Tuesday, 31. May 2016
27.04.2009
 
 

»Raytheon« – Neues Zentrum der Schattenmacht?

Andreas von Rétyi

Schon seit geraumer Zeit beobachten wir die Entwicklungen um den »Raytheon«-Konzern mit gewisser Skepsis und Sorge. Die Geschichte scheint sich hier auf ein Neues zu wiederholen. Wie bereits der unter sehr mysteriösen Umständen ums Leben gekommene amerikanische Journalist Danny Casolaro feststellte, wandelt sich die gewaltige, häufig im Verborgenen operierende größte Machtstruktur unseres Planeten ständig. Und ihre dunklen Geschäfte werden meist übergangsweise von gigantischen Konzernen mitgetragen, die zeitweilig als Handlungszentralen dienen. Die stark zunehmende Macht des »Raytheon«-Konzerns könnte darauf hindeuten, dass hier ein neues Herz der Schattenregierung zu schlagen begonnen hat.

Der 10. August 1991 ist gerade einmal eine halbe Stunde alt, als Angestellte des Sheraton-Inn-Hotels in Martinsburg, West Virginia, eine grausige Entdeckung machen: In der Badewanne von Zimmer Nummer 517 liegt ein Toter. Das Wasser ist rot, das ganze Bad blutverschmiert. Sämtliche Fundumstände deuten auf Selbstmord. Doch die Hintergründe lassen gänzlich andere Schlussfolgerungen zu. Bald steht fest: Der Tote ist Danny Casolaro, ein junger Journalist, der über Jahre hinweg die düstersten Verschwörungen verfolgt und zahlreiche brisante Informationen gesammelt hat. Wie sich herausstellt, stand er nun kurz vor dem Treffen mit einem Zeugen, der ihm wichtiges Beweismaterial übergeben wollte. Mit diesem Material hätte Casolaro die Kräfte der Schattenregierung sogar konkret beim Namen nennen können. Der Journalist war geradezu euphorisch – nicht unbedingt die richtige Stimmung, um Selbstmord zu begehen. Doch nun war Casolaro tot.

Suizid? Keinesfalls! Der investigative Autor war zu weit gegangen, er war den Hütern der großen Geheimnisse gefährlich nahe gekommen und musste beseitigt werden, bevor er wirklich Schaden anrichten konnte. Also bestand dringend Handlungsbedarf. Und es geschah. Casolaro sollte die Nacht zum 11. August nicht überleben.

Der Journalist sprach auch gerne vom »Oktopus«, einer vielarmigen Kreatur, die im Verborgenen agiert, die hochgefährlich und enorm wandlungsfähig ist. Genau wie jener Oktopus chamäleongleich seine Hautfarbe wechselt, genauso wandelt sich auch die verbrecherische Schattenregierung. Sie erscheint in Form verschiedenster Körperschaften, verfügt über stets neue Organe, über zahlreiche Arme und Schaltzentralen, um möglichst flexibel und ungreifbar zu sein. Geänderte Namen, gleich bleibende Konzepte und Ziele!

Laut Casolaros Recherchen hatte sich der Oktopus in den 1960er-Jahren beispielsweise in der riesigen Bunge Corporation manifestiert. Wenn allerdings ein Konzern oder eine Organisation mit der Zeit zu sehr ins Rampenlicht gerät, wenn die unabhängige Presse und schließlich die Öffentlichkeit zwangsläufig aufmerksam werden, dass hier vielleicht zu viel Macht auf einem Fleck konzentriert sind, dann müssen die Gewichte verlagert werden. So eben arbeitet das berüchtigte »Secret Team«.

In den 1990er-Jahren etablierte sich die enorm schnell aufgestiegene Carlyle-Gruppe als neues Zentrum der Schattenregierung und wuchs sich zu einem gigantischen Rüstungskonzern aus. Fast zu exponiert waren dabei die Namen, die sich bald mit diesem Unternehmen verbanden. Hier zirkulierte alles von Rang – darunter US-Außen- und Verteidigungsminister, CIA-Chefs und beide Präsidenten Bush.

