Tuesday, 24. May 2016
13.01.2014
 
 

Massives Sterben von Meereslebewesen vor der amerikanischen Westküste weitet sich aus

Adnan Salazar

Einwohner des US-Bundesstaates Oregon erklärten gegenüber Infowars am Freitag, dass sich entlang der amerikanischen Pazifikküste weitere ungewöhnliche Ereignisse häufen. Dies untermauert die Beobachtung, dass die Medien sowohl das Auftreten hoher radioaktiver Strahlung entlang der Westküste sowie das darauf folgende Sterben von Meereslebewesen herunterspielen oder ganz verschweigen.

So berichteten verschiedene Einwohner des Fischerdorfes Charleston in Oregon über auffällige Besonderheiten wie das Anschwemmen auflösender bioluminiszenter Quallen und japanischer »Tsunami-Trümmer« an den Strand. Ein Anwohner, der schon sein ganzes Leben dort verbringt, berichtete, er habe an die 100 tote Seesterne in der Nähe einer öffentlichen Parkanlage in

Bastendorff Beach gesehen.

 

Meeresbiologen hatten zuvor bereits ein mysteriöses »Schmelzen« von Seesternen an der Küste des Bundesstaates Washington bei Puget Sound beobachtet und die unbekannte Krankheit als »Seesternverfallskrankheit« bezeichnet. »Diese Situation ist weit verbreitet und breitet sich infektionsartig aus. So etwas haben wir in der Vergangenheit noch nie erlebt«, erklärte der Meeresökologe Pete Raimondi gegenüber der amerikanischen Tageszeitung USA Today zum massiven Seesternsterben.

 

Zunächst schien Oregon von der Krankheit nur in geringem Maße betroffen zu sein. Wie Rob Davis von der Zeitung The Oregonian schrieb, wurde ein einzelnes Vorkommnis bislang nur »in einem Gezeitenbecken im staatlichen Naturschutzgebiet Tokatee Klootchman südlich der Kleinstadt Yachats gemeldet. Zuvor hatte David Knight schon Anfang Januar über das Seesternsterben berichtet.

Aber der schon oben erwähnte Einwohner Charlestons, der aber nicht gefilmt werden wollte, erklärte, er gehe jeden Tag am Strand spazieren. Und dabei habe er die toten Seesterne südlich des Bastendorff Beach County Park gefunden, was darauf hindeutet, dass sich die Krankheit schon weiter ausgebreitet hat als man zuvor vermutete. Ein Mitarbeiter des Meeresbiologischen Instituts von Oregon, der ebenfalls nicht vor der Kamera sprechen wollte, erklärte, er sei über das Seesternsterben informiert.

 

Die höchste Strahlungsmessung, die wir in Charleston vorfanden, betrug an der Küste eines Jachthafens 74 CPM. Bei zwei Weißen Thunfischen in Charleston wurden 38 CPM bzw. 36 CPM gemessen. Diese Werte liegen unter den Werten, die am Surferstrand festgestellt wurden, aber sie zeigen die relative Höhe der Strahlungswerte an »Hot Spots« entlang der Westküste.

 

Nach den Meldungen, das unerklärliche Meerestiersterben habe nun auch die Küste Oregons erreicht, folgten Berichte über merkwürdige Ereignisse im Pazifik. In der vergangenen Woche haben Wissenschaftler in der nordmexikanischen Laguna Ojo de Liebre, zuvor unter der Bezeichnung »Scammon‘s Lagoon« bekannt, zum ersten Mal überhaupt einen Fall siamesischer Grauwalzwillinge dokumentiert, wie Mikael Thalen schrieb. »Es wurden zwar schon bei anderen Walarten siamesische Zwillinge gefunden. Aber wie eine Recherche in der Datenbank des Naturhistorischen Museums des Landkreises Los Angeles ergab, finden sich keine Aufzeichnungen über siamesische Zwillinge bei Grauwalen.«

 

Aus einer vor Kurzem veröffentlichten Untersuchung in den Proceedings of the National Academy of Sciences geht hervor, dass die Zahl toter Meereslebewesen, die den Grund des Pazifik bedecken, so hoch wie niemals zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen vor 24 Jahren ist. »In den 24 Jahren, in denen diese Untersuchung durchgeführt wird, haben die beiden letzten Jahre die größte Menge an derartigen Zerfallsprodukten ergeben«, erklärte die Meeresbiologin Christine Huffard vom Forschungsinstitut des Monterey Bay Aquarium im vergangenen November gegenüber der Zeitschrift National Geographic.


Bisher halten sich Wissenschaftler und Regierungen mit der Einschätzung zurück, dass diese Anomalien auf radioaktive Teilchen zurückzuführen sind, die nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima 2011 in die Umwelt gelangten. Aber diese Möglichkeit kann nicht völlig ausgeschlossen werden.

 

Dass das Gesundheitsministerium 14 Millionen Kaliumiodidtabletten – diese Substanz kann den Körper vor einer radioaktiven Vergiftung nach einem schweren Atomunfall schützen – bestellt hat, sowie die Tatsache, dass sich die Behörde weigerte, auf entsprechende Nachfragen zu antworten, hat die Befürchtungen, radioaktives Material sei nun an die Westküste gelangt und habe zum Massensterben beigetragen, eher verstärkt.

 

Augenzeugenberichte aus dem fernen Alaska besagen, Trümmerteile aus der Hinterlassenschaft des Tsunamis, der in Japan verheerende Zerstörungen anrichtete und die Reaktorkatastrophe auslöste, seien an die dortige Küste angeschwemmt worden. Unseren Messungen zufolge konzentriert sich die erhöhte Radioaktivität allerdings bisher auf die Westküste Kaliforniens. So ergaben Messungen im Bean Hollow State Park und am Salinas River State Beach Werte von 100 CPM oder höher, während die Messungen am Strand von Charleston in Oregon nur Höchstwerte von 54 CPM ergaben.

 

Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

 

 

 

 


 

 

 

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