Monday, 21. May 2012
07.04.2010
 

»Greenpeace« sieht rot: Aktivist droht Klima-Skeptikern mit Gewalt

Gerhard Wisnewski

Bei »Greenpeace« liegen die Nerven blank: »Wir wissen, wo Sie sind. Wir wissen, wo Sie wohnen«, drohte ein Aktivist der Umweltorganisation nun den verhassten Klima-Skeptikern, die nicht an eine »Klimakatastrophe« glauben wollen. Werden aus »Umweltaktivisten« nun endgültig Öko-Terroristen?

So einem wie dem Greenpeace-Aktivisten Gene Hashmi möchte man lieber nicht im Dunkeln begegnen. Mit den weit auseinander stehenden Augen, dem an den Mundwinkeln nach unten gezogenen Oberlippenbart und den Tätowierungen auf den Oberarmen sieht er aus, wie einer aus der Todeszelle von San Quentin. Ist er aber nicht. Sondern Gene ist ganz lieb, versichert man neuerdings bei Greenpeace unermüdlich:

 

Greenpeace-Aktivist Hashmi: »Ein wirklich friedlicher Typ«

 

»Ich kenne Gene, er ist ein wirklich friedlicher Typ, der an die Macht des friedlichen Protestes glaubt, um die Welt zu verändern«, schreibt ein Verantwortlicher des Climate Rescue Webblog von Greenpeace – zu Deutsch: dem »Klimarettungs-Webblog«. Das Logo der Website zeigt das obere Halbrund der Erdkugel, aus dem gewaltige Windräder ragen. Schöne, neue Greenpeace-Welt. Manche Leute versuchten, Gene »anders darzustellen«, meint der Greenpeace-Mann. »Lesen Sie einfach, was er im Kontext sagt. Er ist sehr präzise hinsichtlich dessen, was die Menschen tun sollten.«

Das kann man wohl sagen. Irgendwie scheint man bei Greenpeace die eigene Militanz gar nicht mehr wahrzunehmen. Über zwei lange Texte hinweg schäumt der Greenpeace-Aktivist Gene Hashmi über das »Desaster von Kopenhagen« – die gescheiterte Klimakonferenz vom Dezember 2009. Er und die gesamte Organisation sehen sich offenbar in einem schicksalhaften Endkampf um das Überleben der Erde, in dem allmählich jedes Mittel recht ist und in dem nur noch einer die Gesetze macht – nämlich Greenpeace:

»Die Politiker haben versagt. Nun ist es an uns. Wir müssen das Gesetz brechen, um die Gesetze zu machen, die wir brauchen. Gesetze, die geeignet sind, die Gesellschaft und unsere Zukunft zu schützen«, zitiert Hashmi zustimmend einen anderen Umweltaktivisten. »Bis unsere Gesetze dies tun, vergesst es, Klima-Lobbyisten zu sein.  Vergesst es, Klima-Aktivisten zu sein. Es funktioniert nicht. Wir brauchen eine Armee aus Klima-Outlaws.«

So hat bis jetzt noch jede Diktatur angefangen – nämlich mit der Behauptung, dass die Politik versagt habe und man die Dinge nun selbst in die Hand nehmen müsse.

»Die vorgesehenen Wege haben nirgendwo hingeführt. Es ist Zeit für massenhaften zivilen Ungehorsam«, fährt Hashmi fort und wendet sich direkt an die verhassten »Klimafeinde«:

»Wenn Sie zu denen gehören, die ihr Leben damit verbracht haben, eine fortschrittliche Klimagesetzgebung zu unterminieren, Müll-Wissenschaft zu finanzieren, irreführende Debatten über ungeeignete Maßnahmen zu nähren und demokratisch gewählte Regierungen durch Anstacheln der Massen in die Knie zu zwingen, dann hören Sie genau zu:

Wir wissen, wer Sie sind. Wir wissen, wo Sie wohnen. Wir wissen, wo Sie arbeiten. Und wir sind viele, Sie sind wenige.«

Was man wohl kaum anders als Androhung von Gewalt verstehen kann. Und während der »Beitrag« wohl von jeder anderen seriösen Website der Welt gelöscht oder zumindest redigiert worden wäre, verteidigt Greenpeace lieber, wo es nichts zu verteidigen gibt:

Gene sei halt »kein Diplomat« und sage seine Meinung eben »laut und deutlich«, interpretiert die Greenpeace-Website die offene Kriegserklärung an Andersdenkende. Gene habe nun mal »einen Hang zum Dramatischen«. Aber in Wirklichkeit habe er natürlich nur von friedlichem Protest gesprochen.

Natürlich. Doch wer einen Rundgang über die Greenpeace-Websites macht, mag das nicht so recht glauben. Vielmehr drängt sich hier der Eindruck auf, dass die Umweltorganisation allmählich selbst zum demokratischen Problem wird. Ein Foto zeigt ein Greenpeace-Plakat mit der bedrohlichen Aufschrift »Warnung: Retten Sie das Klima jetzt! Greenpeace«. »Politiker reden – Führer handeln! Greenpeace« steht auf einem anderen Transparent zu lesen, so als ob die quatschenden Politiker nun endlich von entschlossenen Führern abgelöst werden müssten. »Bla, Bla, Bla – act now!«, heißt es auf einem weiteren Plakat. Die Botschaft: Schluss mit dem (demokratischen) Geschwätz – handeln!

