992 – in Finanzkreisen bekannt als »Schwarzer Mittwoch« – begann die Welt den Namen Soros zu fürchten. Damals setzte der Finanzjongleur gegen das seiner Ansicht nach überbewertete britische Pfund und die italienische Lira, und trat eine Spekulationswelle los. Die Bank von England musste nachgeben, während Soros Milliarden verdiente. (15) Er hatte sich vorher Pfund geliehen und damit Dollar und D-Mark gekauft. Nach der Abwertung der britischen Währung tauschte der Herr der Hedgefonds nun die wertvolleren Devisen wieder in Pfund um, zahlte das geborgte Geld zurück und strich den Gewinn ein. Großbritannien verließ wegen des Verfalls des Pfundkurses das Europäische Währungssystem und musste die Notenbank reformieren.

Quelle: Wolfgang Effenberger

 

Mit seiner Spekulation gegen das britische Pfund Sterling versetzte er der konservativen Regierung John Majors einen Schlag, aus dem sich die Tory-Partei bis heute nicht erholte. 1997 wurden Soros finanzielle Machenschaften vorgeworfen, die zum wirtschaftlichen Kollaps in Asien beigetragen haben sollen.

Den Verfall südostasiatischer Währungen habe der Superspekulant George Soros durch »eine Intrige« gezielt verursacht, so der Vorwurf des malayischen Premier Mahathir.

»Wir arbeiteten 30 bis 40 Jahre, um unsere Länder auf dieses Niveau zu bringen», zürnte Mahathir weiter, »aber dann kommt da einer mit einigen Milliarden Dollar, und in einem Zeitraum von zwei Wochen hat er das meiste unserer Arbeit zunichte gemacht.« (16)

Die als wirtschaftliche Interventionsmacht empfundenen Amerikaner wollten die Chance der Krise für sich nutzen und verlangten als Gegenleistung für Hilfen von den Asiaten eine Liberalisierung ihres bürokratisch reglementierten Finanzwesens. »Uns wird gesagt, Handel und Wirtschaft sollten völlig frei sein«, so Mahathir auf dem Asean-Treffen. »Frei für wen? Für Spekulanten?«

Und noch heute werfen viele Russen Soros vor, 1998 eine 50-prozentige Abwertung des Rubel herbeigeführt zu haben.

In der Affäre um die Großbank Société Générale wurde Soros 2002 auch im Berufungsverfahren wegen Insidergeschäften zu einer Strafe von 2,2 Millionen Euro verurteilt. Nach Überzeugung der Richter profitierte Soros von Aktienkäufen, nachdem er 1988 von Übernahmeplänen für die gerade privatisierte Société Générale erfahren hatte. Die Insideraffäre um die Société Générale, in die zahlreiche französische Spitzenbeamte und ranghohe Manager verwickelt waren, gehört zu den größten Polit-Finanzskandalen in Frankreich in den vergangenen Jahrzehnten.

Neben den Währungsspekulationen lenkte Soros nach dem Vorbild der Britischen Ostindiengesellschaft, die im 19. Jahrhundert zwei Opiumkriege gegen China führte, eine Kampagne für die Legalisierung von Rauschgiften – Marihuana, Heroin und sogar Crack-Kokain. Damit sollten neben den Profiten »geschlossene Gesellschaften« geöffnet und über sie die soziale Kontrolle ausgeübt werden.

 

Der heilige Georg und seine unglaubwürdigen Kreuzzüge.

Titelblatt der TIME vom 1. September 1997

 

 

Soros-Dependancen in mehr als 60 Ländern

Das Netzwerk, das der politische Mäzen sich Jahr für Jahr etwa 450 Millionen Dollar kosten lässt, umfasst mittlerweile Dependancen in mehr als 60 Ländern, auch in Afrika, Asien und Lateinamerika. Es ist deshalb gar nicht so verkehrt, George Soros einen »Staatsmann ohne Staat« zu nennen, wie dies der mazedonische Präsident Branko Crvenkovski einmal getan hat.

Und als solcher wird er auch von vielen Regierungschefs und Ministern behandelt, die ihn gerne empfangen und mit ihm »Programme« vereinbaren.

Mit finanzieller Hilfe von George Soros war im Mai 1995 das Balkan-Institut mit dem Ziel gegründet worden, für das Eingreifen von USA und NATO auf dem Balkan zu werben. Im Lenkungsausschuss vereinen sich Militaristen wie Donald Rumsfeld, ehemalige Vietnamkriegsgegner aus der Demokratischen Partei wie Eugene McCarthy, Geostrategen wie Zbigniew Brzezinski und neokonservative Urgesteine wie Albert Wohlstetter und dessen Zögling Norman Podhoretz. (17) Letzterer reduzierte den Ost-West-Konflikt auf einen »Kampf zwischen Zivilisation und Barbarei«.

In diese neue Politik fügte sich der »Ghandi des Balkans«, der Schriftsteller Dr. Ibrahim Rugova, nicht mehr ein. Er hatte Miloševics Vorgehen mit gewaltlosem Widerstand beantwortet. (18) Nachdem die Kosovo-Mafia lieber auf die UÇK-Führung setzte, wurde Rugovo von den führenden Politikern der USA und Großbritanniens, insbesondere dem britischen Premierminister Tony Blair und der damaligen US-Außenministerin Madeleine Albright, fallen gelassen. Albright hatte zu diesem Zeitpunkt den Rückhalt von zwei großen Männern, dem Multimilliardär George Soros und dem ehemaligen Sicherheitsberater unter Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski. Dieser elitäre Personenkreis steht heute hinter Barack Obama, was einiges an Obamas Außenpolitik erklärt.

