Monday, 26. September 2016
12.03.2016
 
 

Brusttumor in nur elf Tagen verschwunden: Triumph über den Krebs?

Andreas von Rétyi

Diese Überschrift hat etwas Provokatives an sich, denn kaum jemand würde einen solchen Erfolg für möglich halten. Skepsis scheint angebracht. Und doch: Auf der Europäischen Brustkrebskonferenz in Amsterdam stellte eine Forschergruppe der Universität Manchester die vielversprechenden Ergebnisse jetzt vor.

 

Zum ersten Mal überhaupt habe ein Medikament eine derart enorme Wirkung gezeigt: Im Rahmen einer Studie wurden 257 Brustkrebspatientinnen in drei Gruppen aufgeteilt, von denen die erste wie üblich vor der Operation keinerlei Behandlung erfuhr. Die zweite Gruppe erhielt das Medikament Herceptin, das für gewöhnlich postoperativ ein Jahr lang verabreicht wird. Die dritte Gruppe schließlich wurde einer kombinierten Therapie unterzogen, bei der Herceptin zusammen mit einem neueren Medikament namens Tyverb® (Lapatinib) eingesetzt wurde.

 

Von den 66 Frauen der dritten Gruppe zeigten 87 Prozent eine sehr schnelle biologische Reaktion. Dabei verschwanden sogar Tumoren bis zu einer Größe von drei Zentimetern. Noch bemerkenswerter war, wie schnell diese positive Entwicklung vonstattenging: Der Erfolg stellte sich schon innerhalb von weniger als zwei Wochen ein.

 

Experten sprechen daher von sehr »erstaunlichen« Resultaten. Immerhin litten die Patientinnen an einer der aggressivsten Formen von Brustkrebs, HER2-positiv. Dennoch sprachen statistisch gesehen beinahe neun von zehn Patientinnen gut auf die Behandlung an. In diesen Fällen nahm die Zahl der Krebszellen ab. Bei jeder vierten Probandin verringerte sie sich bedeutend, in einigen Fällen verschwanden die Tumore sogar komplett.

 

Selbst wenn bereits Lymphknoten befallen waren, wirkte die Therapie noch. Die Patientinnen seien außerordentlich überrascht gewesen über diese »atemberaubende Wirkung«. Und die Forscher sprechen bereits davon, dieser Durchbruch könne die künftige Behandlung von Brustkrebs möglicherweise radikal ändern.

 

Die vielen tausend Frauen, die jährlich die Diagnose HER2-positiv erhalten, könnten nun sehr kostengünstig mit den an sich teuren Medikamenten behandelt werden. Die sehr kurze Behandlungsdauer macht das möglich. Das betonen nun auch die Forscher, die zudem auf das Ausbleiben schwerer Nebenwirkungen verweisen.

 

Der führende Autor der Studie ist Nigel Bundred, ein Professor für chirurgische Onkologie an der Universität Manchester. Er erklärt selbstbewusst: »Dass solide Tumoren innerhalb von elf Tagen verschwinden, gab es noch nicht. Das sind atemberaubende Ergebnisse.« Die Kosten für eine zwölfmonatige Herceptin-Behandlung summieren sich sonst in etwa auf 25 000 Euro, bei Tyverb sogar auf 35 000 Euro.

 

Die neue Behandlung würde dagegen weniger als ein Zehntel dessen kosten und sehr effektiv sein. Bei jeder zehnten Frau sei der Tumor vollständig verschwunden, bei immerhin 17 weiteren Prozent der Patientinnen habe er sich so stark zurückgebildet, dass nur noch von einer »minimalen Resterkrankung« die Rede sein könne, so Professor Bundred. Die Tumoren seien dann kleiner als fünf Millimeter. »Wir sind ziemlich sicher, dass wir hier nicht nur ein Verschwinden des Tumors bewirken, sondern ebenso auch eine Immunantwort erhalten«, so schwärmt der Onkologe, der allerdings hinzufügt:

 

»Diese Ergebnisse sind so beeindruckend, dass wir vermutlich einen weiteren Versuch durchführen müssen, um zu beweisen, dass man sie verallgemeinern kann.« Sein Forscherkollege David Cameron, Onkologe an der Universität Edinburgh, zitiert den überraschten Pathologen im Labor, der in einer Probe vergebens nach dem Tumor suchte – in diesem Moment sei eigentlich erst klar geworden, dass die Geschwulst wirklich vollends verschwunden war.

 

Unklar bleibt, wie der Mechanismus wirkt, der die Tumoren schrumpfen oder gar komplett verschwinden lässt. Doch ein solcher Durchbruch würde künftig viel Leid ersparen helfen.

 

Das alles klingt in der Tat zu schön, um wahr zu sein. Gab es nicht auch schon Betrug in der Forschung? Keine Frage, sogar eine ganze Menge. Nur will und kann man das nicht einfach unterstellen. Denn es gab auch viele Sensationen.

