Saturday, 28. May 2016
05.10.2015
 
 

Côte d’Azur: Plünderungen nach Überschwemmung

Edgar Gärtner

In und um die schicke Festival-Stadt Cannes an der Côte d’Azur herrscht nach einem extrem starken Wolkenbruch das Chaos. Deutsche TV-Sender und Tageszeitungen zeigten zwar Bilder von abgesoffenen Campingplätzen und ins Meer gespülten Pkw, wiesen aber nicht darauf hin, dass es nach großflächigen Stromausfällen im Schutz der Dunkelheit zu Plünderungsszenen kam. Warum wohl?

 

Sturzbachartige Regenfälle im Oktober sind an der französischen Mittelmeerküste nichts Ungewöhnliches. Meteorologen sehen darin ein typisches Wetterphänomen nach der langen mediterranen Sommertrockenheit. Ein zwischen Spanien und Korsika liegendes Tiefdruckgebiet presst dann feuchtwarmen Sturmwind gegen die Cevennen im Süden des Zentralmassivs sowie die provenzalischen und Seealpen.

 

Normalerweise entladen sich die vom stürmischen Südwind herangekarrten Wolken eher über den Cevennen und der Römerstadt Nîmes, wo alte Dörfer und historische Bauwerke gegen mehr oder weniger regelmäßige Überschwemmungen gefeit sind. Doch dieses Mal hat es die schicke Stadt Cannes viel weiter östlich an der Côte d’Azur mit voller Wucht getroffen.

 

Während die Deutschen am Samstag, dem 3. Oktober, das 25-jährige Jubiläum ihrer Wiedervereinigung feierten, gingen in Cannes innerhalb von nur drei Stunden 180 Millimeter Regenwasser je Quadratmeter nieder. Im Nachbarort Mandelieu-la-Napoule waren es 159 Millimeter und in Valbonne bei Biot immerhin noch 100.

 

Das reichte, um die historische Glasbläserei von Biot unter Wasser zu setzen. Hierher kam der französische Staatspräsident François Hollande am Sonntagnachmittag, um den Zigtausenden durch die Katastrophe Geschädigten der nationalen Solidarität zu versichern.

 

Die Betroffenen werden sich daran erinnern. In Cannes drückten die schlammigen Wassermassen die Scheiben von Supermärkten und zahlreichen mehr oder weniger luxuriösen Boutiquen ein und überfluteten Tiefgaragen und Keller.

 

Camper mussten sich auf die Dächer ihrer Wohnwagen retten. Dabei kamen mindestens 17 Menschen ums Leben, drei davon in einem überschwemmten Seniorenheim bei Biot.

 

Etliche Menschen waren noch als vermisst gemeldet, als diese Zeilen geschrieben wurden. Über 70 000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

 

Davon saßen 16 000 auch am späten Sonntagnachmittag noch im Dunkeln. Die Zugverbindung zwischen Toulon und Nizza wurde für fast 24 Stunden unterbrochen.

 

Etwa 4000 Passagiere mussten in liegengebliebenen Zügen nächtigen. Trotz der Todesgefahr haben sich »Individuen« in der Nacht von Samstag auf Sonntag nicht davon abhalten lassen, die verworrene Lage auszunutzen, um Supermärkte und Boutiquen zu plündern.

 

Allein in einem überschwemmten Lidl-Markt in Cannes wurden sieben von ihnen auf frischer Tat ertappt und festgenommen.

 

Nach Angaben von Bürgermeister David Lisnard gab es in der Stadt vier weitere Festnahmen. Insgesamt neun Täter kamen nach Angaben der Präfektur in Untersuchungshaft.

 

Viele Plünderer konnten sich aber offenbar im Schutz der Dunkelheit dem Zugriff der Polizei entziehen.

 

Der Präfekt des Départements Alpes Maritimes, Adolphe Colrat, wies darauf hin, dass es regelrechte Plünderungs-Szenen gab. Er hat deshalb zwei zusätzliche Kompanien der Eingreiftruppe CRS nach Cannes beordert. Diese Polizeitruppe befindet sich wegen der Terrorgefahr ohnehin schon seit Jahresbeginn im Daueralarm.

