Biogasanlagen: Tod durch Gülle
Edgar Gärtner
Durchschnittlich drei Millionen Liter Gülle lagern in den Tanks vieler Landwirte neben den Biogasanlagen. Laufen sie aus, kommt es immer häufiger zu massenhaftem Fischsterben.
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Auf den ersten Blick bietet »Bio« nur Vorteile. Die Schattenseiten werden gern verdrängt. Erst seit dem Debakel um die Einführung des E10-Bio-Kraftstoffs an deutschen Tankstellen wird vielen klar, dass »Bio« eben keineswegs nur Vorteile bringt. Das gilt für viele Gebiete, auf denen »Bio« als ausschließlich positiv angepriesen wird. In Deutschland gibt es für die Betreiber von Biogasanlagen 20 Jahre lang garantierte, lukrative Einspeisevergütungen nach dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG). Und es gibt günstige Kredite. Und zwar nicht nur für bäuerliche Familienbetriebe, sondern auch für Konzerne. Sie alle »verzieren« nun die deutsche Kulturlandschaft durch riesige Kessel, in denen Nahrungs- und Futterpflanzen (vor allem Mais oder auch stinkende Schweine- und Rindergülle) in großem Stil vergoren werden. Immer häufiger gibt es unschöne Meldungen über diese Anlagen: Großflächiges Fischsterben in der Umgebung. Wir verdrängen das gern, denn wir wollen die Schattenseiten der Bio-Gülle nicht wahrnehmen.
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