Donnerstag, 8. Dezember 2016
08.07.2011
 
 

Kalte-Fusions-Apparate liefern mehr Energie als sie verbrauchen: Kommerzielle Funktionsfähigkeit rückt in greifbare Nähe

Daniel Erickson

Die Kalte Fusion ist real, auch wenn die großen amerikanischen Nachrichtenmedien kein Wort darüber berichten. Überall auf der Welt werden derzeit Experimente reproduziert, mit denen die bereits vorliegenden wissenschaftlichen Beweise weiter bestätigt werden sollen.

Es ist heute möglich, ohne Belastung der Umwelt Energie aus ganz gewöhnlichen Ressourcen zu erzeugen. Erste Kraftwerke, die die Kalte Fusion nutzen, werden noch vor 2012 errichtet werden.

NaturalNews berichtet schon seit geraumer Zeit über die Entwicklung der Kalten Fusion, da kontrollierte Experimente in Russland, Kalifornien, Italien und Japan übereinstimmend bewiesen haben, dass es Kalte Fusion wirklich gibt. (Originalartikel in englischer Sprache hier)

Ein solches erfolgreiches Experiment wurde von Professor em. Dr. Yoshiaki Arata von der japanischen Osaka University durchgeführt. Nach einer Demonstration der Kalten Fusion in Osaka schrieb einer seiner Kollegen: »Aratas Demonstration verlief erfolgreich, sie lieferte ähnliche Live-Messwerte, wie sie zuvor in Forschungspapieren berichtet worden waren. Damit hat sich die Methode als in hohem Maße reproduzierbar erwiesen.« Mehr Einzelheiten finden Sie in dem (englischen) Originalartikel.

Darüber hinaus wurde in diesem Jahr Andrea Rossis »Fusion Energy Catalyzer« unter verschiedenen Bedingungen getestet. Die Ergebnisse lassen es glaubhaft erscheinen, dass die Kalte Fusion Ende 2011 für den allgemeinen Einsatz zur Verfügung stehen könnte. Focardi und Rossi hatten ihren Zehn-Kilowatt-Generator am 10. Januar 2011 bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Ein weiteres Experiment, das etwa einen Monat später an der Universität Bologna durchgeführt wurde, ergab, dass mit dem Modell über einen Zeitraum von 18 Stunden 15 Kilowatt generiert wurden. Gegenwärtig gibt es Pläne, 200 dieser kleineren Einheiten miteinander zu verknüpfen, um so noch vor Jahresende zwei Kraftwerke mit einer Leistung von je einem Megawatt zu errichten. Wenn diese Anlagen ihr volles Potenzial ausschöpfen, dann können wir auf den Bau voll wirtschaftlich nutzbarer Kraftwerke in weiteren ein bis zwei Jahren hoffen.

 

Was geschieht eigentlich bei der Kalten Fusion?

Kalte Fusion ist nichts Magisches, obwohl sie unsere Zukunft durchaus auf geradezu magische Weise beeinflussen könnte. Es handelt sich um eine relativ einfache chemische Reaktion, bei der überschüssige Hitze produziert wird – wenn diese Reaktion also im Wasser stattfindet, dann wird die Temperatur des Wassers erhöht. Pulverisiertes Nickel fördert die Reaktion. Man wirft Nickel (eines der am häufigsten vorkommenden Metalle auf der Erde) hinein und erhält erhitztes Wasser.

Ab da könnte praktisch jeder Mechaniker der Welt den Prozess übernehmen. In Dampfmaschinen wird Wasser durch Kohle erhitzt, anschließend nutzt die Maschine die expansiven Eigenschaften des Dampfes zum Antrieb von Turbinen. Ein Kalte-Fusions-Apparat würde im Wesentlichen die gleichen grundlegenden mechanischen Geräte nutzen, würde das Wasser aber durch den Einsatz von Nickel und nicht durch Verbrennung erhitzen.

 

Doch warum ist dann die Kalte Fusion nicht längst ein Thema in den Massenmedien der USA? Warum erscheint in der New York Times nicht eine Zeile über diese aufregende Entwicklung?

