Friday, 26. August 2016
06.07.2010
 
 

250 Millionen US-Dollar für Impfstoff verschwendet

Andreas von Rétyi

Jetzt erreichen rund 70 Millionen Einheiten des Impfstoffes gegen das Schweinegrippe-Virus H1N1 ihr Verfallsdatum und werden damit unbrauchbar – ja, das waren sie schon zuvor, doch nun sind sie es auch nach offizieller Lesart. Das entspricht einem Gegenwert von rund 250 Millionen US-Dollar. Die Gesamtverluste sind noch höher. Und wozu das Ganze?

Es geht nicht darum, im Nachhinein schlauer zu sein. Aber wir wissen nicht erst seit gestern, dass die Panik um die Schweinegrippe völlig überflüssig war. Sensationsberichte um die große Grippe machten die Runde, verdächtig war dabei allein schon, wie Einzelfälle zu regelrechten Medienereignissen hochstilisiert wurden. Diese Fälle schienen geradezu einen gewissen Seltenheitswert zu besitzen. Und den hatten sie in der Tat! Zumal gerne auch mal solche Opfer in die Statistik rutschten, von denen gar nicht nachgewiesen war, dass sie am H1N1-Virus erkrankt waren.

Aber der Impfstoff musste her, die Obrigkeiten kümmerten sich rührend um die Volksgesundheit, ganz im Interesse der großen Industrie. Da war allerdings schon bemerkenswert, wie die Alarmstufe plötzlich heruntergeschraubt wurde, als die wesentlichen Verträge zur Herstellung des Impfstoffes schließlich unterzeichnet waren. Jeder Stoff verliert aber irgendwann auch seine Wirkung oder verdirbt komplett. Schon gegen Ende März erreichte der Impfstoff Celtura (Novartis) sein Verfallsdatum. Die Schweiz hatte 13 Millionen Einheiten für 84 Millionen Franken angekauft. Immerhin fünf Millionen Impfdosen kamen beim »Endverbraucher« an und wurden ihm per üblicher Injektion verpasst. Die Weltgesundheitsbehörde WHO erhielt 1,5 Millionen Dosen als Geschenk, 900.000 gingen kostenpflichtig in den Iran. Doch die Verfallsdaten rückten näher. Anträge auf Fristverlängerung sollten Abhilfe schaffen.

Pandremix von GlaxoSmithKline hält noch bis zum Jahr 2012. Jenes Präparat, das seinem Namen nach durchaus einem kleinen gallischen Dorf entspringen könnte, wird spätestens bis dahin allerdings überflüssig sein, und das einmal ganz abgesehen von den ohnehin oft düsteren Prophezeiungen für jenes spezielle Jahr. Denn die Industrie mischt dann bereits standardmäßig eine zusätzliche H1N1-Komponente in die gewöhnliche Grippeimpfung hinein. Doch überflüssig waren die diversen Mixturen allemal. Da nützte auch die Panikmache nichts.

Im Oktober 2009 sorgte der Medizin-Professor Dr. Adolf Windorfer für dicke Schlagzeilen, als er verkündete: 35.000 Deutsche werden an der Schweinegrippe sterben. Als Anhaltspunkt für seine Abschätzungen hatte er besonders verlustreiche Grippejahre herangezogen. Sollte man auch tatenlos abwarten, bis es zu spät war und die Katastrophe über die Welt hereinbrach? Die folgenden Monate verliefen jedoch glücklicherweise weitaus harmloser als prognostiziert. Bis ins Frühjahr hinein waren 235 Tote zu beklagen, weltweit sollen es 16.813 gewesen sein, wobei die Sicherheit der Diagnosen auf H1N1 noch eine ganz andere Frage ist.

Nun liegen noch ganze Berge von Impfstoff herum und erreichen das Verfallsdatum. Nach einer aktuellen Meldung von Discovery News handelt es sich gegenwärtig um 70 Millionen betroffene Einheiten. Trotz anhaltender intensiver Warnungen durch die Behörden kam es bekanntlich auch nie zum befürchteten großen Ausbruch einer Pandemie. Die Zahl der in Folge von jahreszeitlich bedingten Grippewellen umgekommenen Menschen lag deutlich über der Zahl der durch das H1N1-Virus getöteten Personen.

