Sunday, 25. September 2016
22.10.2010
 
 

Versinkt Christian Wulff in den Spuren Kaisers Wilhelm II. oder bastelt Berlin-Ankara an einer deutsch-türkisch dominierten EU?

Wolfgang Effenberger

Am 19. Oktober 2010 stellte der Bundespräsident in seiner Rede vor dem Parlament in Ankara treffend fest, dass »unsere Beziehungen« weit in die Geschichte zurückreichen und die Entwicklung unserer Nationen immer wieder bereichert haben. Diese Sichtweise ist sogar schon von Friedrich II. und vor allem von Wilhelm II. überliefert.

Letzteren führten bereits 1889 - nur wenige Monate nach seiner Proklamation - zur Visite in die Türkei zur Heiligen Pforte. 1898 folgte sein zweiter Besuch. Dabei sollen Wilhelm II. der Empfang und die Grußworte des Gastgebers Alim Scheich Abdullah Effendi - Haupt der damaligen islamischen Welt - nachhaltig beeindruckt haben. Der Scheich unterstrich, dass sich Kaiser Wilhelm durch seinen Besuch nicht nur die »Dankbarkeit der Ottomanen, sondern auch die begeisterte Liebe von dreihundert Millionen Muhammedanern erworben [hat], die zu dem Kalifen als zu ihrem geistigen Oberhaupt emporblickten«.(1) Am Grab des aus der Zeit der Kreuzzüge legendären Sultan Salahuddin (Saladin) rühmte Wilhelm II. die Tapferkeit und Ritterlichkeit des Beherrschers Syriens und Ägyptens, der 711 Jahre zuvor die Kreuzritter um Guy de Lusignan besiegt und Jerusalem eingenommen hatte. Abschließend wiederholte Wilhelm II. den Trinkspruch des Scheichs mit den Worten, die heute unter Muslimen bekannter sein dürften als unter christlichen Deutschen:

»Möge Seine Majestät der Sultan und mögen die dreihundert Millionen Muhammedaner, welche, auf der Erde zerstreut lebend, in ihm ihren Khalifen verehren, dessen versichert sein, daß zu allen Zeiten der deutsche Kaiser ihr Freund sein wird. Ich trinke auf das Wohl Seiner Majestät des Sultans Abdülhamid.«(2) Abschließend sprach Scheich Effendi ein begeistertes Bittgebet aus, in dem er »namens der Welt des Islams den Segen Allahs auf den Kaiser, das Deutsche Reich und alle Deutschen herabrief.«(3)

Berührt teilte Wilhelm II. seinem Vetter, dem russischen Zaren Nikolaus II., mit, dass er, wenn ohne Religion dorthin gereist wäre, »sicherlich Mohammedaner geworden wäre«.(4)

Wilhelms Auftreten als »der christliche Kaiser und Schutzherr des Islam« machte in der osmanischen Presse mächtigen Eindruck. Von nun an arbeitete das Deutsche und das Osmanische Reich militärisch und wirtschaftlich zusammen.(5) Mit der viel beschworenen deutsch-türkischen »Waffenbrüderschaft« im Ersten Weltkrieg intensivierten sich die Beziehungen.(6) 25.000 deutsche Soldaten kämpften als Waffenbrüder zur Verteidigung des Osmanischen Reiches. Manch deutscher Grenadier fand dabei sein Grab sogar in jemenitischer Erde. Auch konnte unter dem Schutz der deutschen Militärhilfe der Genozid an über einer Million Armeniern und 500.000 Assyrern stattfinden. Darüber entsetzt, schickte am 31. Juli 1915 Henry Morgenthau (sen.) - amerikanischer Botschafter in der Türkei – einen Lagebericht des deutschen Paters Johannes Lepsius - Präsident der deutsch-orientalischen Mission - an das Auswärtige Amt nach Washington. Dieser Report befasste sich mit den Massakern an den Armeniern von Erzerum und dem Vorschlag Lepsius, das Internationale Rote Kreuz einzubinden und Deutschland für die Beendigung der Grausamkeiten zu gewinnen.(7) Ebenso wie Morgenthau konnte auch Dr. Lepsius den bedrängten Armeniern nicht helfen. Sein Vortrag beim deutschen Reichskanzler Bethmann-Hollweg wurde zwar zur Kenntnis genommen, aber mit dem Hinweis auf die wichtigen Waffenbrüder im Kampf gegen die Entente als politisch nicht opportun abgetan. Als sich die Kriegsniederlage des Hauptverbündeten Deutschland bereits abzeichnete, musste Talât Pascha, Führer der Jungtürken und Großwesir des Osmanischen Reiches am 8. Oktober 1918 zurücktreten. Damit endete vorerst der Traum von der deutsch-türkischen Weltherrschaft.

