Samstag, 10. Dezember 2016
24.03.2016
 
 

Ende von »Grenzzaun-Bier« und der wirtschaftlichen Existenz

Birgit Stöger

Wie es scheint, wird die Moral immer mehr durch Stellen der sozialen, medialen und politischen Kontrolleure vom gesunden Menschenverstand entkoppelt. »Man kritisiert abweichende Meinungen nicht mehr, sondern hasst sie einfach. Wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern zum Schweigen gebracht.« Häufige Aktivisten im maoistisch anmutenden Umgang mit Andersdenkenden: Schüler und Studenten.

 

Die »braunste« Brauerei Bayerns

 

Diese Erfahrung musste jetzt die Straubinger Röhrl-Brauerei machen. Das Vergehen: Der Geschäftsführer der niederbayerischen Traditionsbrauerei, Frank Sillner, kreierte die »Grenzzaun-Halbe«. Die Idee dazu sei Sillner vor ein paar Monaten während einer Diskussion um die Immigrationspolitik gekommen.

»Die Gemütlichkeit, Weißwurstäquator, Volksfestzeit und so weiter. Wir wollten darauf hinweisen. Einen Denkanstoß geben, dass Bayern Bayern bleiben muss. Dass wir diese Werte bewahren und beschützen müssen.«

 

Da der vorgesehene Name »Bayern-Halbe« bereits vergeben gewesen sei, habe er sich für die Bezeichnung »Grenzzaun« entschieden. Auf dem Etikett des Gerstensaftes aus dem Haus des mittlerweile als »braunste Brauerei Bayerns« gebrandmarkten Herstellers war zudem in Frakturschrift zu lesen: »Beschützen«, »Verteidigen«, »Bewahren«.

 

War für die »No-Border–No-Nation-Sturmtruppen« schon die Heimatverbundenheit des Bierbrauers kaum zu ertragen, so schlug der Verkaufspreis der Flasche dem »Refugee-Welcome-Heerlager« die Beine vom Boden: Das Bier wurde für 88 Cent verkauft. Das Mindesthaltbarkeitsdatum: der 9. November! Die Zahl 88 stehe in »rechtsradikalen Kreisen« für den Hitlergruß und der 9. November ist das Datum der Reichspogromnacht, so die verkündete Kritik, die umgehend von Qualitätsmedien wie der Süddeutschen Zeitung aufgegriffen wurde.

 

Existenzvernichtung à la Studentenvertretung

 

So sprach sich das Studentenwerk Niederbayern-Oberpfalz dafür aus, keine Getränke der Straubinger Brauerei Röhrl mehr zu kaufen, und vereinbarte einen Bestellstopp. Inkludiert wurden hier auch alle fünf Mensen und 17 Cafeterien der Universitäten in Regensburg und Passau sowie die der Hochschulen in Regensburg, Landshut und Deggendorf.

 

Der linkspolitische Allgemeine Studentenausschuss (Asta) der Regensburger Universität unterstellte der Brauerei sowohl finanzielle als auch politische Motivation.

 

Die Asta-Sprecherin Nadine Randak ist sich sicher, welches Klientel dieses Bier gut fände, und stellt klar: »So ein rechts-gesinntes Klientel passt nicht an die Uni, die den Anspruch hat, weltoffen zu sein. Das Bier und die Brauerei haben an der Uni keinen Platz.«

 

Dem Druck hat sich die Röhrl-Brauerei, wie vorher schon unzählige Opfer auf der linkspolitischen Abschussliste, gebeugt und verkündete am Dienstag auf der Firmenhomepage:

»Die Grenzzaun-Halbe wurde vom Markt genommen. Für uns gänzlich überraschend wurden Bezüge hergestellt, die von uns weder beabsichtigt noch gewollt waren. Um unser gutes niederbayerisches Traditionsbier der Marke Röhrl nicht nachhaltig zu gefährden und um jedes weitere Missverständnis zu vermeiden, haben wir uns entschlossen, das Produkt ›Grenzzaun-Halbe‹ vom Markt zu nehmen.