 

Eric Ciotti, der Vorsitzende des Generalrats des Départements und örtliche Parlamentsabgeordnete der Oppositionspartei Les Républicains, erklärte, die Plünderungsszenen offenbarten den »schrecklichen Zustand« der französischen Gesellschaft.

 

Weder die Tagesschau der ARD noch die heute-Nachrichten des ZDF noch Tageszeitungen wie die Welt verloren auch nur ein einziges Wort über die Plünderungen.

 

Das deutsche Publikum soll offenbar nicht mitbekommen, was passieren würde, wenn es bei uns infolge der verhunzten »Energiewende« zu einem Blackout käme.

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (14) zu diesem Artikel

07.10.2015 | 17:26

MEIERS

Man muss verstehen. Wenn in der französischen Presse von "Individuen" die Rede ist, die den Schutz der Dunkelheit nutzten um Geschäfte und Boutiquen in Cannes nach den Überschwemmungen zu plündern, so handelt es sich exakt um den gleichen Menschenschlag, den man in Deutschland "Kulturbereicherer" und "Fachkräfte" nennt. Nur haben sich die Franzosen gewisse Reste an Stolz auf ihre Kultur bewahrt. Die "Individuen" als...

Man muss verstehen. Wenn in der französischen Presse von "Individuen" die Rede ist, die den Schutz der Dunkelheit nutzten um Geschäfte und Boutiquen in Cannes nach den Überschwemmungen zu plündern, so handelt es sich exakt um den gleichen Menschenschlag, den man in Deutschland "Kulturbereicherer" und "Fachkräfte" nennt. Nur haben sich die Franzosen gewisse Reste an Stolz auf ihre Kultur bewahrt. Die "Individuen" als "Kulturbereicherung" zu bezeichnen, oder als "Fachkräfte" erschiene einem Franzosen daher abwegig. Er sieht ja, dass sie den lieben langen Tag nur vor Hauseingängen herumhängen, wenn sie nicht plündern. Man belässt es daher bei dem anonymen "Individuen"!


07.10.2015 | 16:15

Ichgegendenrestderwelt

Wozu und wer von der Lügen presse in Deutschland sollte was von den Plünderungen schreiben?Die schreiben doch nur Mutti Propaganda, die will den friedensnobelpreis und den UN Job ,da hat man anderes im F okus. ich frag mich wo die Berichterstattung bleibt von den Demo s gegen die Atombombenstationierung von den grünen Atomkraft gegnern,Antifa gutmenschen und sonstigen ich demonstriere gegen alles?Ach, die Demo s gibts gar nicht,nee,weil die anderweitig beschäftigt sind!jahrelang...

Wozu und wer von der Lügen presse in Deutschland sollte was von den Plünderungen schreiben?Die schreiben doch nur Mutti Propaganda, die will den friedensnobelpreis und den UN Job ,da hat man anderes im F okus. ich frag mich wo die Berichterstattung bleibt von den Demo s gegen die Atombombenstationierung von den grünen Atomkraft gegnern,Antifa gutmenschen und sonstigen ich demonstriere gegen alles?Ach, die Demo s gibts gar nicht,nee,weil die anderweitig beschäftigt sind!jahrelang gingen die mir auf n keks,jetzt gibts nur noch Flüchtlinge für die.So ändern such due Zeiten.


05.10.2015 | 22:46

EU-Gegner

Da seit Jahrzehnten die Urbanisierung vorangetrieben wird, verfügen die meisten Menschen nicht mal mehr über Grundkenntnisse der Lebensmittelversorgung. Dies gehörte und gehört auch zum Gesamtplan, weshalb die geistig minderbemittelten eingeschleusten Menschen ja auch denken, daß alles irgendwoher kommt, nur nicht von eigener Arbeit. Weil Europa und vor allem Deutschland reich sei. Manna fällt vom Himmel und Scheiße wird zu CocaCola. Jene, die wissen, daß es nicht so ist, warten...