Den Hauptverantwortlichen für den Völkermord an den Armeniern und Assyrern brachte dann in der Nacht auf den 3. November ein deutsches U-Boot nach Odessa. Von dort ging die Reise nach Berlin, wo er Asyl erhielt. Dem Auslieferungsabkommen der neuen, liberalen Regierung in Istanbul kamen die Behörden der Weimarer Republik nicht nach. Von 1919 an arbeitete Talât von Berlin aus an einem politischen Comeback in der Türkei, (8) wo er in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde.

Nur wenige Tage nach der Vernichtung der 6. Armee in Stalingrad zelebrierten die Nationalsozialisten am 25. Februar 1943 die pompöse Überführung der sterblichen Überreste Talâts von Berlin nach Istanbul. Unter Anwesenheit des deutschen Botschafters Franz von Papen fand der Freund bei Abide-i Hürriyet - dem Denkmal der jungtürkischen Revolution von 1908 - sein Ehrengrab.

Diese unheilvolle deutsch-türkische Kontinuität besteht bis heute. Im Mai 2010 stellte die Fraktion DIE LINKE im Bundestag eine Kleine Anfrage zur deutschen Mitverantwortung für den Völkermord an den Armeniern.(9) In der Antwort vermied die Bundesregierung eine juristische Bewertung der Massaker und macht deutlich, dass dies »Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorbehalten bleiben« sollte.(10) Des Weiteren erklärte sie, »dass die Aufarbeitung der ‚tragischen Ereignisse von 1915/16‘ in erster Linie Sache der betroffenen beiden Länder Türkei und Armenien ist« und die Bundesregierung diesbezüglich die Bildung einer gemeinsamen türkisch-armenischen Historikerkommission unterstütze. Die historische Mitverantwortung Deutschlands wurde völlig ausgeblendet. Ausgeblendet wird auch die Verantwortung gegenüber den in Deutschland lebenden Nachkommen der Opfer türkischer Massaker wie Armenier, Assyrer und Pontos-Griechen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlangten die geopolitischen Ziele der USA die Einbindung der Türkei in die westlichen Institutionen. Dabei bot sich die Türkei nicht nur als Horchposten in den Ostblock an, sondern auch als antikommunistischer Frontabschnitt und Basis von atomwaffentragenden Bombern und Raketen. Von unschätzbarem Wert erschien auch die Möglichkeit, den »Choke-Point« Bosporus für die sowjetische Krim-Flotte nachhaltig zu sperren. Hier offenbaren sich die weitsichtigen geostrategischen Absichten der angelsächsischen NATO-Führungsmächte. Zugleich war und ist die Türkei Brückenkopf für Operationen der USA und der NATO im ölreichen Mittleren Osten und der kaukasischen Region, wie sich sichtbar im ersten Golf-Krieg herausstellte. (11)

Mit dem NATO-Beitritt 1952 wurde auch die Antiterroreinheit Seferberlik Taktik Kurulu (STK) gegründet, deren Aktivitäten vom Gebäude der American Aid-Delegation aus in Ankara koordiniert wurden. Mit Berufung auf die »innere Bedrohung durch den Kommunismus« – dem Fachjargon amerikanischen politischen Diskurses(12) – konnte sich die türkische Regierung sogar auch auf militärische Unterstützung bei der Durchführung des Völkermords an den Kurden von Seiten der USA sicher sein, solange man die kurdische Bedrohung als »kommunistisch« darstellte.(13)