Heute scheint es der Raytheon-Konzern zu sein, der einige wesentliche Aufgaben der Schattenregierung übernimmt und mit trägt. Raytheon spielte, wie ich in meinem Buch Denn sie wussten zu viel … ausführlich erläutere, auf ganz eigene Weise in die Ereignisse vom 11. September 2001 hinein, sowohl hinsichtlich der nötigen Technologie, um die schrecklichen Attacken gleichsam vollautomatisch ablaufen zu lassen, als auch hinsichtlich etlicher führender Mitarbeiter, die ganz augenscheinlich für das geheime Projekt geopfert wurden. Auch ein sehr ungewöhnlicher und inoffizieller Flug am 13. September 2001, bei dem jugendliche Angehörige höchstrangiger arabischer Familien außer Landes gebracht wurden, während sämtliche zivile Maschinen noch einem Startverbot unterlagen, ging von einem Raytheon-Terminal aus.

Raytheon, allein der Name schon lässt nichts Gutes ahnen – »göttliche Strahlen« oder »Strahlengott«, fast schon könnte man auch vom »Lichtbringer« sprechen! Der Konzern arbeitet dementsprechend auch an diversen Strahlenwaffen und Waffentechnologien des 21. Jahrhunderts. Das mächtige Unternehmen entwickelte das Raytheon Sarcos Exoskeleton (s. auch Video unter: http://www.youtube.com/watch?v=Nhj3Z9o6t0g) sowie nicht-lethale Waffensysteme wie das Active Denial System (ADS) in verschiedenen Varianten, darunter Silent Guardian (»Stiller Wächter«). Die als humane Waffen präsentieren Systeme sollen unter anderem einer aktiven Kontrolle von Demonstranten dienen sowie jegliche Personen außer Gefecht setzen, die Widerstand gegen die Staatsgewalt leisten. So könnten zahlreichen Aufstände zerschlagen werden, ohne dabei tödliche Waffen einzusetzen. ADS-II ist eine Mikrowellenwaffe, deren Strahlen bei einer Frequenz von 95 Gigahertz auf bis zu 500 Meter Distanz das Wasser in der Haut der Zielperson noch zum Kochen bringen kann. Die Mikrowelle mit großer Reichweite: Nicht tödlich – oder vielleicht doch?

Nicht zuletzt findet sich Raytheon federführend beim mysteriösen, vermeintlich zivilen und rein wissenschaftlichen HAARP-Projekt in Alaska wieder, das vom Militär getragen wird und eine Aufheizung der Ionosphäre bewirkt. Raytheon kaufte in den vergangenen Jahren bedeutende Technologie- und Rüstungskonzerne auf und wächst zu einem neuen Ungetüm heran. Das Unternehmen erhält ständig neue Verträge für militärische Entwicklungen. Der neueste ergänzt einen bereits bestehenden Vertrag über 132,2 Millionen Dollar, den Raytheon für »Technologie-Dienstleistungen« bereits im Januar erhalten hat. Der zusätzliche Vertrag stellt der Rüstungsfirma weitere 27 Millionen Dollar zur Verfügung, so heißt es. Dafür wird Raytheon sämtliche technologischen Dienstleistungen zur Wartung des Patriot-Systems liefern und dessen Status als modernstes, kampferprobtes Raketenverteidigungssystem sicherstellen. Die Arbeiten werden durch Raytheon in verschiedenen Zentren durchgeführt: im Hauptquartier in Tewksbury, Massachusetts, im Integrated Air Defense Center in Andover, Massachusetts, im Warfighter Protection Center in Huntsville, Alabama, sowie im Missile Capability Verification Center in White Sands, New Mexico.

160 Millionen Dollar, das klingt nach richtig viel Geld. Für Raytheon allerdings eher etwas für die Portokasse. Der Konzern setzte im Jahr 2008 mit seinen Waffengeschäften rund 23,2 Milliarden US-Dollar um! Raytheon wächst unaufhaltsam, doch die Öffentlichkeit soll es nicht erfahren. Als eine Gruppe von neun Mitgliedern einer irischen Antikriegsbewegung (Derry Anti-War Coalition) die lokalen Büros von Raytheon im August 2006 besetzte, war auch der hochkarätige Journalist Eamonn McCann mit von der Partie. Natürlich wurden die Demonstranten verhaftet, darüber hinaus aber verfügte der zuständige Richter, dass keinerlei Medienberichte über den Fall publiziert werden dürften und auch ganz allgemein kein Wort über Raytheon verloren werden dürfe – wie beispielsweise auch über »deren aktuelle Erklärung zur weiteren Unternehmens-Expansion«. Das alles lässt dennoch tief blicken!

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