 

In Teil 2 folgt: Soros und die »Farbige Revolution«

 

Anmerkungen:

 

(1) Diese Top-Politiker kommen zur Siko, in merkur-online vom 7. Januar 2010 unter

http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen-zentrum/diese-top-politiker-kommen-siko-1072307.html

(2) Die Zukunft des Atlantischen Imperiums, unter http://www.celtoslavica.de/bibliothek/atlantic.html

(3) Wilhelm Friedrich Hegel: Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, Werke 12, hrsg. von Moldenhauer/Michel, Frankfurt a. M. 1986, S. 114

(4) »Isoliert« - Spekulant Soros wettert gegen Deutschland, in SZ vom 23. Juni 2010 unter http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finanzmarkt-euro-krise-isoliert-spekulant-soros-wettert-gegen-deutschland-1.964130

(5) Arnhold und S. Bleichröder verkörperten die Rothschild-Bankinteressen in Deutschland während der Zeit von Reichskanzler Bismarck. 1993 war dieses Bankhaus zusammen mit der Citibank der Hauptverwalter des Quantum Fund.

(6) Vgl. F. William Engdahl: Obama verspricht AIPAC einen Krieg gegen den Iran vom 21.06.2008 unter http://www.kopp-online.com/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/obama-verspricht-aipac-einen-krieg-gegen-den-iran.html (aufgerufen am 2. März 2009)

(7) Brill, Klaus: Der Milliardenzocker, dem der Kapitalismus zu kalt ist, in SZ vom 13. Februar 2008

(8) Als Vorstand der Quantum-Gruppe fungiert Richard Katz. Er sitzt auch im Vorstand der Londoner Handelsbank N.M. Rothschild & Sons und ist Vorsitzender der Rothschild Italia S.p.A.

(9) In diesem Zusammenhang sei Soros’ überschwengliche Bewunderung für die UNO (besonders für die fünf Mitglieder des Sicherheitsrates), die WTO, Weltbank und IFTI (Internationale Finanz- und Handelsinstitutionen) sowie seine frühere und gegenwärtige Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen und ihren Führungsmitgliedern hervorgehoben.

(10) Um diesen Vorgang besser verstehen zu können, sei auf Euripides’ griechische Tragödie Die Bakchen über den Dionysos-Kult verwiesen

(11) Klaus Brill, SZ-Serie: Die großen Spekulanten (4) vom 13. Februar 2008

(12) Die Ausbreitung des Drogenkonsums deckte sich mit einer Epidemie von HIV/AIDS weitgehend entlang der Drogenhandelsroute nach Afghanistan. Heute rühmt sich die Soros-Stiftung, »Dienste für die Behandlung, Beratung und Schadensreduzierung« bei HIV/AIDS und Tbc anzubieten, die durch Soros’ Marktreformen erst entstanden sind

(13) Bernstein, Leandra: George Soros und die zwangsoffene Gesellschaft, in: Neue Solidarität Nr. 28/2008

(14) Bernstein, Leandra: George Soros und die zwangsoffene Gesellschaft, in: Neue Solidarität Nr. 28/2008

(15) Im Dezember 1998 folgte Soros’ Angriffe auf die Währungen Malaysias, Indonesiens, Südkoreas und anderer asiatischer Nationen.

(16) Lorenz: Wie ein Verbrecher, in DER SPIEGEL 32/1997 vom 4. August 1997

(17) Zusammensetzung des Steering Committee des Balkan Institute: Morris Abram, Morton Abramowitz, Fouad Ajami, Richard Allen, Daniel Bell, Saul Bellow, Henry Bienen, Zbigniew Brzezinski, Richard Burt, Frank Carlucci, Hodding Carter, Walter Cronkite, Dennis DeConcini, Patt Derian, David Dinkins, Paula Dobriansky, Frank Fahrenkopf, Geraldine Ferraro, Henry Louis Gates, Leslie Gelb, Bianca Jagger, Max M. Kampelman, Lane Kirkland, Jeane Kirkpatrick, John Lehman, Ron Lehman, Eugene McCarthy, Frank McCloskey, George McGovern, Paul Nitze, John O'Sullivan, Martin Peretz, Richard Perle, Norman Podhoretz, Eugene Rostow, Donald Rumsfeld, Carl Sagan, Albert Shanker, George Shultz, Henry Siegman, John Silber , Stephen Solarz, Helmut Sonnenfeldt, Susan Sontag, William Howard Taft, Paul Volcker, Elie Wiesel, Albert Wohlstetter, Roberta Wohlstetter, Paul Wolfowitz, and Elmo Zumwal, zitiert aus Klausen, Hans-Werner: Wolfowitz – eine Karriere. Neokonservativer Irak-Krieger und Ex-Weltbankchef kehrt in den US-Regierungsapparat zurück. Berliner Umschau vom 28. Januar 2008

(18) Meier, Viktor: Wie Jugoslawien verspielt wurde. München 1995, S. 181

 

 

 


 

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