Von zahlreichen Studien wird belegt, daß antikurdische türkische Kommandoeinheiten zur Aufstandsbekämpfung, Konterguerilla und die Todesschwadronen von den USA, der CIA und der NATO finanziert und ausgerüstet wurden.(14) Christopher Simpson stellt erschütternd fest, daß die Rolle der Vereinigten Staaten bei der Unterstützung von offensichtlich repressiven und anti-demokratischen Aktionen in der Türkei, Guatemala, Panama, Süd Vietnam, El Salvador und Nicaragua, nur zu einem Schluß führen kann: Die USA »tolerieren den Völkermord und sind dazu bereit, unzählige Menschen zu opfern.«(15)

Im Jahr 1960 brachte der von den USA unterstützte Militärputsch das streng kemalistische, aus Militärs wie Zivilisten bestehende Komitee für Nationale Einheit an die Macht.(16) Es folgte eine aggressive Politik der erzwungenen systematischen Assimilierung. So wurden beispielsweise kurdische Bauernkinder in größere Städte auf Internate geschickt, »in denen es verboten war Kurdisch zu sprechen.«(17) Mit dem Gesetz Nr. 1587, das den Prozeß der »Turkifizierung« aller kurdischen Dörfer beschleunigen sollte,(18) verschärften sich die auf einen kulturellen Genozid gegen die Kurden abzielenden Handlungen.

Die katastrophale Menschenrechtslage in der Türkei führte zu Millionen Asylanträgen in aller Welt. Allein zwischen 1983 bis 2006 wurden in der Bundesrepublik Deutschland 378.023 Anträge auf Asyl gestellt, von denen 45.650 anerkannt wurden.(19)

Das war in diesen Jahren kein Thema für eine deutsche Regierung und heute natürlich kein Thema für den Bundespräsidenten. Statt dessen bedankte sich Wulff für die Bereitschaft der Türkei, NS-Verfolgte wie den Komponisten Paul Hindemith, den Juristen und Rechtssoziologen Ernst E. Hirsch, den Architekten Bruno Taut oder den Musikpädagogen Eduard Zuckmayer aufgenommen zu haben.

Dann schlug Wulff den Bogen zu unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern türkischer Herkunft, welche die größte Gruppe der Einwanderer in Deutschland darstellen und in unserem Land herzlich willkommen seien: »sie gehören zu unserem Land«. Das war ursprünglich so weder geplant noch gewollt.

Im Dezember 1960 ließ der Vertreter der türkischen Botschaft in Bonn wissen, dass man als NATO-Mitglied insbesondere gegenüber Griechenland - mit dem bereits ein Anwerbeabkommen geschlossen worden war- nicht diskriminiert werden wolle.(20)