Laut der Londoner Zeitung The Independent bedauert Professor Ulrich Keil, Berater der Weltgesundheitsbehörde WHO, dass Länder auf aller Welt durch die Pandemie-Einstufung der Schweinegrippe wertvolle Gelder im öffentlichen Gesundheitswesen verloren hätten. Anstatt sich um die wirklich »großen Killer« unserer Gesundheit zu kümmern, darunter Bluthochdruck, Rauchen, zu hohes Körpergewicht, mangelhafte Bewegung und fehlerhafte Ernährung, habe man riesige Summen in »pandemische Szenarien« investiert, für die nur sehr unzureichende Belege vorgelegen hätten. Auch die WHO als UN-Organ muss mittlerweile auf die Faktenlage reagieren und dürfte an der Richtigkeit ihrer eigenen Politik zweifeln. Ein externes Komitee befasst sich derzeit mit den WHO-Entscheidungen, die wesentlich für die Schweinegrippe-Panik verantwortlich waren.

Bei alledem nicht zu vergessen natürlich die großen politischen Entscheidungen, die in völliger Verschwiegenheit getroffen werden. Wenn man – neben dem Nutzen für die Pharmariesen – einmal die etwas anderen Hintergründe der Schweinegrippe-Panik beleuchtet, wird einem wirklich einiges klar. So sickerte zwischenzeitlich durch, die Bilderberggruppe habe wieder einmal ganz gezielt versucht, ihre Ziele zu realisieren und globale Abläufe sehr gezielt geplant. Diesmal allerdings nicht ganz so reibungslos und erfolgreich wie dereinst bei der Planung der Ölkrise von 1973 in Saltsjöbaden bei Stockholm. Nun galten die Bemühungen einer Stärkung der Weltgesundheitsbehörde WHO, aus der im Sinne der Globalisierung ein eigenes Weltgesundheitsministerium werden soll. Um die Bereitschaft für eine globale Behörde zu erhöhen, sollte ein globales Ereignis generiert werden – eine Pandemie – ähnlich, wie auch die globale Finanzkrise ihrerseits nach einem globalen Finanzministerium zu rufen scheint. Die historische Parallele hier kennen wir alle: Die Gründung der Federal Reserve, ebenfalls geschehen unter geheimsten Vorzeichen und in der Abgeschiedenheit von Jekyll Island, USA. Im Interesse der Mächtigen soll uns eben so manches »eingeimpft« werden, manchmal sogar ganz im eigentlichen Sinne.

Schon 1976 wurde eine gewaltige Schweinegrippe-Impfaktion in den Vereinigten Staaten durchgeführt. Nachdem unter Soldaten in Fort Dix, New Jersey, einige Fälle aufgetreten waren, starteten die USA ein beispielloses Programm. Auch der damalige US-Präsident Gerald Ford ließ sich öffentlich impfen. Was ihm damals dann wirklich gespritzt wurde, darüber darf man sich allerdings streiten. An der Massenimpfung von 1976 nahmen insgesamt rund 40 Millionen US-Amerikaner teil. Einige entwickelten daraufhin eine entzündliche Nervenwurzelerkrankung am Rückenmark, die als Guillain-Barré-Syndrom bekannt ist. Die Schadenersatzforderungen beliefen sich seinerzeit auf rund 3,5 Milliarden US-Dollar.

Beispiele für Manipulation von Medien und Öffentlichkeit gibt es wahrlich zuhauf. Die Geschichte wiederholt sich zwangsläufig in vielerlei Hinsicht, auch wenn die Welt sich genauso zwangläufig ändert. Doch heute gibt es eben Möglichkeiten, sich unabhängig zu informieren. Immer mehr Menschen nutzen diese Chance und beginnen dabei auch die wahren Hintergründe zu erkennen. Das hat letztlich auch die öffentliche Reaktion auf die Schweinegrippe unter Beweis gestellt, ganz zum Leidwesen von Bilderberg & Co.!

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