Hinsichtlich des Traums von der Kalten Fusion sind die Medien ein gebranntes Kind. 1989 hatten Fleishman und Pons erste Experimente mit Kalter Fusion durchgeführt, die damals aufregende Resultate erbrachten. In ihrer Begeisterung gaben sie ihre Erkenntnisse ein wenig zu früh bekannt, noch bevor sie ihre Entdeckung ausreichend studiert oder durchgängig positive Ergebnisse erzielt hatten. Sie veröffentlichten ihre erstaunlichen Erkenntnisse und verkündeten, die Wundermaschine des Jahrhunderts entdeckt zu haben. Damit sorgten sie zumindest anfänglich für viel Begeisterung in Wissenschaftlerkreisen.

Doch sie waren ihrer eigenen hemmungslosen Begeisterung zum Opfer gefallen. Angesichts des Potenzials, das sie entdeckt hatten – eine Zukunft voller sauberer, kostenloser Energie –, überstürzten sie die Dinge ein wenig. Ihre Methode wurde überall auf der Welt reproduziert, doch viele Experimente scheiterten. Tatsächlich erwies sich ihre Methode nur bei 30 Prozent der Versuche als erfolgreich. Und in der Welt der empirischen Fakten gelten 30 Prozent als Fehler, nicht als Entdeckung. Man munkelte, die 30 Prozent der Experimente, die Fleishmans und Pons’ Ergebnisse bestätigten, seien wohl eher das Resultat von Bestechung oder »Freundschaft«, nicht aber von Kalter Fusion gewesen.

Dementsprechend galten Fleishman und Pons fortan als Schwindler, als selbstverliebte Typen, die nur nach Ruhm und Aufmerksamkeit strebten. Kalte Fusion hatte sich, so dachte man, als Schwindel erwiesen, die Wissenschaftler waren verschrien. Praktisch exkommuniziert, tauchten Fleishman und Pons ab und verfolgten ihre Methode weiter, machten den Prozess leichter reproduzierbar und gleichmäßiger. Immer wieder überprüften sie ihre Ergebnisse und teilten ihre Ideen mit anderen Wissenschaftlern, die zu genaueren Untersuchungen bereit waren, wie Andrea Rossi, dessen Anlage jetzt die Beständigkeit produziert, an der es Fleishman und Pons seinerzeit gemangelt hatte.

Diese Entdeckung hätte zu keinem günstigeren Zeitpunkt kommen können für eine Welt, in der Ölreserven zur Neige gehen und Treibhausgas-Emissionen, die schwere Schäden verursachen, auf neue Höchstwerte zusteuern.

Wenn es doch nun aber Grund zum Optimismus gibt in einer Zeit, in der Energie besonders teuer ist – warum berichten die Massenmedien dann nicht über die Kalte Fusion? Warum verursacht sie keine Schlagzeilen in den Zeitungen?

Es gibt mehrere mögliche Erklärungen. Zuerst: Die Zurückhaltung der Wissenschaftlergemeinschaft könnte eine Folge der ungehemmten Begeisterung sein, die die ersten Experimente von 1989 ausgelöst hatten. Nach einer solchen Blamage ist es verständlich, wenn Wissenschaftler skeptisch bleiben, zumindest an der Oberfläche. Mittlerweile ist Rossis »Energy Catalyzer« aber so weit entwickelt, dass er in hoher Stückzahl gebaut werden kann, gegen Ende des Jahres. Vergleicht man das Tempo von Rossis Versuchen mit dem, was in der Wissenschaft üblich ist, dann ist offensichtlich, dass diese Wissenschaftler wirklich begeistert sind.

Was die Presse angeht, muss man wohl einige hinterhältigere Erklärungen in Betracht ziehen. Zum einen besteht definitiv die Möglichkeit, dass einige Großkonzerne wie Kohle- und Ölgesellschaften die Massenmedien zum Stillschweigen veranlassen. Kalte-Fusions-Kraftwerke würden die Energiepreise in den Keller schicken und damit die Energiegesellschaften aus dem Geschäft werfen. Es liegt also in ihrem Interesse, den Prozess der Einbindung der Kalten Fusion zu verzögern.

 

Doch was immer die Gründe für das Schweigen der Medien auch sein mögen, Sie können davon ausgehen, dass Sie schon zum Jahresende von der Kalten Fusion hören werden. Dann wird es nicht mehr möglich sein, eine Entdeckung dieser Größenordnung unter dem Teppich zu halten.

 

__________

Quellen:

http://www.wired.com/wired/archive/6.11/coldfusion.html

http://pesn.com/2011/02/22/9501770_Rossi_cold_fusion_reactor_achieves_15_kW_for_18_hours/

http://freeenergytruth.blogspot.com/

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