Mittwoch, 24. Mai 2017
19.05.2016
 
 

Bedenkliche Inhaltsstoffe in Bio-Babykost auch bekannte Hersteller sind betroffen

Dr. Joseph Mercola

Wem können Sie trauen, wenn es um die richtige Nahrung für Ihr Baby geht? Mit Ausnahme von Muttermilch kann die richtige Wahl mehr als schwierig sein. Wie man herausgefunden hat, verkaufen sogar einige Marken für Bio-Säuglingsnahrung alles andere als ideale Produkte.

 

Die US-amerikanische Organic Consumers Association (OCA) verklagte kürzlich die, 2012 von der populären Schauspielerin Jessica Alba mitbegründete Firma The Honest Company. Die Anklage lautete, dass elf der 40 auf ihren Bio-Babyfertignahrungen aufgeführten Inhaltsstoffe synthetisch produzierte Substanzen seien, die für Bioprodukte nicht zugelassen sind.1,2,3,4,5

 

Weitere nicht genehmigte Zutaten sind Ascorbylpalmitat, Cholinbitartrat, synthetisches Beta-Carotin, Biotin, dl-alpha-Tocopherol, Inositol und Phytonadion.

 

Ist die Honest Company gar nicht so ehrenwert?

 

Laut Klageschrift der OCA stehen die besagten elf Inhaltsstoffe nicht auf der Liste der erlaubten Substanzen für Bioprodukte6 des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums und missachten den California Organic Products Act von 2003.

 

Weiter beklagt die Organisation: Während mehrere dieser Inhaltsstoffe niemals auf ihre Eignung für menschliche Nahrung oder gar Babykost geprüft wurden, werden andere sogar offiziell als »gefährliche Komponenten« eingestuft.

 

Laut The Honest Company sind die Anschuldigungen »unbegründet«. Ihre Säuglingsnahrung sei von der FDA (Behörde für Lebens- und Arzneimittel) freigegeben worden, erfülle alle Sicherheits- und Ernährungsstandards und sei von USDA Organic und einer unabhängigen dritten Partei in Einklang mit dem National Organic Program zertifiziert.

 

Man sollte erwähnen, dass Babynahrung zwar bundesbehördliche Auflagen erfüllen muss, die FDA aber Säuglingskost nicht wirklich freigeben muss, ehe sie auf den Markt kommt.7 Tatsächlich ist keine Behörde damit beauftragt. Die Sicherheitsgarantie stammt also allein vom Hersteller.

 

Die FDA überprüft jedes Jahr die Produzenten von Babyfertignahrung und testet Stichproben, aber nur wenn sie beschließt, dass ein Produkt ein gesundheitliches Risiko darstellt, ordnet sie eine Rückrufaktion an. Das Ganze mit »von der FDA freigegeben« hat also nicht viel auszusagen.

 

Noch zwei Verfahren gegen The Honest Company

 

Die Honest Company ist mit dem Verkauf »grüner« Produkte zum 1,7-Milliarden-Dollar-Erfolg geworden. Doch leider ist dies nicht das erste Mal, dass die durchweg natürlichen und biologischen Produkte des Unternehmens in der Kritik stehen, alles andere als »honest«, also ehrenwert, zu sein.

 

In den letzten Jahren gab es bereits zwei Gerichtsverfahren gegen The Honest Company. In einem wurde dem Unternehmen die Verwendung synthetischer und toxischer Inhaltsstoffe für seine natürlichen Reinigungsmittel, Seifen und Windeln vorgeworfen, im anderen Fall der Verkauf einer Sonnencreme mit Sonnenschutzfaktor 30, die nicht wirkte.8,9

 

Vor Kurzem erbrachte zudem eine Untersuchung durch das Wall Street Journal, dass ein Waschmittel der Honest Company die Chemikalie Natriumlaurylsulfat enthält, obwohl das Unternehmen zusicherte, diese Chemikalie absolut zu meiden.

