Thursday, 1. September 2016
09.01.2010
 
 

Barack Obama wurde prophezeit. Steht das Ende aller Zeiten kurz bevor?

Fabio R. de Araujo

Wie viele US-Präsidenten wurden tatsächlich schon geweissagt? Im Folgenden gehe ich auf eine Prophezeiung aus dem Jahre 1926 ein, in der zumindest einer vorhergesagt wurde. Die US-amerikanische Zeitschrift »The Liberator« veröffentlichte 2008 einen Artikel von mir, in dem ich, ausgehend von dieser Prophezeiung, angekündigt habe, dass Barack Obama zum Präsidenten gewählt würde.

 

Der schwarze Präsident – eine Prophezeiung aus dem Jahre 1926

Unter all den Visionen, Worten und Gedanken, die empfangen werden und einen Blick in die Zukunft erlauben, gibt es eine ganz besondere Art von Prophezeiung, die auf dem Papier zum Leben erwacht, sobald ein Autor die Inspiration findet, sie als Geschichte niederzuschreiben, aus der später ein veröffentlichtes Buch wird. Während der Autor schreibt, ist ihm nicht bewusst, dass seine Geschichte eine Tatsache behandelt, die sich in der Zukunft bewahrheiten wird. Erst wenn dies Jahre später eintritt und sich zahlreiche Parallelen zwischen Buch und Wirklichkeit auftun, ziehen die Menschen die Möglichkeit in Betracht, dass es sich um eine Prophezeiung handeln könnte. So verhält es sich auch mit einer Vorhersage, die 1926 in einem brasilianischen Buch mit dem (ins Deutschen übersetzten) Titel Der Schwarze Präsident erschien, in dem es um einen US-amerikanischen farbigen Präsidenten geht, der in einem Jahr an die Macht kommt, in dem die Ziffern 2 und 8 vorkommen – in einem Jahr zudem, in dem die US-Bevölkerung auf etwa 300 Millionen Menschen angewachsen ist und »niemand mehr in der Straßenbahn zum Büro fährt, sondern seinem Beruf von zu Hause aus nachgeht und die Arbeit stattdessen mittels Strahlen ans Büro gesendet wird«. Die Bevölkerung in den USA liegt inzwischen tatsächlich bei über 300 Millionen Menschen, und das Internet macht es möglich, seine Arbeit zu Hause zu erledigen und dann über Funkwellen ans Büro zu schicken – nur bei dem prophezeiten Jahr handelt es sich um 2228.

 

Titelblatt der aus dem Jahre 1935 stammenden spanischen Übersetzung des Buches Der Schwarze Präsident – ein nordamerikanischer Roman aus dem Jahr 2228.

 

Im Jahre 1926 schrieb der heute bekannte brasilianische Schriftsteller Monteiro Lobato also ein Buch mit dem Titel Der Schwarze Präsident – ein nordamerikanischer Roman aus dem Jahr 2228. Lobato versuchte vergebens, sein Werk in den USA zu veröffentlichen. Ich habe das Buch gelesen, und die Geschichte lautet wie folgt: Eine Figur namens Jane schaut mittels einer Maschine, einer Art »Futuroskop«, in die Zukunft. Jane sieht einen Farbigen, der in einem Jahr zum US-Präsidenten gewählt wird, das sich aus mehreren Zweien und einer Acht zusammensetzt, in dem die Menschen sich die Haare glätten lassen und die Medizin einen so fortschrittlichen Stand erreicht hat, dass Menschen geklont werden können. Laut dem Buch tritt im Wahlkampf ein farbiger Mann gegen eine weiße Frau an, und beide sind Demokraten. Der weiße republikanische Kandidat ist zugleich der ehemalige Präsident, der sich zur Wiederwahl stellt. Letztlich gewinnt der »Schwarze Präsident«. Die US-Bevölkerung ist im Buch zu diesem Zeitpunkt auf 314 Millionen Menschen angewachsen – und heute, zu Beginn des neuen Jahrtausends, umfasst sie in der Wirklichkeit tatsächlich etwa 305 Millionen Menschen, wobei die Schwelle zu 314 Millionen in drei Jahren erreicht sein dürfte, wenn Obama immer noch im Amt ist. Man kann natürlich einwenden, dass das Buch nicht hundertprozentig genau ist, aber die Zahl der zutreffenden Fakten ist dennoch sehr eindrucksvoll.