Dem Drängen der türkischen Militärregierung gab Ende Oktober 1961 die Bundesrepublik Deutschland nach und schloss mit der türkischen Republik ein Abkommen zur zeitlich begrenzten Anwerbung von Arbeitskräften. Einerseits sollte durch die Geldüberweisungen der Gastarbeiter in die Türkei das Handelsbilanzdefizit der Türkei kompensiert werden,(21) und zusätzlich erhoffte man sich durch die dann mit moderneren Produktionstechniken vertraut gewordenen rückkehrenden Arbeitskräften eine Effizienzsteigerung der eigenen Industrie (Know-How-Transfer).(22) Arbeitsminister Theodor Blank hatte zunächst das Angebot abgelehnt, da er die kulturell-religiöse Distanz und die daraus möglichen Konflikte als zu groß einschätzte. Nicht zuletzt wegen des außenpolitischen Drucks der USA, welche diesen wichtigen Pfeiler in der Süd-Ost-Flanke der NATO ökonomisch stabilisieren wollte, hatte das bundesdeutsche Außenministerium - im Gegensatz zum ursprünglich zuständigen Arbeitsministerium - die Verhandlungsführung mit der türkischen Republik übernommen. Aufgrund der Vertragsbedingungen, insbesondere des vereinbarten zweijährigen Rotationsprinzips, gab es keine Überlegungen oder gar Planungen hinsichtlich einer dauerhaften Ansiedlung der türkischen Zuwanderer. Denn dies war in den Vertragsbedingungen explizit nicht vorgesehen.(23) 1971 lebten schon 652.000 Türken in der Bundesrepublik. Trotz des Anwerbestopps im Jahre 1973 stieg bis 1981 die Anzahl auf 1.546.000. Das führte am 4. Februar 1982 zu einer turbulenten Debatte im Bundestag. Der Berliner Senator für Soziales und Gesundheit, Ulf Fink, verwies darauf, dass die erfolgversprechenden Integrationsversuche in Berlin im Meer der großen Zahl unterzugehen drohten. »Immer mehr konzentrieren sich die Ausländer, insbesondere die Türken, auf die drei Bezirke Kreuzberg, Tiergarten und Wedding.«(24) Weiter fragte er, wie die Integration vollzogen werden könne, wenn in den Ausländerballungsgebieten bis 80% der Schulanfänger ausländische Kinder sind? Fink beschwor die Notwendigkeit der schulischen Bildung und warb darum, das Einreisealter für nachziehende Kinder deutlich zu senken. Im Wahlkampf von 1998 setzten sich die Grünen unter Claudia Roth immer noch für eine Einreisegrenze von 14 Jahren ein, während der Kanzlerkandidat Edmund Stoiber hier eine Altersgrenze von 6 Jahren forderte. Das brachte ihm die Anfeindungen dieser »Walküre in grün« ein und kostete ihm vermutlich den Wahlsieg – es fehlten damals nur 6.000 Stimmen.

Da war 25 Jahre zuvor Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) in seiner Regierungserklärung vom Januar 1973 viel weiter gegangen. Es sei notwendig geworden, »dass wir sehr sorgsam überlegen, wo die Aufnahmefähigkeit unserer Gesellschaft erschöpft ist und wo soziale Vernunft und Verantwortung Halt gebieten.« Und Richard von Weizsäcker orakelte am 2. Juli 1981 in seiner Regierungserklärung als Regierender Bürgermeister von Berlin: »Nur wenn es gelingt, wirksame Maßnahmen gegen einen weiteren Ausländerzuzug zu ergreifen, nur dann werden wir mit denen, die hier verbleiben, zu einer menschenwürdigen Mitbürgerschaft kommen.« Und im November stellte Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) auf einer DGB-Veranstaltung in Hamburg fest: »Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag.« Drei Monate später versprach er in der Zeit: »Mir kommt kein Türke mehr über die Grenze.«

Doch nach der Bundestagswahl von 1998 ist ein deutlicher Paradigmenwechsel zu verzeichnen. Forderte der damalige Bundespräsident Johannes Rau in seiner Antrittsrede noch, nicht jeden frommen Muslim mit Terroristen in einen Topf zu werfen, ging Horst Köhler schon weiter: Er stellte fest, dass muslimisches Leben Teil des deutschen Alltags sei. Da ist dann das Credo von Wulff »Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland« durchaus folgerichtig.

Vor drei Monaten besuchte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) die Türkei und bekundete in Istanbul großes strategisches Interesse an einer Anbindung der Türkei an die EU. Westerwelle versprach, die ergebnisoffenen EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei »fair, zuverlässig, sachlich und ohne Hintergedanken« zu führen. Auf Türkisch sagte er: »Die Richtung der Türkei ist Europa.«

Viele EU-Mitgliedsstaaten werden dann von einer deutsch-türkischen Dominanz wenig erbaut sein.