 

Weitere Bio-Babynahrungen, die nicht bio sind

 

Die OCA erhebt auch Anklage gegen die Hain Celestial Group wegen falscher Etikettierung und Verletzung des Verbraucherschutzgesetzes des District of Columbia. Zu den in der Klageschrift aufgeführten Produkten gehören die »Earth’s Best«-Bio-Babynahrung und Kleinkindfertignahrung aus biologischem Anbau.

 

Viele der »Earth’s Best«-Bioprodukte enthalten neben Natriumselenit auch Nukleotide, Taurin, L-Carnitin, Ascorbylpalmitat, synthetisches Beta-Carotin und Lutein. Laut Anklage sind alle diese Inhaltsstoffe nach dem National Organic Standards Board (NOSB) für Bio-Babykost verboten. In einer Pressemitteilung konstatiert Ronnie Cummins, Internationaler Direktor der OCA:

»Als Verbraucher müssen sich die Mütter auf die wahrheitsgemäße Etikettierung verlassen können, um für die Ernährung ihrer Säuglinge und Kleinkinder die richtige Wahl zu treffen. Unser Job als Verbraucherschutzgruppe ist es, Unternehmen wie The Honest Co. und Hain Celestial zur Rede zu stellen und zur Rechenschaft zu ziehen, wenn sie wissentlich und absichtlich Konsumenten täuschen.

Die OCA ist schon seit Langem ein Verfechter von Bio-Standards und somit auch des Bio-Labels. Mit diesem Prozess wollen wir diese Unternehmen dazu zwingen, entweder die USDA-Standards für Bioprodukte einzuhalten oder aber aufzuhören, ihre Produkte ›bio‹ zu nennen«.

Babybrei ist ein schlechter Ersatz für Muttermilch

 

In einem können Sie sich sicher sein: Die beste Nahrung für Säuglinge ist die Milch von einer gesunden Mutter. Aber in bestimmten Situationen kann ein guter Ersatz nötig sein: für adoptierte und verwaiste Babys sowie für Babys, deren Mütter schwer krank sind oder nicht genügend Milch produzieren (ein seltenes, aber existierendes Problem).

 

Im Gegensatz zum gängigen Glauben (der durch jahrzehntelange Werbekampagnen gefestigt wurde) lässt industriell gefertigte Säuglingsnahrung viel zu wünschen übrig und ist keineswegs der ideale Ersatz für Muttermilch. Die Weston A. Price Foundation stellt fest:

  • Der Fertignahrung für Säuglinge fehlen viele Substanzen, die für ein gesundes Wachstum und eine gesunde Entwicklung wichtig sind, z. B. Cholesterin und Lipase (Enzyme, die Fette aufspalten und verstoffwechseln).
    Im Artikel heißt es: »Muttermilch ist nicht nur Nahrung, sondern sie › ist ein höchst ausgeklügeltes Signalsystem der Evolution aller Säugetiere, also auch des Menschen und sie wirkt auf regulative Systeme des postnatalen Wachstums und der Stoffwechsel-Programmierung ein.‹
    Für Wissenschaftler, die sich mit der Bedeutung von Muttermilch befassen, ist sie nichts Geringeres als eine Programmierung fürs Leben.«
  • Babyfertignahrung besteht hauptsächlich aus Zucker (zumeist Maissirup) oder Lactose, getrockneter Magermilch und raffinierten Pflanzenölen (die gentechnisch verändert sein können, wenn sie nicht mit »laut USDA zu 100 Prozent organisch« gekennzeichnet sind). Laut GMOinside.org verwenden Nestlé, Similac und Enfamil für ihre Babykost gentechnisch veränderte Stoffe.12
  • Kommerzielle Babykost ist sehr kalorienreich und enthält doppelt so viel Eiweiß wie Muttermilch und kann deshalb zu Insulinresistenz und Fettleibigkeit führen. In vielen Produkten ist sogar so viel Zucker enthalten wie in einer Dose Limonade.
    Diese Fructose hat keine der positiven Eigenschaften des natürlichen Zuckers in der Muttermilch (siehe unten). Stattdessen hat sie zahlreiche Nebenwirkungen auf den Stoffwechsel und steigert das Risiko Ihres Kindes, an Adipositas, Diabetes13 und damit einhergehenden gesundheitlichen Problemen zu erkranken – sowohl kurz- als auch langfristig.
  • In Säuglingsfertignahrung wurden viele gefährliche Komponenten gefunden, unter anderem Perchlorate (ein Bestandteil von Raketentreibstoff), Phthalate, Bisphenol-A (BPA, ein bekannter endokriner Disruptor), Melamin, Dioxin, Schwermetalle und Arsen. Bei einer Studie von 201215 wiesen zwei von 17 getesteten Babyfertignahrungen, auf deren Etikett brauner Reissirup aus biologischem Anbau aufgeführt war, erhöhte Arsenwerte auf. Eine überschritt die in den USA zulässige Höchstgrenze für Trinkwasser um das Sechsfache. Seit 1980 gab es bei Babynahrung mehr als 20 Rückrufaktionen wegen unsicherer Inhaltsstoffe, pathogener Verunreinigungen, Fremdkörpern wie z. B. Glassplitter, unzureichenden Nährstoffgehalts usw.
  • Die Fertigkost für Babys kann problematische Zusatzstoffe beinhalten, etwa Eisen, synthetische Omega-3/Omega-6-Öle (DHA/ARA), Carrageen und synthetische Folsäure.

