Wednesday, 24. August 2016
13.08.2011
 
 

CLOUD-Experiment lässt Klimaschwindel auffliegen

Edgar Gärtner

Am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf haben Atmosphärenphysiker unter Leitung von Jasper Kirkby in einem Großexperiment namens CLOUD nachgewiesen, dass energiereiche Teilchen von explodierten Sternen (Muonen), die als kosmische »Höhenstrahlung« in die Erdatmosphäre eintreten, in bedeutendem Maße die Wolkenbildung begünstigen können.

Die Bedingungen der irdischen Lufthülle (einschließlich UV-Strahlung, Staub- und Aerosolgehalt) wurden dabei in einem großen Tank simuliert. Als Quelle für die Höhenstrahlung diente ein Teilchenbeschleuniger. Konkret konnten die Forscher zeigen, dass die Höhenstrahlung Elektronen freisetzt, die zur Ionisierung, das heißt zur elektrischen Aufladung von Luftmolekülen führt. Die elektrisch geladenen Teilchen können dann zu Keimen der Kondensation von Wasserdampf werden, indem sie anders geladene Wassermoleküle anziehen. Die winzigen, nur etwa 0,3 Nanometer großen Kondensationskerne können sich dann zu Clustern (Kondensationskeimen) von ein bis zwei Nanometer Durchmesser zusammenballen, aus denen unter weiterem Beschuss mit elektrisch geladenen Teilchen 10 bis 20 Mikrometer große Wassertröpfchen werden können. Diese Tröpfchen können wieder zerfallen oder weiter wachsen und sich vermehren, bis sichtbare Wolken entstehen (siehe Abbildung).

Kosmische Partikel begünstigen die Tröpfchenbildung (aus: Nigel Calder, 2007)

 

Na und, könnte man dazu sagen. Das ist doch nichts Umwerfendes. Die Brisanz der am CERN erzielten Ergebnisse ergibt sich erst aus der Tatsache, dass die Intensität der Höhenstrahlung in der freien Natur im umgekehrten Verhältnis zur Sonnenaktivität schwankt: Ist die Sonnenaktivität (ablesbar an der Zahl und der Größe der Sonnenflecken) hoch, werden mehr kosmische Partikel vom starken solaren Magnetfeld abgelenkt. Ist die Zahl der Sonnenflecken gering, lässt das schwächere Magnetfeld mehr kosmische Strahlung in die Atmosphäre eintreten und es bilden sich mehr Wolken, was zu einer spürbaren Abkühlung der Erde führen muss.

Schon zu Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatte der dänische Astrophysiker

Henrik Svensmark auf der Basis der damals verfügbaren Klimadaten eine enge Korrelation zwischen der Sonnenaktivität und der Entwicklung der irdischen Durchschnittstemperatur festgestellt. Um die Mitte der 90er Jahre formulierte er die Hypothese, dass die wechselnde Sonnenaktivität mithilfe der Höhenstrahlung und der Wolken als Zwischenglied in erster Linie für Temperaturschwankungen auf der Erde verantwortlich sei. Schon vor 200 Jahren war dem berühmten englischen Astronomen William Herschel aufgefallen, dass die Brotpreise immer dann stiegen, wenn die Zahl der Sonnenflecken sehr niedrig war. Svensmark glaubte nun erklären zu können, warum das so ist. Doch als er seine Hypothese  zusammen mit seinem Chef Eigil Friis-Christensen veröffentlichte, stellte ihn Bert Bolin, der damalige Vorsitzende des »Weltklimarates« IPCC, als »naiv und unverantwortlich« hin. Kein Wunder, denn Svensmarks Ansatz für die Aufklärung der Ursachen des Klimawandels widersprach dem vom IPCC in die Welt gesetzten Dogma, wonach der Klimawandel in der Hauptsache durch so genannte Treibhausgase ausgelöst wird. Svensmark bekam zunächst keine öffentlichen Gelder, um seine Hypothese im Labor zu testen. Immerhin konnte er mithilfe der Carlsberg-Stiftung das Experiment SKY, einen kleinen Vorläufer von CLOUD, durchführen.