 

 


 

Gegenüberstellung der Informationen aus dem Buch Der Schwarze Präsident (Roman, 1926) und den statistischen Fakten aus den USA der Gegenwart:

 

Buch: Bevölkerungszahl: 314 Millionen US-Amerikaner

Fakt: Bevölkerungszahl: etwa 305 Millionen US-Amerikaner

 

Buch: Weiße: 206 Millionen

Fakt: Weiße: etwa 200 Millionen

 

Buch: Demokraten: ein farbiger Mann tritt gegen eine weiße Frau an

Fakt: Demokraten: ein farbiger Mann (Obama) tritt gegen eine weiße Frau (Clinton) an

 

Buch: Republikaner: ein weißer Mann bemüht sich um seine Wiederwahl

Fakt: Republikaner: ein weißer Mann (McCain) tritt als Kandidat der Republikaner an, und auch der amtierende Präsident ist Republikaner (Bush)

 

Buch: Jahr: 2228

Fakt: Jahr: 2008

 

Buch: Wahl: vom 88. zum 89. US-Präsidenten

Fakt: Wahl: vom 43. (Bush) zum 44. US-Präsidenten (man beachte, dass 44 die Hälfte von 88 ist)

 

Buch: Gewinner: Der Schwarze Präsident

Fakt: Gewinner: Barack Obama

 


 

 

Barack Obama und Franklin Roosevelt – ein Vergleich

Seit der zweiten Hälfte des Jahres 2008 und insbesondere seit der Wahl Barack Obamas zum amerikanischen Präsidenten ist täglich in mindestens einer der führenden US-amerikanischen Zeitungen ein Artikel zu lesen, in dem Barack Obama mit dem ehemaligen US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt verglichen wird. Grund dafür ist, dass Obama sich wie Roosevelt einer Wirtschaftskrise gegenübersieht, für die er eine Lösung finden muss. Neben US-amerikanischen Zeitungen greifen auch andere Publikationen weltweit diesen Vergleich immer wieder auf – US News, die britische Times, The Economist, der britische Guardian, das Political Affairs Magazine, das Wall Street Journal, die New York Times, The Nation, die Canadian Broadcasting Company, das Forbes Magazine u.v.m.

Die nachfolgende Prophezeiung stammt von dem Medium P. Veragli. Veragli hat versucht, den Geist von B. Mussolini zu kontaktieren, und laut eigener Aussage gelang ihm dies 1946 auch. Dem italienischen Autor Renzo Baschera zufolge, der die Prophezeiung 1995 veröffentlichte*, war das amerikanische Militär zugegen, als Veragli den Kontakt zu Mussolinis Geist herstellte, und später soll die Prophezeiung in Militärkreisen die Runde gemacht haben. Zum Teil wurde der Wortlaut in der damaligen italienischen Zeitung Settimana Incom abgedruckt. In der Weissagung ist von einer Wirtschaftskrise und einem Krieg die Rede, wobei beides im Zusammenhang mit einem US-Präsidenten steht, der Roosevelt ähnelt.

 


 

Frage: Steht Italien Wohlstand oder Krise bevor?

Antwort: Italien wird eine Phase des Wohlstands erleben. Doch diese Phase wird ein Strohfeuer sein. Es ist ein sich wiederholender Rhythmus: Die Autarkie wird in ein System des Massenkonsums münden und schließlich erneut zur Autarkie werden … Die konsumorientierte Wirtschaftsphase wird im Elend enden. Kurz vor Ausbruch des Krieges wird Italien von einer schweren Wirtschaftskrise erfasst werden.

Frage: Ist der russisch-amerikanische Krieg unausweichlich?