 

Anmerkungen:

 

(1) Wippermann, Karl: Deutscher Geschichtskalender für 1898, 1899, S. 29

(2) Zitiert aus Benner, Thomas, Hartmut: Die Strahlen der Krone. Die Dimension des Kaisertums unter Wilhelm II. vor dem Hintergrund der Orientreise 1898, Marburg 2001, S. 323; siehe auch Britsche, Heinz: Freund der Mohammedaner; in: junge Welt vom 12.07.2003

(3) Schneller, Ludwig: Die Kaiserfahrt durchs Heilige Land, Leipzig 1899, S. 249

(4) Zitiert aus Brauns, Nikolaus: Zur Orient-Reise von Kaiser Wilhelm II.; in: junge Welt vom 21.10.1998

(5) 1912 lebten in Berlin etwa 1350 Türken

(6) Königseder, Angelika/Schulze, Birgit: Türkische Minderheit in Deutschland, Auszug aus: unter http://www.bpb.de/themen/373SRR,1,0,Türkische_Minderheit_in_Deutschland.html

(7) Vgl. Effenberger(/Löw: pax americana, München 2004, S. 217-220: Die USA werden mit dem ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts konfrontiert.

(8) Am 15. März 1921 wurde Talat Pascha von einem Mitglied des geheimen armenischen Kommandos Nemesis in Berlin erschossen. Im folgenden Mord-Prozess wurde der Täter vom Vorwurf eines Tötungsdeliktes freigesprochen. (Siehe Tessa Hofmann: Der Völkermord an den Armeniern vor Gericht: Der Prozess Talaat Pascha, S. 69, S. 86)

(9) (Nachfrage zu Bundestagsdrucksache 17/824)

(10) (Bundestagsdrucksache 17/824).

(11) Vgl. Ganser, Daniele: NATO-Geheimarmeen in Europa. Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung. Zürich 2008, S. 348–349.

(12) Vgl. Noam Chomsky, Terrorising the Neighbourhood: American Foreign Policy in the Post-Cold War Era (Stirling: AK Press, 1991), S.32.

(13) Vgl. Auszüge aus einem Bericht, des türkischen Innenministeriums vom 31. Juli 1959, zitiert in Meiselas, Susan: Kurdistan: In the Shadow of History, Random House 1997, S. 228. »Naci Kutlay, einer der Betroffenen, kommentierte: Das ›kommunistische‹ Etikett sollte vom eigentlichen Ziel der Operation ablenken: «Die meisten von uns waren Studenten. Es gab auch Ärzte, Rechtsanwälte, gebildete Kurden und drei Arbeiter. Es ging nicht darum, ob wir rechts oder links waren. Unsere Gemeinsamkeit, bestand darin, Kurden zu sein.«

(14) Roth und Taylan; Andres Berger et.al.; Çelik, Türkische Konterguerilla: Die Todesmaschine; Mark Lloyd, Special Forces: The Changing Face of Warfare (London: Cassell, 1995) S. 119; Joel Nadel und J.R. Wright, Special Men and Special Missions: Inside America’s Special Operation Forces, 1945 to the Present (London, Greenhill Books, 1994), S. 33

(15) Simpson, Christopher: The Splendid Blond Beast: Money, Law and Genocide in the Twentieth Century, 1995, S. 8

(16) vgl. Ertgrul Kürkyü, Trapped in a Web of Covert Killers, Covert Action Quarterly (Sommer 1997), S. 8.

(17) Chris Kutschera, Mad Dreams of Independence: The Kurds of Turkey and the PKK (http://www-personal.vsyd.edu.au/~rdemirb1/PUBLIC/Dream.htm: Middle East Report, 1994), S. 3

(18) Kendal, Nezan: Kurdistan in Turkey, in A People without A Country: The Kurds and Kurdistan, Hrsg. Gerard Chaliand, London 1993, S. 65

(19) Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Referat 224, Stand 31.12. 2006

(20) Steinert, Johannes-D.: Migration und Politik, Osnabrück 1995, S. 307

(21) Vgl. auch Martin Kröger: Initiative der Entsendeländer. In: FAZ.net vom 23. Juni 2008

(22) Heike Knortz: Diplomatische Tauschgeschäfte. »Gastarbeiter« in der westdeutschen Diplomatie und Beschäftigungspolitik 1953-1973. Böhlau Verlag, Köln 2008

(23) Gerling, Vera: Soziale Dienste für zugewanderte Senioren/innen: Erfahrungen aus Deutschland,, S.78

(24) Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 9/83 vom Donnerstag, den 4. Februar 1982, S. 4918

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