Weitere Nachteile von Babyfertignahrung

 

Wenn Sie Ihr Kind mit Fertignahrung füttern, sollten Sie sich auch um die Qualität des Wassers Gedanken machen, mit dem Sie sie anrühren. In vielen, wenn nicht sogar allen Regionen der USA ist das Trinkwasser zu einem bestimmten Grad verschmutzt. Die Verunreinigungen reichen von Pestiziden und Flammschutzmittel bis hin zu Medikamenten und Schwermetallen, um nur ein paar zu nennen. Ein hochwertiger Wasserfilter ist also eine sehr vernünftige Anschaffung, vor allem wenn Sie kleine Kinder haben.

 

Für Babynahrung ungeeignet ist fluoridiertes Wasser. Und NIEMALS dürfen Sie Ihr Kind mit Nahrung auf Sojabasis füttern, denn Soja kann gefährlich hohe Konzentrationen von Mangan und Östrogen enthalten. Weston A. Price informiert:16

 

»Mit Fertigkost ernährte Babys sind häufiger und schwerer krank und laufen eher Gefahr, im Säuglings- oder Kindesalter zu sterben … Flaschenkinder haben gegenüber gestillten Kindern ein 14-fach höheres Risiko, mit Komplikationen in ein Krankenhaus eingewiesen zu werden. Verglichen mit gestillten Babys haben Flaschenkinder ein doppelt so großes Risiko, im Kleinkindalter zu sterben, und ein vierfach vergrößertes Risiko, am Plötzlichen Kindstod zu sterben.

Flaschenkinder haben häufigere und schwerere Infektionen der oberen Luftwege … Sie haben öfter Durchfall, Magen-Darm-Infekte und Verstopfung. Sie bekommen häufiger Kieferfehlstellungen und brauchen später häufiger eine kieferorthopädische Behandlung.

Auch Sprachprobleme sind wahrscheinlicher aufgrund der schwachen Gesichtsmuskulatur und des Problems mit dem Zungenpressen bei Flaschenkindern. Sie laufen auch eher Gefahr, später ständig durch den Mund zu atmen – weshalb sie zum Schnarchen neigen, und ein erhöhtes Risiko der Schlafapnoe (Atemaussetzer im Schlaf) aufweisen. Mit Fertignahrung gefütterte Kinder haben auch eher Zahnprobleme – Babys, die ständig mit dem Fläschchen ins Bett gelegt werden, bekommen die sogenannte »Fläschchenkaries« – sowie Paradontitis als auch Kiefergelenkserkrankungen«.

