Gebäudesanierung: Wärmedämmung steigert Energiebedarf
Edgar Gärtner
Ein nachträglich gedämmtes Wohnhaus verbraucht nicht weniger, sondern am Ende mehr Energie als die bauartgleichen ungedämmten Nachbarn. Und dennoch sollen Hauseigentümer dazu gezwungen werden, ihre Gebäude zu dämmen. Mit verheerenden Folgen.
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Die Verunstaltung älterer schöner Wohnhäuser mit Schaumstoff oder Glaswolle heißt bei uns offiziell »Gebäudesanierung«. Das klingt dann so, als sei die völlige Abdichtung von Fenstern und Mauern gesund. Weil das Heizen von Wohngebäuden und deren Versorgung mit Warmwasser etwa 40 Prozent des gesamten deutschen End-Energie-Einsatzes beansprucht, fordert die
Bundesregierung in ihrem »Energiekonzept«, die jährliche Rate der »Gebäudesanierung« auf zwei Prozent zu steigern. Schwarz-grün regierte Städte wie Frankfurt sehen darin eine Aufforderung, mit »gutem« Beispiel voranzugehen. Die Stadt Frankfurt treibt ihren Eifer so weit, dass sie nun sogar ein Krematorium nach Passivhaus-Standard dämmen lässt.
Das Einpacken von Gebäuden mit Dezimeter dicken Dämmplatten soll an das Anziehen warmer Daunenjacken und Wollmützen im Winter erinnern. So suggeriert es ein von der Bundesregierung verbreitetes Plakat, das Häuser mit Wollmützen zeigt. Es soll Hausbesitzer auf die Möglichkeit hinweisen, durch den Einbau dreifach verglaster Fenster, durch das Auswechseln des Heizkessels und durch eine aufwändige Isolierung des Daches und der Mauern Heizkosten zu sparen. Aber lohnt der Aufwand wirklich? Es gibt da einige Dinge, die Sie über die Wärmedämmung von Altbaufassaden wissen sollten. Die Wärmedämmung steigert nämlich den Energiebedarf. Sie haben richtig gelesen. Die Fakten werden allerdings von Bundesregierung und den Herstellern der Dämmplatten verschwiegen. Aber lesen Sie selbst.
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