Mittwoch, 23. August 2017
04.07.2012
 
 

Amerikanische Forscher erzeugen 30 genmanipulierte menschliche Babys

D. Holt

Reproduktionsmediziner vom Institut für Reproduktionsmedizin und -wissenschaft der Saint-Barnabas-Klinik in New Jersey haben 30 gesunde genmanipulierte Babys erzeugt. Bei zwei dieser Kinder wurde die DNS von drei Elternteilen bestätigt.

Professor Jacques Cohen und seine Mitarbeiter hatten Frauen wegen Unfruchtbarkeit behandelt.

Die Eizellen dieser Patientinnen wiesen Defekte in winzigen Zellstrukturen, den so genannten Mitochondrien, auf. Deshalb wurden Mitochondrien aus Spender-Eizellen und DNS aus Spermazellen in diese Eizellen eingebracht. Da die Mitochondrien DNS enthalten, wurde mit ihnen die DNS der Spenderin auf die Eizelle übertragen. Die Babys werden diese veränderte Genstruktur über die mütterliche Linie an ihre Kinder weitergeben.

 

 

Professor Cohen gilt als umstrittener, wenngleich brillanter Pionier im Bereich der Reproduktionsmedizin. Seine Arbeit hat zu Fortschritten bei der Behandlung unfruchtbarer Männer geführt, denen geholfen werden kann, eigene Nachkommen zu zeugen, indem Genmaterial aus Spermazellen in Eizellen übertragen wird, also kein Spender-Sperma erforderlich ist. Professor Cohens Forschung und seine Aussagen gehen Vielen zu weit – wenn er beispielsweise behauptet, Kinder klonen zu können.

 

 

Wertlose und gefährliche Flickschusterei

 

Lord Winston vom Hammersmith Hospital in West-London erklärte gestern in der BBC: »Es gibt keinen Beweis dafür, dass sich diese Methode bei der Behandlung der Unfruchtbarkeit lohnt… Es überrascht mich, dass sie überhaupt in diesem Stadium angewandt wurde. In Großbritannien würde sie mit Sicherheit nicht zugelassen.«

 

Ein Sprecher der Human Fertilization and Embryology Authority (HFEA, britische Behörde für menschliche Befruchtung und Embryologie) bestätigte, dass sie das Verfahren in Großbritannien nicht genehmigen werde. Denn dadurch könne die menschliche Keimbahn verändert werden. Da in anderen Ländern jedoch weniger strikte Bestimmungen zur Fruchtbarkeitsbehandlung gelten, ist es nicht auszuschließen, dass die Anwendung dieser Methode weltweit zu Veränderungen des Gen-Pools führt. Die bis jetzt geborenen genmanipulierten Babys sind zwar »gesund«, aber niemand weiß, welche Folgen es langfristig haben wird, dass sie die DNS von drei Elternteilen in sich tragen.

 

Bei der angewendeten Methode wäre es den Eltern eines Kindes möglicherweise erlaubt, ein drittes Elternteil auszuwählen, das Eigenschaften besitzt, die sie sich für ihr Kind wünschen, beispielsweise, dass es größer sein sollte. Damit würde die Debatte über die Ethik von »Designerbabys« angefacht. Wir als menschliche Gattung müssen äußerst vorsichtig sein, damit unsere Erfindungen, wie das jetzt angewandte Verfahren, keine Veränderung der Gene unserer Nachkommen nach sich zieht.

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren unter anderem:

 

daily mail

Txtwriter Inc.

wordpress.com

 

 


 

 

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