 

Seltsam nur, dass gerade die vielversprechend klingenden therapeutischen Ansätze oft schnell wieder in der Versenkung verschwanden. Woran das wohl liegt? »Big Pharma« will vor allem verdienen. Was kein Geld bringt, kann für sie nicht gut sein. Und am schnell wieder geheilten Patienten ist eben nicht viel verdient.

 

Genau genommen ist es auch nicht das erste Mal, dass ein derartiger Durchbruch bei Krebs gemeldet wird und sich ein Erfolg innerhalb von nur wenigen Tagen einstellte. Eine Forschergruppe um Dr. Christine Dufès von der Strathclyde University im schottischen Glasgow meldete bereits im Jahr 2010 einen ähnlichen Erfolg. Mit Hilfe des in der Leber synthetisierten Glykoproteins Transferrin, das Eisen im Körper transportiert, brachte sie 90 Prozent an Hauttumoren binnen kürzester Zeit zum Verschwinden.

 

Sie nutzte den Umstand, dass innerhalb von Tumoren oft größere Mengen von Transferrin-Trägerproteinen anzutreffen sind, und schleuste mit Hilfe dieses Proteins besondere DNA-Stränge in die Geschwulst ein. Sie veranlassten die Zelle, spezifische Proteine zu produzieren, die den Tumor anschließend zu zersetzen begannen. Es dauerte nur wenige Tage, bis sich der Tumor verkleinerte. Spätestens nach einem Monat war er verschwunden.

 

Dufès berichtete zwei Jahre später auch über gezielte Tumorbekämpfung mit einem Bestandteil von grünem Tee. Überhaupt liefert die Natur genügend weitere Beispiele für erfolgreiche Anti-Krebs-Strategien.

 

Zur Behandlung von Brustkrebs wurde bereits im September 2004 in der Zeitschrift Arzneimittelforschung von einer Wirksamkeitsstudie zu Mistelpräparaten berichtet.

 

Dabei ging es um die Untersuchung von Sicherheit und Wirksamkeit einer langfristigen komplementären Misteltherapie, die also zusätzlich zur konventionellen Behandlung durchgeführt wird. Hier hieß es dann: »Obwohl das Krankheitsstadium der Frauen in der Prüfgruppe anfangs weiter fortgeschritten und die Prognosefaktoren ungünstiger waren, litten sie unter signifikant weniger Nebenwirkungen der konventionellen Therapie und hatten deutlich weniger krankheits- und therapiebedingte Symptome. Darüber hinaus konnte auch ein positiver Einfluss auf die Überlebenszeit beobachtet werden. Die aktuellen Ergebnisse zeigen auf, dass eine Komplementärtherapie mit dem standardisierten Mistelextrakt Iscador® beim Mammakarzinom als wirksam und sicher angesehen werden kann.«

 

Über die lindernde Wirkung hinaus wurde also insgesamt ein positiver Einfluss der Mistel bescheinigt, trotz der sonst konventionellen Behandlungsweise. Der Düsseldorfer Mediziner Prof. Dr. Klaus Maar attestierte intravenös verabreichtem Mistelextrakt sogar die Eigenschaft, Lungenmetastasen abtöten zu können.

 

Die jetzt entdeckte Kombinationstherapie scheint jedoch völlig neue Perspektiven zu öffnen. Und trotzdem muss vielleicht noch mit anderen Überraschungen gerechnet werden. Wie erwähnt, kommt das Medikament Herceptin bei Brustkrebs schon länger zum therapeutischen Einsatz. An den Krebszellen befindet sich ein Wachstumsfaktorrezeptor, an den Herceptin ankoppelt und damit dessen Funktion blockiert.

 

Auf diese Weise wird die Signalkette unterbunden, über die ständig ein falsches Wachstumssignal ins Zellinnere gelangt. Das soll den Krebs aufhalten. Der Rezeptor findet sich aber auch auf normalen Zellen, weshalb die Behandlung nicht ohne Nebenwirkungen bleibt – wenn auch nicht im Maße einer Chemotherapie.

 

Eine US-Studie ergab eine geringfügige Steigerung der Überlebensrate von Patientinnen, die mit Herceptin (Trastuzumab) behandelt worden waren. Damit begann die Erfolgsgeschichte des Präparats. Dann allerdings wurden massive Nebenwirkungen bekannt, die bei etlichen Frauen innerhalb von 24 Stunden nach der Einnahme zum schnellen Tod führten.

 

Der Herzmuskel wird durch das Medikament »reversibel geschädigt«. Bei Patientinnen, die unter anderem an einer Herzinsuffizienz leiden, muss eine Herceptin-Therapie daher äußerst sorgfältig abgewogen werden.

 

Die Ergebnisse der neu entwickelten Kombinationstherapie klingen wie gesagt sensationell.

 

Und so bleibt zu hoffen, dass sich damit auch wirklich eine Sensation verbindet, die möglichst vielen Menschen hilft.

 

 

 

 


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