Da seit Jahrzehnten die Urbanisierung vorangetrieben wird, verfügen die meisten Menschen nicht mal mehr über Grundkenntnisse der Lebensmittelversorgung. Dies gehörte und gehört auch zum Gesamtplan, weshalb die geistig minderbemittelten eingeschleusten Menschen ja auch denken, daß alles irgendwoher kommt, nur nicht von eigener Arbeit. Weil Europa und vor allem Deutschland reich sei. Manna fällt vom Himmel und Scheiße wird zu CocaCola. Jene, die wissen, daß es nicht so ist, warten auf ihren Einsatz, ihre Bestimmung. Die Verstädterung suggeriert größeren Wohlstand, armen Menschen verschweigend, daß dies Opfer bedingt. Deshalb möchten Invasoren gerne in Städte mit einer gewissen Infrastruktur: Diskotheken, Puffs, Kaufhallen und Märkte für alles. Werden sie dieses nicht erhalten, werden sie auch den autark Lebenden überfallen, alles vernichten und stehen genauso wieder da wie vorher. Es sind inkompatible Kulturen und sie werden ihre Kriege immer mit sich tragen.


05.10.2015 | 21:20

Habnix

Sucht doch nicht in der Tat das Schuldige, sondern die Täter der verhunzten Energiewende, wo doch fast Jahrzehnte lang gegen Atomkraft demonstriert wurde.Die Energiewende hätte behutsam vor Jahrzehnten schon angepackt werden können.Ohnehin ist der Strompreis an der Strombörse billiger, aber ohne das er an den Verbraucher weiter geleitet wird. Sucht doch mal nach dem Grund warum so verbissen Jahrelang an der Kernkraft festgehalten wurde und ich glaube ihr werdet zornige Augen...

Sucht doch nicht in der Tat das Schuldige, sondern die Täter der verhunzten Energiewende, wo doch fast Jahrzehnte lang gegen Atomkraft demonstriert wurde.Die Energiewende hätte behutsam vor Jahrzehnten schon angepackt werden können.Ohnehin ist der Strompreis an der Strombörse billiger, aber ohne das er an den Verbraucher weiter geleitet wird. Sucht doch mal nach dem Grund warum so verbissen Jahrelang an der Kernkraft festgehalten wurde und ich glaube ihr werdet zornige Augen machen. Die beste Demo gegen Kernkraft ist,wenn man sich den Strom mit Solar oder/und Wind oder Bachlauf,wenn möglich selbst macht.Der beste Widerstand gegen eine Diktatur ist es, wenn man sich so viel wie möglich das nötige zum Leben selbst macht.


05.10.2015 | 18:28

Kaiser Wilhelm

Das mit dem Hochwasser kommt mir irgendwie bekannt vor. War da nicht was mit chemtrails, Haarpwolken und so? Rein zufällig waren die Hochwasser in Deutschlnd immer kurz vor den Bundestagswahlen. Aber damit das nicht wieder passiert, hat man in Kühlungsborn eine Menge in die Antennenanlagen investiert. +++https://www.iap-kborn.de/home/+++ Was bin ich froh! Gehaarpt euch wohl.


05.10.2015 | 16:20

willy_winzig

Dafür braucht es keinen Stromausfall. Dafür reicht schon ein Computervirus der das elektronische Zahlungssystem lahm legt. Dann können die Supermarktketten keine Waren mehr bestellen und die Versorgung bricht zusammen. Vor diesem Ausfall des elektronischen Zahlungssystems hatten unsere Politiker in der Bankenkriese 2007-2009 am meisten Angst. Und die Gefahr ist immer noch nicht gebannt. Deshalb kommt auch die "Vertiefung" der Bankenunion, was bedeutet, dass der Deutsche...

Dafür braucht es keinen Stromausfall. Dafür reicht schon ein Computervirus der das elektronische Zahlungssystem lahm legt. Dann können die Supermarktketten keine Waren mehr bestellen und die Versorgung bricht zusammen. Vor diesem Ausfall des elektronischen Zahlungssystems hatten unsere Politiker in der Bankenkriese 2007-2009 am meisten Angst. Und die Gefahr ist immer noch nicht gebannt. Deshalb kommt auch die "Vertiefung" der Bankenunion, was bedeutet, dass der Deutsche Bankkunde auch für die Spareinlagen der anderen europäischen Banken mit haftet! Und wehe das elektronische Zahlungssystem bricht auch nur für wenige Tage zusammen, dann fließt hier Blut!!!

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