Friday, 24. June 2016
11.01.2016
 
 

Die Suche nach außerirdischen Zivilisationen: Beste Chancen dort, wo sie niemand vermutete

Andreas von Rétyi

US-Astrophysiker sind jetzt überzeugt: Forscher haben bei der Suche nach fremden Intelligenzen im All bislang einen großen Fehler gemacht. Dieser Fehler bestand darin, riesige Sternensphären am Rand unserer Galaxis als »Wohnorte« solcher Lebensformen auszuschließen. Die neuen, am 6. Januar präsentierten Ergebnisse lassen allerdings darauf schließen, dass sie gerade dort zu finden sein könnten. Warum dieser Sinneswandel?

 

Unser Milchstraßensystem wird von rund 150 gewaltigen sphärischen Sternansammlungen umgeben, bekannt als »Kugelsternhaufen«. In diesen glitzernden Sternennestern sind Hunderttausende sehr alter Sonnen in dichter Anordnung vereint. Astronomen rätseln seit Langem, ob dort vielleicht bewohnte Planeten existieren könnten. Die meisten Experten hielten das bisher eher für unwahrscheinlich.

Warum? Ganz einfach: Jene greisen Sterne stammen aus den Anfangstagen der Galaxis, als das gesamte System noch kaum schwerere Elemente enthielt, die erst im Laufe der Zeit von Riesensternen produziert und bei stellaren Explosionen verteilt wurden. Ohne diese Elemente aber sind zumindest terrestrische Planeten und Lebensformen undenkbar.

 

Außerdem fallen die Sternabstände in den dichten Ansammlungen wesentlich geringer aus als beispielsweise im Umfeld der Sonne, so dass die gegenseitigen Schwerkraftwirkungen schnell für Probleme bei den Planetenbahnen sorgen dürften. Sie würden durch benachbarte Sonnen gestört und könnten auf Dauer nicht stabil bleiben.

 

Das alles klingt auf den ersten Blick plausibel. Deshalb schien es ziemlich paradox, als Astronomen im Jahr 1974 eine Radiobotschaft ausgerechnet in Richtung des riesigen Kugelsternhaufens M13 im Herkules aussandten. Doch diese berühmte »Arecibo-Botschaft« war in erster Linie natürlich symbolisch zu verstehen. Allein die Distanz schloss eine baldige Antwort aus, sollte dort tatsächlich eine Zivilisation existieren und die Signale empfangen.

 

M13 liegt etwa 27 000 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt. Eine Rückmeldung würde also bestenfalls erst nach rund 54 000 Jahren bei uns eintreffen! Lichtgeschwindigkeit wird im Weltraum wirklich zur lächerlichen Geschwindigkeit…

 

Wie dem auch sei: Auf der soeben in Kissimmee, Florida, beendeten Konferenz der American Astronomical Society präsentierte Rosanne Di Stefano vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) eine völlig neue Bewertung der Sachlage. Demnach sieht alles nun ganz anders aus: Kugelsternhaufen könnten sogar der aussichtsreichste Ort sein, um nach fremden Intelligenzen zu fahnden. So ist Wissenschaft. Nun, was aber bewirkt dieses Umdenken?

 

Di Stefano und ihre Kollegen glauben einfach, dass Astronomen einfach noch zu wenig über die Fakten nachgedacht und voreilige Schlüsse gezogen haben, die später nicht mehr infrage gestellt wurden. Die Gegenargumente wirkten zu selbstverständlich – nicht genügend Baumaterial und viel zu großes Chaos in jenen Sternenbällen. Wohl die denkbar ungünstigsten Startvoraussetzungen für bewohnte Planeten.

 

Mittlerweile aber gibt es wirklich genügend neue Daten und Ansätze. So wurden Exoplaneten auch um Sterne aufgespürt, die nur ein Zehntel des Metallgehalts unserer Sonne aufweisen. Vor allem die riesigen Gasplaneten bevorzugen offenbar Sterne, die einen höheren Anteil schwerer Elemente aufweisen. Für Gesteinsplaneten gelte das nicht, so erklären die CfA-Forscher.