Der Artikel geht detailliert auf die vielen Probleme, die mit industriell produzierter Babykost einhergehen, und die tiefe Kluft zwischen Fertignahrung und Muttermilch ein. Was also ist, wenn Mütter nicht stillen können? Auch wenn viele die Aussicht, Babynahrung selbst zuzubereiten, eher erschreckt: Das ist die sicherste Option, weil Sie dann genau wissen, was drin ist.

 

Hier ist ein sicheres Rezept für selbst gemachte Babymilch von der Weston Price Foundation:

 

 

Zutaten:

450 ml gefiltertes Wasser

2 TL Gelatine (aus Knochen von Weidetieren)

4 EL Lactose

2 TL Kokosöl

¼ TL vitaminreiches Butteröl (optional)

480 ml Vollmilch, vorzugsweise von Weidekühen

60 ml selbst gemachte Flüssigmolke aus Joghurt, Kefir oder zentrifugierter Rohmilch

¼ TL Bifidobacterium infantis

½ TL vitaminreicher fermentierter Lebertran

1 TL im Expeller gepresstes Sonnenblumenöl

1 TL Olivenöl extra vergine

2 TL Hefeflocken

¼ TL Acerolapulver

2 EL hochwertige Sahne (oder mehr, nach Belieben)

 

Zubereitung:

Die Hälfte des gefilterten Wassers (225 ml) in einen Topf gießen und bei mittlerer Hitze erwärmen. Gelatine und Lactose darin auflösen, dabei gelegentlich umrühren.

Den Topf vom Herd nehmen und das restliche Wasser angießen, um die Mischung abzukühlen.

Kokos- und Butteröl dazugeben und unter Rühren schmelzen.

Milch, Molke, Bifidobacterium infantis, Lebertran, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Hefeflocken und Acerolapulver zusammen mit der Wasser-Öl-Mischung in den Mixer geben und ca. drei Sekunden mixen.

Die Sahne hinzufügen und untermixen.

Die fertige Babymilch in Glasfläschchen oder Einmachgläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Vor dem Füttern die Babymilch im Fläschchen bzw. im Glas erwärmen, dazu in heißes Wasser oder einen Flaschenwärmer stellen. Fläschchen NIEMALS in der Mikrowelle aufwärmen!

 

Muttermilch ist Vollnahrung

 

Die Muttermilch einer gesunden Frau enthält Hunderte von Substanzen, die teilweise nicht imitiert werden können, darunter mehr als 100 verschiedene Fette. Muttermilch verändert sich zudem im Lauf der Monate und versorgt das Baby immer mit den auf seine momentanen Bedürfnisse zugeschnittenen Nährstoffen. Das Kolostrum, eine sehr nahrhafte Milch, die in den ersten Tagen nach der Geburt produziert wird, ist leicht und schnell verdaulich, während die später gebildete Milch vielerlei Vitamine und Mineralien sowie mehr Fett enthält.

 

Und während in Muttermilch zwar durchaus auch Zucker drin ist, hat dieser keinerlei Ähnlichkeit mit industriell hergestelltem Maissirup! Muttermilch enthält z.B. rund 150 unterschiedliche Oligosaccharide; diese komplexen Zuckerketten findet man ausschließlich in menschlicher Muttermilch.

 

Diese Zucker werden nicht wirklich verstoffwechselt, sondern nähren gesunde Mikroben im Verdauungssystem des Babys. Heute wissen wir, dass die Darmgesundheit eine große Rolle für die allgemeine Gesundheit spielt, und Muttermilch »kurbelt« den Darm des Säuglings an und fördert die Ansiedlung mit gesunden Mikroorganismen.

 

Muttermilch enthält außerdem mehrere Wachstumsfaktoren17 und Antikörper, die das Baby gegen Krankheiten immun machen, gegen die die Mutter bereits immun ist. Deshalb sind gestillte Kinder normalerweise viel seltener erkältet als Flaschenkinder.

 

Zudem leitet ein Neugeborenes, das sich einen Krankheitserreger eingefangen hat, diesen beim Stillen an die Mutter weiter. Die Mutter bildet daraufhin Antikörper gegen diesen bestimmten Keim und übergibt sie beim erneuten Stillen dem Baby, wodurch der Erholungsprozess beschleunigt und die spätere Immunität gegen diesen Keim erreicht wird, wenn man ihm wieder ausgesetzt ist.