 

Schon in den 90er Jahren regte der bekannte britische Wissenschaftsautor Nigel Calder an, Svensmarks Hypothese am viel besser ausgerüsteten europäischen Kernforschunsgzentrum CERN zu testen. Calder gewann die Aufmerksamkeit des am CERN arbeitenden schottischen Experimentalphysikers Jasper Kirkby, der eine Theorie der Wolkenentstehung entwickelt hatte, die mit Svensmarks Ansatz übereinstimmte. Doch das CERN konzentrierte seine Finanzmittel auf das Large Hadron Collider Experiment (LHC). Für das im Vergleich dazu bescheidene CLOUD-Experiment war kein Geld übrig. Jasper Kirkby gelang es schließlich nach zähen Verhandlungen, das CLOUD-Experiment im Herbst 2009 zu starten. Mitte 2010 erschien ein viel versprechender Zwischenbericht über den Verlauf des Experiments. Inzwischen sind die Arbeiten abgeschlossen und die Welt wartet auf die Veröffentlichung der Ergebnisse. Doch schon vorab hat CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer in einem Mitte Juli in Welt Online erschienenen Interview erklärt, er habe seine Mitarbeiter angewiesen, die Versuchsdaten ohne jegliche Interpretation zu veröffentlichen, um damit keine politische Diskussion anzufachen. Hier ein Auszug aus diesem Interview:

Welt Online: »Mit großer Spannung werden auch die Ergebnisse des so genannten Cloud-Experiments erwartet, bei der die Bildung von Wolken erforscht wird. Diese Ergebnisse könnten doch für das Verständnis des globalen Klimawandels wichtig sein?«

Heuer: »Es geht hier in der Tat darum, die Wolkenbildung besser zu verstehen. In der Natur gibt es sehr viele Parameter, die das beeinflussen – unter anderem die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, Verunreinigungen und auch die Höhenstrahlung. Beim Experiment »Cloud« geht es darum, den Einfluss der Höhenstrahlung auf die Wolkenbildung zu untersuchen. Die dafür genutzte Strahlung kommt aus dem Beschleuniger. Und in einer Experimentierkammer kann unter kontrollierten Bedingungen erforscht werden, wie die Tröpfchenbildung von der Strahlung und Schwebstoffen abhängt. Die Ergebnisse werden in Kürze veröffentlicht. Ich habe die Kollegen gebeten, die Ergebnisse klar dazustellen, aber nicht zu interpretieren. Damit würde man sich sofort in die hochpolitische Arena der Klimawandeldiskussion begeben. Man muss sich darüber klar sein, dass es sich bei der Höhenstrahlung nur um einen von sehr vielen Parametern handelt.«

Das lässt vermuten, dass die Ergebnisse tatsächlich politischen Sprengstoff bergen, auch wenn sie, alleine genommen, sicher nicht genügen, um das Treibhaus-Lügengebäude zum Einstürzen zu bringen. Im Verein mit den kürzlich veröffentlichten Satelliten-Messungen der NASA, über die wir vor kurzem berichteten, könnte das aber gelingen. Diese Messungen haben klar gezeigt, dass von einem von den Menschen verursachten Hitzestau in der Atmosphäre nicht die Rede sein kann. Der gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts registrierte Temperaturanstieg über den Landmassen der Erde, der inzwischen zum Stehen gekommen ist, muss also andere Ursachen haben. Als Erklärung bietet sich nach dem erfolgreich abgeschlossenen CLOUD-Experiment die schwankende Sonnenaktivität an. Die Billionensummen, mit denen die EU den angeblich von uns Menschen verursachten Klimawandel bekämpfen will, sind buchstäblich für die Katz.

 

 


 

 

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