Mittwoch, 26. April 2017
26.07.2016
 
 

US-Heimatschutz: Schwebende Soldaten fürs Militär?

Andreas von Rétyi

Das US-Sicherheitsunternehmen Implant Sciences setzt auf ein neues Pferd: Hoverboards. Diese schwebenden Plattformen sind aus der Science-Fiction ins Machbare gerückt und sollen bald zum Alltag werden. Für Rettungskommandos, aber auch für militärische Einsätze und Überwachungszwecke.

 

Gerade noch müssen wir uns daran gewöhnen, dass uns mehr und mehr Drohnen um die Köpfe schwirren. Schon steht als nächstes die Revolution der »Hoverboards« bevor. Bekannt ist das Konzept zwar schon länger, vor allem auch aus der Science-Fiction-Trilogie Zurück in die Zukunft. Nun aber materialisiert sich die Idee in der Gegenwart: Eine kompakte Plattform hebt per kräftigem Luftrückstoß vom Erdboden ab und trägt einen Menschen mit spielerischer Leichtigkeit in die Höhe.

 

Bislang wurde auf dem Gebiet viel experimentiert. Doch was die innovative Firma Zapata Industries konstruiert hat, geht wesentlich weiter. Ergebnis ist ein Hoverboard, das auch bei Sicherheitsunternehmen sowie beim Militär zunehmend Begehrlichkeiten weckt. So kündigt nun die Implant Sciences Corporation an, Zapata aufkaufen zu wollen, und veranstaltete am 25. Juli eigens eine öffentliche Telefonkonferenz zum Thema.

 

»Implant Sciences«, dieser Name steht für Bombendetektoren, die im Auftrag des nach dem 11. September 2001 gegründeten US-Ministeriums für Innere Sicherheit produziert werden – und zwar insbesondere für die ihm unterstehende Transportsicherheitsbehörde (Transportation Safety Administration, TSA).

 

Hier will man nun verstärkt auf Unkonventionelles setzen, auf wirklich Zukunftsträchtiges. Da kommt Zapata Industries mit seinem »Flyboard« gerade recht. Ein Begleitschreiben zur geplanten Firmenübernahme betont: »Diese einzigartige Technologie bringt uns nicht nur eine unerreichte Manövriergeschwindigkeit und einfache Bedienbarkeit, sondern ebenso eine komplette Flugredundanz, wodurch diese Plattform nach lediglich 20 Stunden Training so sicher ist wie jedes Flugzeug.«

 

Zapata sei damit in der Lage, seine bahnbrechende Technologie für einen breiten Anwendungsbereich zu kommerzialisieren, von fliegenden Krankenbahren und Jetbikes bis hin zu schwebenden Rettungsstationen, Gerüsten oder unbemannten Schwerlastdrohnen. An der Machbarkeit wird nicht mehr gezweifelt, sei es nun für medizinische oder militärische Anwendungen, aber auch für die Industrie.

 

Tatsächlich fanden bereits eindrucksvolle Demonstrationen statt. Das Ganze geht im Wesentlichen zurück auf den französischen Jetski-Champion und Unternehmer Franky Zapata, der das Flyboard im Jahr 2011 als Wassersportgerät entwickelt hat.

 

Damals funktionierte es per Wasserstrahl-Rückstoß, was einen Schwebeflug bis zu rund neun Metern Höhe über der Wasseroberfläche ermöglichte. Bereits ein Jahr später wurde das Gerät bei den Jetski-Weltmeisterschaften in China erstmals der Öffentlichkeit vorgeführt.

 

Franky Zapata, der ein Patent auf seine Erfindung erhielt, konnte das Fluggerät mittlerweile wesentlich weiterentwickeln und ein vollwertiges Hoverboard präsentieren. Im vergangenen Frühjahr stellte er mit einem per Luftrückstoß getriebenen Hoverboard an der südfranzösischen Küste einen neuen Weltrekord auf: Vier Turbomotoren mit je 250 PS direkt unter seinen Füßen lieferten genügend Leistung, um den 37-jährigen Sportler auf 50 Meter Höhe zu bringen und mit 50 Stundenkilometern vorwärts zu treiben. Auf diese Weise konnte Zapata eine Strecke von mehr als zwei Kilometern zurücklegen, aufrecht stehend auf dem »fliegenden Skateboard«. In jedem Fall beeindruckend. Was der Zuschauer sonst von James Bond und Science-Fiction kannte, wurde hier nun zur Realität.

 

Der Anwendung scheinen kaum Grenzen gesetzt. Wendig und flexibel, dürften Hoverboards vor allem bei unwegsamem, schlecht zugänglichem Gelände auch für Rettungseinsätze einige Vorteile mit sich bringen. Zapata wünscht sich natürlich eine möglichst weite Verbreitung seiner Erfindung, träumt vom vergleichsweise preiswerten Flyboard für jedermann. Damit wären dann allerdings auch so manche zusätzlichen »Risiken und Nebenwirkungen« verbunden, deren wenig erfreuliche oder gar gefährliche Konsequenzen sich wohl jeder relativ leicht ausmalen kann.

 

Und das Militär? Das träumt seinerseits bereits seit den 1950er-Jahren von leichtgewichtigen, niedrig fliegenden und dabei schnellen Fluggeräten, die eine Person sehr flexibel an jeden beliebigen Ort verfrachten können, auch wenn der fliegende Soldat schnell zur Zielscheibe wird. Doch flinke Einsatztruppen für die Luft, Sonderkommandos für alle möglichen und unmöglichen Aufträge, solche Ideen stehen durchaus auf der Agenda.

 

Bislang haben unbemannte Drohnen zunehmend den Himmel erobert, und auch hier erleben wir jetzt gerade erst die Anfänge. Und schon die sind nicht gerade beruhigend. Nun aber wird es immer einfacher, auch einzelne Personen auf flexiblen Hoverboards sicher zu transportieren. Das dürfte, Schwindelfreiheit vorausgesetzt, seine ganz eigene Revolution mit sich bringen.

 

 

 

 

 

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