 

Auch die Mutter profitiert durch das Stillen

 

Kurzfristig hilft das Stillen einer jungen Mutter, die »Babypfunde« loszuwerden, die sich in der Schwangerschaft angesammelt haben. Das ist für viele Frauen schon Grund genug zu stillen, aber der Nutzen geht weit darüber hinaus. Neuere Studien18,19 weisen darauf hin, dass Stillen das Risiko der Mutter, später an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden, senkt.

 

Von den Müttern, die höchstens einen Monat lang stillten, hatten 20 Jahre später 17 Prozent arteriosklerotische Plaques. Unter jenen, die zehn Monate oder länger stillten, wurden 20 Jahre später bei weniger als elf Prozent solche Plaques festgestellt. Dies liegt mit darin begründet, dass die Schwangerschaft das Herz-Kreislauf-System der Mutter strapaziert und das Risiko auf kardiovaskuläre Erkrankungen erhöht, aber das Stillen trägt dazu bei, dass sich die biologischen Systeme der Mutter wieder auf den Stand von vor der Schwangerschaft zurückstellen. Andere Studien20 kamen ebenfalls zu dem Schluss, dass Stillen der Mutter guttut, indem es …

  • durch die Freisetzung von Oxytoxin (das sogenannte »Liebes-« oder »Bindungshormon«) die Mutter-Kind-Bindung stärkt,
  • das Risiko von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes, ihr Leben lang an Diabetes zu leiden, senkt.
    (Eine Studie21 stellte das Risiko, dass aus Schwangerschaftsdiabetes Typ-2-Diabetes wird, in umgekehrten Zusammenhang mit der Dauer und Intensität des Stillens)
  • als natürliches Verhütungsmittel dient, weil es den Eisprung hemmt, wodurch eine Schwangerschaft nahezu ausgeschlossen ist,
  • das Risiko senkt, an Gebärmutter-, Eierstock- und Brustkrebs zu erkranken, darunter auch hormonrezeptor-negative Tumore,22 eine sehr aggressive Form von Brustkrebs,
  • den Insulinbedarf einer diabeteskranken Mutter reduziert, weil das Stillen auf natürliche Weise den Glucosespiegel senkt,
  • das Risiko für das Metabolische Syndrom  (abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Hypertriglyzeridämie, erhöhte Glukosekonzentration im Blut) verringert.

 

Die Ernährung des Babys setzt Voraussetzungen für ein gesundes Leben

 

Die Nahrung, die Sie Ihrem Baby in diesen ersten Jahren geben, kann auf dessen Entwicklung und langfristige Gesundheit einen gewaltigen Einfluss haben, und ich empfehle allen Müttern dringend, sechs Monate oder länger ausschließlich zu stillen. Das öffentliche Bloßstellen stillender Mütter ist ein Unding, denn wir sprechen hier über eine lebenswichtige Ernährung. Sie zu verhöhnen, ist bizarr und unnatürlich, und ich hoffe schwer, dass Frauen in aller Welt für ihr Recht auf Stillen eintreten.

 

Fangen Sie nach der Geburt so bald wie möglich zu stillen an, weil dann der Saugreflex Ihres Babys am stärksten ausgeprägt und die Aussicht auf Erfolg am größten ist. Stillende Mütter müssen viel Wasser trinken und sich möglichst optimal ernähren. Neugeborene müssen mindestens alle zwei Stunden etwa 15 Minuten lang pro Brust gestillt werden, aber die meisten Frauen richten sich nicht nach einem strikten Zeitplan, und auch die Dauer der einzelnen Stillzeiten kann variieren.

 

Häufiges Anlegen stimuliert die Brüste, mehr Milch zu produzieren, um dem Bedarf nachzukommen. (Deshalb kann sich zusätzliches Füttern mit Fertignahrung ungünstig auf die Muttermilchproduktion auswirken.)