Antwort: Er ist ein notwendiger Übergang zu einer Zeit des Friedens. Diese enorme Katastrophe wird reinigend wirken. Nur wenige werden überleben, aber diese wenigen werden eine neue Lebensart begründen. Alles wird so werden, wie es anfangs war.

Frage: Wann wird dies geschehen?

Antwort: Wappnet euch für diese schwere Prüfung, sobald ein Mann ins Weiße Haus zieht, der Präsident Roosevelt ähnelt …

 


 

 

Das Titelblatt des Magazins Time von September 2008

 

 

Die muslimische Prophezeiung

Über Barack Obama zirkulieren noch einige weitere Prophezeiungen im Internet. Sie alle scheinen falsch zu sein – mit Ausnahme einer, die von muslimischer Seite stammt und im Oktober 2008 im Wirtschaftsmagazin Forbes erschien.

Am 26. Oktober 2008 veröffentlichte die Online-Ausgabe von Forbes einen Artikel des Autors Amir Taheri, in dem eine alte schiitische Überlieferung (Hadith) aus dem 17. Jahrhundert erwähnt wird. Diesem Hadith zufolge soll der Imam Ali ibn Abd al Muttalib, ein Cousin des Heiligen Propheten Mohammed, geweissagt haben, dass kurz vor dem Ende aller Zeiten ein »großer schwarzer Mann die Herrschaft über die westliche Welt« antreten und »die stärkste Armee der Welt« aufstellen werde. Dieser Mann soll unmittelbar vor Ankunft des muslimischen Messias Mahdi die Bühne der Welt betreten. Der Hadith endet mit dem Satz: »Das schiitische Volk braucht sich nicht zu sorgen, denn er wird auf seiner Seite sein.« Das Wort Obama schreibt sich im Persischen O Ba Ma und bedeutet »der, der auf unserer Seite steht«.

 

 

__________

* Baschera, Renzo: I Grandi di Ieri ci Parlano Del Mondo di Domani. Padova: MEB, 1995.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Ist Barack Obama der Antichrist?

Michael Grandt

Konservative Christen in den USA mutmaßen, beim neuen US-Präsidenten könne es sich um den seit langer Zeit erwarteten Antichristen handeln. Eine absurde Diskussion mit durchaus ernstem Hintergrund.  mehr …

Ahmadinejads provozierende Prophezeiung: Israels Zusammenbruch ist nicht mehr fern

Thomas Mehner

Der iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad ist als geschickter Taktiker bekannt. Manche bezeichnen ihn gar, was seine Vorgehensweise anbetrifft, als verschlagen. …  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Ist Barack Obama der Antichrist?

Michael Grandt

Konservative Christen in den USA mutmaßen, beim neuen US-Präsidenten könne es sich um den seit langer Zeit erwarteten Antichristen handeln. Eine absurde Diskussion mit durchaus ernstem Hintergrund.  mehr …

Bulgarische Wissenschaftler bestätigen: Außerirdische Lebensformen sind unter uns

Andreas von Rétyi

Gegenwärtig sorgt eine Meldung aus Bulgarien für Aufsehen – leitende Mitarbeiter des Weltraumforschungsinstituts der nationalen Akademie der Wissenschaften erklären, in Kontakt mit außerirdischen Intelligenzen zu stehen. Was geht da vor sich?  mehr …

Pentagon verheimlicht Massenselbstmorde

Andreas von Rétyi

Wir wissen, was Krieg bedeutet. – Wirklich?  mehr …

Ahmadinejads provozierende Prophezeiung: Israels Zusammenbruch ist nicht mehr fern

Thomas Mehner

Der iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad ist als geschickter Taktiker bekannt. Manche bezeichnen ihn gar, was seine Vorgehensweise anbetrifft, als verschlagen. …  mehr …

Pleiten, Pech und Pannen

Michael Grandt

Griechenland, Dubai, Island, Argentinien. Was können private Investoren tun, wenn ein Staat, von dem sie Anleihen halten, den Bankrott erklärt?  mehr …
Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Werbung

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.