 

Überdies sind in den letzten Jahren uralte Galaxien aufgespürt worden, die bereits erstaunlich viel Staub enthalten. Und auch in Kugelsternhaufen konnten Staubbanden gefunden werden. So ganz leergefegt sind sie also wohl nicht. Eine frühere Idee vermutete, die schönen Sternensphären hätten ihren Staub bei Durchgängen durch die galaktische Ebene verloren. Pustekuchen.

 

Was die gestörten Planetenbahnen betrifft, hält die Di-Stefano-Gruppe auch diese Behauptung für eine ganz und gar unzulässige Schlussfolgerung. In Kugelsternhaufen kreisen die Sonnen zwar dicht gedrängt, doch handelt es sich um kleine Sterne geringer Masse. Alle Riesen sind längst ausgestorben.

 

Nur die Winzlinge, die ihre Energievorräte langsamer verbrauchen, strahlen weiter vor sich hin. Diese Zwergsterne erzeugen aber nicht genügend Schwerkraft, um die nahen Nachbarn wesentlich zu beeinflussen, so die Forscher. Möglich, dass sämtliche auf weiten Bahnen kreisende Planeten nicht lange in ihrem System bleiben, denn schließlich spüren sie auch von ihrem jeweiligen Heimatstern nur wenig Anziehungskraft.

 

Doch erdartige Planeten auf engerem Orbit wären auf der sicheren Seite. Und weil die bewohnbare Zone solcher Zwergsterne sowieso klein ausfällt, müssen sich alle wirklich interessanten Planeten nahe ihrer Sonne befinden.

 

Bislang wurde nur ein einziger Planet in einem Kugelsternhaufen entdeckt. Das klingt nach einer ziemlich mageren Ausbeute und scheint die alte Theorie zu bestätigen. Doch allein schon die größeren Entfernungen der Kugelsternhaufen gestalten die Suche problematisch, außerdem wird sie durch die hohe Sterndichte vor allem im Zentrum stark erschwert. Viel besser könnten sich dagegen Planeten in den Außenbezirken nachweisen lassen.

 

Die hohe Sterndichte der Kugelhaufen wäre für intelligente Lebensformen auch ein Vorteil beim Austausch interstellarer Botschaften zwischen verschiedenen Zivilisationen dort. Nachrichten wären nicht länger unterwegs als ein Brief von den USA nach Europa in der Zeit des 18. Jahrhunderts, so Di Stefano, die von der »Kugelsternhaufen-Chance« spricht. Auch interstellare Reisen wären dort wesentlich einfacher zu bewältigen als in unserer galaktischen Umgebung.

 

Die Suche nach Planeten in den prachtvollen Sternensphären dürfte in den nächsten Jahren noch einigen Auftrieb erhalten, auch durch die nächste Generation an Riesenteleskopen wie dem im Bau befindlichen 39-Meter-Teleskop der Europäischen Südsternwarte ESO.

 

Jedenfalls sei es »völlig voreilig zu sagen, dass es in kugelförmigen Sternhaufen keine Planeten gibt«, so betont der an der aktuellen Untersuchung beteiligte Astrophysikprofessor Alak Ray vom Tata Institute of Fundamental Research, Mumbai. In den engen habitablen Zonen könnte es zahlreiche bewohnte Erdenzwillinge geben, die über lange Zeiträume völlig ungestört existierten.

 

Schließlich wären ihre Heimatsterne uralt – die meisten Kugelsternhaufen bildeten sich vor mehr als zehn Milliarden Jahren. Und damit hätte das Leben enorm viel Zeit für eine weitreichende Entwicklung gehabt, möglicherweise bis hin zu sehr fortschrittlichen Zivilisationen.

 

Und so spekuliert Di Stefano dann auch: »Ein Kugelsternhaufen könnte vielleicht sogar der erste Ort in unserer Galaxis sein, an dem intelligentes Leben entdeckt wird.«

 

 

 

 

 

 

 


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