 

Es ist eine gute Idee, schon vor der Geburt mit der Vorbereitung auf erfolgreiches Stillen zu beginnen. Die La Leche Liga23 ist eine hervorragende Anlaufstelle, wenn Sie sich aufs Stillen vorbereiten wollen oder nach der Geburt Probleme beim Stillen haben. Erkunden Sie sich auch, ob das Krankenhaus Ihrer Wahl Stillkurse und Stillberatung anbietet. Falls nicht, suchen Sie sich besser eine andere Klinik.

 

Falls Sie, warum auch immer, nicht stillen können oder ein Neugeborenes adoptiert haben, könnten Sie eventuell auf gespendete Muttermilch zurückgreifen. Wie die Weston A. Price Foundation empfehle ich jedoch keine Muttermilchbanken, weil die Milch dort pasteurisiert wird. Gehen Sie besser zu einem Frauen- oder Kinderarzt, der Ihnen helfen kann, an sichere Milchspenden zu kommen, und der die Milch auch testen lassen kann.

 

Wenn Sie nicht stillen können und auch keine sichere Quelle für Muttermilchspenden finden, ist es am besten, die Babynahrung selbst herzustellen. Ich rate Ihnen, die industriell gefertigte Babykost nach Möglichkeit zu meiden, auch Bio-Marken. Die meisten enthalten einfach zu viel raffinierten Zucker und zu wenig das Immunsystem stärkende Nährstoffe.

 

 

 

 


Anmerkungen:

 

Organicconsumers.org, 27. April 2016

Honest Company Lawsuit (PDF)

Fox News Latino, 27. April 2016

Boston Globe, 27. April 2016

Foodnavigator-USA.com, 27. April 2016

USDA.gov, National List of Allowed and Prohibited Substances

FDA.gov, Infant Formula

Fortune Magazine, 17. Februar 2016

ABC News, 4. September 2015

10 Wall Street Journal, 10. März 2016

11, 16 Weston A. Price Foundation, 9. Dezember 2015

12 Gmoinside.org, 1. Mai 2013

13 Diabetes Care, März 2008: 31(3); 470–475

14 Mercola.com, This common food ingredient can really mess up your metabolism

15 Bloomberg, 16. Februar 2012

17 Medicinenet.com, 14. September 2015

18  Obstetrics and Gynecology, August 2015: 125(2); 381-–90

19 New York Times, 17. August 2015

20 New York Times, 23. November 2015

21 Annals of Internal Medicine, 24. November 2015, doi:10.7326/M15-0807

22 Annals of Oncology, Dezember 2015; 26(12):2398–2407

23 La Leche League

 

 

 

 

.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Lange vergrabene Studie spricht gesättigte Fettsäuren frei

Dr. Joseph Mercola

Sehr wahrscheinlich haben Ihnen Ihr Arzt und nahezu jede Gesundheitseinrichtung geraten, gesättigte Fettsäuren zu meiden, weil sie Ihren LDL-Cholesterinspiegel erhöhen und Ihre Arterien verstopfen, wodurch Ihr Risiko auf Herzkrankheiten steigt. In seinen Ernährungsempfehlungen von 2015 rät das USDA (US-Landwirtschaftsministerium) nach wie vor,  mehr …

Der große Cholesterin-Betrug gerät ins Wanken

David Gutierrez

Ein gängiger Ernährungstipp lautet, gesättigte Fettsäuren seien zu meiden und stattdessen mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu konsumieren, wie sie in Pflanzenölen enthalten sind. Doch dieser Ernährungskonsens beginnt zu bröckeln, nachdem Studie um Studie beweisen, dass die Vermeidung von gesättigten Fettsäuren keinen gesundheitlichen Nutzen hat.  mehr …

Wie die ketogene Diät überflüssige Zucker aus Ihrem Körper verbannt und Ihr Krebsrisiko senkt