Von wegen »Anstacheln der Massen«: Offenbar bemüht sich Greenpeace durch Anschlagen immer aggressiverer und demagogischerer Töne, eine Art vorrevolutionäre Situation zu schaffen. Der Ton, das Auftreten und die Aktionen werden immer militanter. So inszenieren sich Greenpeace-Aktivisten neuerdings auch äußerlich als Umweltmilizen und spielen mit quasi-staatlichen Befugnissen. In Kopenhagen traten sie mit einem grünen Streifenwagen mit der Aufschrift Greenpeace und grünem »Blaulicht« auf dem Dach auf und wickelten das Gebäude der US-Handelskammer mit einem nachempfundenen Polizeiband ein. Aufschrift: »Tatort der Erderwärmung«. Auch die Anklage wurde gleich mitgeliefert – jeder, der anderer Meinung ist als Greenpeace, wird als »Killer« und »Krimineller« denunziert und außerhalb der Gesellschaft gestellt: »Die US-Handelskammer hat eine Serie von Klimaverbrechen begangen: Falschinformation der Öffentlichkeit über die Fragen des Klimawandels, Sabotage der Klimagesetzgebung, Geiselnahme der internationalen Klimagespräche.«

Wer nach solchen Tiraden letztlich Gewalt anwendet – ob Greenpeace selbst oder aufgehetzte »Umweltfreunde« –, ist fast schon egal. Wenn Sie mich fragen: Was die demokratische Zukunft der Erde angeht, ist Greenpeace Teil des Problems und nicht der Lösung.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Moment mal: Auf dem Weg in die Klimahysterie?

System

Jeden Abend im Fernsehen, und das seit drei Wochen: Ein abbrechender Eisberg, der ins Wasser kracht. Ein Eisbär, der auf einer abdriftenden Insel aus Eis verzweifelt ist. Ein toller Film. Diese beiden Bilder aus dem Archiv von 1998 (!!!) sind in jedem Nachrichtenstudio zur Hand. Sie sind so gut, dass man sich nicht die Mühe machte, sie noch mal zu  mehr …

Klimaterror: Das Evil Empire lebt

Gerhard Wisnewski

»Es ist fünf vor zwölf!«, behaupten die Klima-Propheten: »Wir müssen handeln!« Wie recht sie haben. Allerdings ist es nicht fünf vor zwölf für das Weltklima, sondern fünf vor zwölf für die Freiheit des Menschen.  mehr …

Klimakiller Nummer 1 – das Militär

Wolfgang Effenberger

Die Diskussion um den Klimawandel ist lückenhaft: Die Schäden, die durch das Militär in Form von vor allem unkonventionellen Waffensystemen angerichtet werden, fallen bisher aus allen Betrachtungen heraus. Es wird daher Zeit für eine Bestandsaufnahme.  mehr …

Klimakatastrophe: CO2 regiert die Welt

Gerhard Wisnewski

Die Klimakatastrophe mag angesichts der Finanzkatastrophe etwas aus dem Blick geraten sein. Aber beide sind – genau wie der 11.9. – doch verschiedene Seiten ein- und derselben Medaille: Wie man versucht, mithilfe von Katastrophen die Welt zu regieren. Anlass genug, einmal ein ausführliches Gespräch über die zur Zeit vergessene Katastrophe zu  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

KOPP EXKLUSIV: Hymne für die Olympischen Spiele 2008 – kommt aus Deutschland

Udo Ulfkotte

Gerade erst hat Deutschland ein Debakel beim Grand Prix erlebt. Mit zwei anderen müssen sich die deutschen Musiksternchen den allerletzten Platz teilen. Die Medien hatten doch so große Hoffnungen in die deutschen Teilehmer gesetzt – und dann eine herbe Niederlage erlitten. Völlig ohne mediale Aufmerksamkeit bahnt sich derweilen in Deutschland eine  mehr …

Moment mal: Auf dem Weg in die Klimahysterie?

System

Jeden Abend im Fernsehen, und das seit drei Wochen: Ein abbrechender Eisberg, der ins Wasser kracht. Ein Eisbär, der auf einer abdriftenden Insel aus Eis verzweifelt ist. Ein toller Film. Diese beiden Bilder aus dem Archiv von 1998 (!!!) sind in jedem Nachrichtenstudio zur Hand. Sie sind so gut, dass man sich nicht die Mühe machte, sie noch mal zu  mehr …

Neue Studien: Windräder schaden dem Klima und vernichten Arbeitsplätze

Udo Ulfkotte

Amerikanische, spanische und britische Wissenschaftler haben unabhängig voneinander in den vergangenen Tagen brisante Studien veröffentlicht, nach denen die angeblich umweltfreundlichen Windräder dem Klima erheblich schaden. Und sie vernichten Arbeitsplätze. Deutsche Straßenmagazine halten ihren Lesern diese brandaktuellen wiissenschaftlichen  mehr …

Hilfe! Der Wald wächst so schnell …

Udo Ulfkotte

Erinnern Sie sich noch an die medialen Horrormärchen vom »Waldsterben«? Und an die in den Jahren darauffolgenden reißerischen Journalisten-Berichte über den »Klimawandel« und die Folgen der »Erderwärmung« für europäische Wälder? Den Wald hat das alles nicht gestört. Er ist artenreicher geworden. Die Wälder wachsen und gedeihen wie nie zuvor.  mehr …

Klimaterror: Das Evil Empire lebt

Gerhard Wisnewski

»Es ist fünf vor zwölf!«, behaupten die Klima-Propheten: »Wir müssen handeln!« Wie recht sie haben. Allerdings ist es nicht fünf vor zwölf für das Weltklima, sondern fünf vor zwölf für die Freiheit des Menschen.  mehr …

Werbung

Newsletter – Jetzt kostenlos anfordern

E-Mail-Adresse

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.