Thursday, 25. August 2016
01.03.2016
 
 

Robert Nef erhält »Roland-Baader-Auszeichnung 2016«

Birgit Stöger

Das Institut für Austrian Asset Management (IfAAM) verleiht dem Schweizer Sozialphilosoph und Publizist Robert Nef die Roland-Baader-Auszeichnung 2016. Robert Nef ist einer der bedeutendsten liberalen Denker der Gegenwart.

 

Im Juni 2012 wurde vom IfAAM erstmals die Roland-Baader-Auszeichnung verliehen. Mit der Ehrung sollen Leistungen und Verdienste gewürdigt werden, die im Zusammenhang stehen mit den freiheitlichen Idealen, denen sich Roland Baader verbunden und verpflichtet gefühlt hat.

 

Den Preis erhalten schöpferisch tätige Personen (Publizisten, Unternehmer etc.), die mit Überzeugungskraft, gelebter Freiheitsliebe und ökonomischem Sachverstand »die Lehre von der friedlichen Entwicklung der Menschen in einer freien Gesellschaft« (= Liberalismus) einem breiten Publikum in verständlicher Form zugänglich machen, beziehungsweise diese Ideen unternehmerisch in tätige Praxis umsetzen. So die Pressemitteilung des IFAAM.

 

Roland Baader († 8. Januar 2012) war ein deutscher Privatgelehrter, Nationalökonom und als freier Publizist ein wortgewaltiger und einflussreicher Autor. Er ist einer der meistgelesenen Freiheitsautoren und einer der wichtigsten Vertreter des klassischen Liberalismus. Roland Baader war Student von Friedrich August von Hayek und Mitglied der Mont Pelerin Society.

 

In Zeiten immer neuer Krisen ein Anker der Vernunft

 

In Angedenken an Roland Baader verlieh das IfAAM am 28. Februar Robert Nef diese Auszeichnung. Durch Nefs unermüdliches und mutiges Engagement für eine freie und offene Gesellschaft und durch die integrative Kraft seiner Ideen und seiner Person hat er sich weltweit größte Anerkennung erworben. Der ehemalige Staatspräsident Tschechiens Václav Klaus nannte Nef einen »der letzten klassischen Liberalen in Europa«.

 

Drei Jahrzehnte leitete Robert Nef das 1979 gegründete Liberale Institut in Zürich. Darüber hinaus war er als langjähriger Mitherausgeber der Schweizer Monatshefte (heute: Schweizer Monat) tätig. Nef ist Mitglied der Mont Pelerin Society sowie der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft, Präsident der Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur, Präsident des Vereins »Gesellschaft und Kirche wohin?« und Vizepräsident der Stiftung »Freiheit und Verantwortung«.

 

Mit Schriften wie Lob des Non-Zentralismus (2001) und Politische Grundbegriffe (2002), Bände wie Neidökonomie. Wirtschaftspolitische Aspekte eines Lasters (2004) sowie mit zahlreichen Kommentaren in führenden Tages- und Wochenzeitungen konnte Nef den öffentlichen Diskurs immer wieder durch geistreiche politökonomische und philosophische Analysen bereichern. Robert Nef zeichnet sich auch durch eine unermüdliche internationale Vortragstätigkeit aus und ist einer der gefragtesten Redner unter den deutschsprachigen liberalen Autoren und Intellektuellen.

 

Politischen Non-Zentralismus in Vielfalt und friedlichem Wettbewerb

 

Die Jury der Roland-Baader-Auszeichnung will durch die Preisverleihung die hohe Aktualität der Einsichten und Analysen Robert Nefs unterstreichen. In Zeiten immer neuer Krisen, welche die Freiheit durch Polarisierung, Populismus und staatliche Expansion bedrohen, verdient die von Vernunft und Abwägung geprägte Stimme Robert Nefs besondere Berücksichtigung. Das durch ihn geprägte Konzept des politischen Non-Zentralismus stellt einen ebenso vielversprechenden wie unterschätzten Lösungsansatz für die aktuellen europäischen Migrations- und Währungskrisen dar.

 

Robert Nef wird darüber hinaus ausgezeichnet für seine humanistische, ökonomische wie anthropologisch begründete Kritik am Wohlfahrtsstaat und sein feines Gespür für die zerstörerischen Wirkungen wohlmeinender staatlicher Zwangsstrukturen. Seine unermüdliche Erinnerung an die Notwendigkeit politischer und gesellschaftlicher Experimente und Lernprozesse, die nur in Vielfalt und friedlichem Wettbewerb möglich sind, mahnen Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Kultur immer wieder zu Bescheidenheit.

 

Die Roland-Baader-Auszeichnung soll nicht zuletzt Robert Nefs unerschütterliche Geduld und Verbindlichkeit in der politischen Debatte, seine Offenheit in der sachlichen Auseinandersetzung honorieren, die in den heutigen Zeiten vielerorts schmerzlich vermisst werden.

 

In seiner Haltung und in seinem Handeln ist Nef damit ein herausragendes Vorbild für heutige und künftige Generationen liberaler Aktivisten und Intellektueller.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Deutschland zeichnet sich nicht mehr als Rechtsstaat aus. Der Verfall der Rechtlichkeit der Politik hat sich beschleunigt.

Die freiheitlich-demokratische Grundordnung beruht auf den in der Aufklärung entwickelten Gedanken der Freiheit und der Souveränität der Bürger. Diese Ordnung wurde für Deutschland im Grundgesetz niedergelegt und ist das rechtliche Fundament jeder Republik.

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