Julie Wilson

Die »ketogene Ernährung« hat sich zu einer der neuesten Modediäten entwickelt und wird von Hollywoods vor Gesundheit strotzenden Stars beworben. Aber was genau bedeutet dieses Schlagwort? Nun, die »Keto-Diät«, wie manche sie kurz nennen, ist eine kohlenhydratarme Ernährung. Und wenn man sich kohlenhydratarm ernährt, gelangt der Körper in  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Ahmadiyya-Gemeinde: Der Wolf im islamischen Schafspelz

Birgit Stöger

Die muslimische Ahmadiyya-Muslim-Jamaat-Gemeinde (AMJ) ist weiter auf dem Vormarsch und möchte noch in diesem Jahr für ihre geplante Moschee inklusive elf Meter hohem Minarett den Grundstein in Erfurt gelegt wissen. Der Umgang mit der streng islamischen Gemeinschaft zeigt eine gefährliche Unkenntnis über islamische Strömungen in Deutschland auf.  mehr …

Immer mehr Kinder in landwirtschaftlich geprägten Gebieten erkranken an Leukämie, Hirntumoren und anderen Krebsarten

Julie Wilson

Gesundheitliche Probleme bei Kindern sind in den letzten Jahren signifikant angestiegen, und das liegt hauptsächlich an der Veränderung unserer Umwelt. So lautet das Fazit eines kürzlich vom Pesticide Action Network (PAN) veröffentlichten Bericht mit dem Titel »Kids on the Frontline« (»Kinder an vorderster Front«), der detailliert die  mehr …

Bewiesen: Krebs ist eine vom Menschen gemachte Krankheit

J. D. Heyes

Es ist womöglich schwer zu glauben, aber eine Studie zeigte kürzlich, dass Krebs zu 100 Prozent eine vom Menschen gemachte Krankheit ist und von modernen Phänomenen wie Umweltverschmutzung und heutigen Ernährungsgewohnheiten verursacht wird.  mehr …

»Klare Beweise«: Handystrahlung verursacht Hirntumore

David Gutierrez

Die Frage, ob Mobiltelefone Hirntumore verursachen, ist definitiv beantwortet – das haben kürzlich Ärzte und Wissenschaftler aus den ganzen USA auf einer Pädiatriekonferenz in Baltimore bekannt gegeben.  mehr …

Chia-Samen

Das Powerkorn der Maya und Azteken

Die kleinen schwarzen und weißen Samen sind eines der ältesten Superfoods der Welt. Ihre kraftspendende Wirkung stand in Mittel- und Südamerika schon vor 3500 Jahren hoch im Kurs. Die Maya und die Azteken, aber auch die Inka kultivierten die Pflanze und nutzten sie als Grundnahrungsmittel. Die Samen haben eine so hohe Nährstoffdichte, dass bereits kleine Mengen eine beeindruckende, kräftigende Wirkung erzeugen und helfen, die Gesundheit zu unterstützen oder wiederzugewinnen.

mehr ...

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Die Fett-weg-Bibel

Sie möchten jedes unerwünschte Gramm Körperfett loswerden? So geht's!

Sind Sie Ihr schwabbeliges Aussehen leid und möchten endlich rank, schlank und straff dastehen? Wollen Sie endlich Kleidung tragen, die Ihren Körper betont, anstatt ihn zu verhüllen? Raufen Sie sich frustriert die Haare, weil Sie immer wieder scheitern, wenn Sie versuchen, ein paar Pfunde loszuwerden? Dann ist es Zeit, sich von all diesen Problemen zu verabschieden - und zwar für immer!

mehr ...

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Der große Gesundheits-KONZ

Verblüffende Heilungendurch UrMedizin

Nachdem er    1965    dem Krankenhaus   entfloh  und selbst   sein   schweres Krebsleiden  heilte, studierte Franz   Konz   über   drei Jahrzehnte   lang   in   den europäischen, sowie   in     den  amerikanischen Universitätsbibliotheken Schulmedizin     und Naturheilkunde.   Er   kam dabei zu dem Urteil, dass es sich bei der Krankheits-Schulmedizin um nichts anderes als ein im Laufe der Jahrhunderte geschickt aufgebautes Schwindelsystem handelt.

mehr ...

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.