Wir distanzieren uns von jeglicher Form der Fremdenfeindlichkeit. Wir sind ein mittelständisches Unternehmen, das wirtschaftlich, aber nicht politisch agiert. In Zukunft werden wir mit unseren bisherigen Marken präsent sein. Wir entschuldigen uns nachdrücklich und in aller Form für die entstandenen Interpretationen und Missverständnisse«

 

Bäckerei muss wohl schließen und ihre Mitarbeiter entlassen

 

Um sich von den linkspolitischen Tugenddiktatoren wirtschaftlich nicht ruinieren zu lassen, hat sich die Röhrl-Brauerei mutmaßlich dafür entschieden, die Reißleine zu ziehen.

 

Diese Möglichkeit bietet sich dem Bäckereibesitzer Werner M. wohl nicht mehr. M. hatte auf seinem mittlerweile gelöschten Facebook-Profil in angeblich »rassistischer« Manier gegen die Immigrationspolitik »gehetzt«. »Wenn die Afrikaner uns überrennen, ist das anscheinend gut. Gut für die Ausrottung der eigenen Rasse. Der Suizid ist von mir nicht gewollt«, so ein angebliches »Hassposting« des Bäckereiunternehmers laut dem Spiegel.

 

Diesen Eintrag entdeckte eine Neuntklässlerin des Leibniz-Gymnasiums Dormagen und meldete ihre Entdeckung umgehend der Schülervertretung. Der Denunziation der aufmerksamen und mainstreamtreuen Schülerin hat es der Bäcker nun zu verdanken, dass er und seine Mitarbeiter sich zukünftig ihrer Existenz beraubt sehen müssen.

 

Denn: M. war der Brötchenlieferant der Schule. Die angeschlossene Cafeteria wird vom Förderverein der Schule betrieben. Engagierte Eltern wie auch die Schülervertretung beantragten daraufhin, den Dauerauftrag mit dem Bäckereibesitzer zu kündigen. Schließlich gehöre das Gymnasium dem Netzwerk »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« an. Der promovierte Tierarzt M., der die Familienbäckerei führt, sieht sich nun vor dem wirtschaftlichen Aus. Die von seinem Urgroßvater 1882 gegründete Bäckerei müsse er wohl schließen, da nicht nur der Förderverein der Schule, sondern ein weiterer Kunde die Zusammenarbeit aufkündigte. Seine Mitarbeiter wird M. entlassen müssen.

 

Man kann nicht »mal eben etwas posten«

 

Dass das Verhalten des Fördervereins einige Kritiker an den Boykott von jüdischen Geschäften während des Nationalsozialismus erinnere und für extrem überzogen befunden wurde, das will indes der Bürgermeister von Dormagen, Erik Lierenfeld (SPD), nicht hinnehmen. Die existenzvernichtende Maßnahme des Fördervereins rechtfertigt der SPD-Mann auf Facebook damit, dass man sich gerade in der aktuellen Zeit im Vorfeld Gedanken machen müsse und nicht »mal eben etwas posten« solle.

 

»Herr M. hat in seinen Kommentaren Grenzen überschritten. Er hat verallgemeinert und Flüchtlinge kriminalisiert. So spricht man nicht über Menschen. Nun hat er es in der Hand, das wieder geradezubiegen.«

 

Ganz im Duktus seines Genossen, des Justizministers Heiko Maas (SPD), fühlt sich Lierenfeld dazu berufen, die Meinungsfreiheit, die er als hohes Gute einschätze, nach Gutdünken zuzulassen. Das Tun der Schüler in eine Linie mit der nationalsozialistischen Propaganda zu stellen, lehnt der Sozialdemokrat strikt ab und lobt diese dafür, sich politisch engagiert zu haben.

 

 

 

 

 

 

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