Saturday, 25. June 2016
18.08.2015
 
 

Tödliches Natriumzyanid und deutsche Windräder

Edgar Gärtner

Wenige Tage nach der gigantischen Explosion im Hafen von Tianjin herrscht noch immer Unklarheit über deren Ursachen. Die chinesischen Behörden geben Informationen nur tröpfchenweise frei. Dabei sollten gerade die deutschen Anhänger von Windenergie genau hinschauen.

 

Nach einem Bericht der Zeitung Xinjingbao, den die Zensur wieder gelöscht hat, sollen sich in den Lagerhallen 700 Tonnen Natriumzyanid befunden haben. Nachdem eine Gesundheitsgefährdung der Anwohner durch Schadstoffe in der Atemluft und im Erdreich zunächst abgestritten worden war, wird nun die Bevölkerung im Umkreis von mehreren Kilometern aus den Wohngebieten gebracht.

 

Es wird vermutet, dass es erst beim Löschen eines Brandes zur Serie von Explosionen gekommen ist. Deshalb befinden sich unter den Todesopfern auch so viele Feuerwehrleute. Denn wie etliche andere Chemikalien darf auch Natriumzyanid nicht mit Wasser in Berührung kommen.

 

Bei seiner Zersetzung in sauren Flüssigkeiten entsteht das tödliche Gas Blausäure. Diese führt zur raschen inneren Erstickung infolge der Blockierung der Atmungskette in den Mitochondrien der Zellen.

 

Natriumzyanid wird im Bergbau zur Gewinnung von Edelmetallen und Seltenen Erden verwendet. Seltene Erden werden für den Bau von Hochleistungsmagneten (Neodym-Magnete) von deutschen Windkraftanlagen benötigt. Die chinesische Solarzellenindustrie, deren Produkte auf deutschen Hausdächern zu finden sind, braucht zudem Schwermetalle, die auch mit Hilfe von Zyaniden ausgewaschen werden.

 

All diese Rohstoffe sind in China zu finden und werden dort abgebaut ‒ unter teils menschenunwürdigen Umständen. Die Umweltschäden, die dadurch entstehen, sind riesig. Und nun auch noch das Unglück von Tianjin, das von seiner Kraft her durchaus mit einer Nuklearexplosion vergleichbar ist.

 

Die Gegend wird dort wohl für lange Zeit nicht mehr bewohnbar sein und das Grundwasser vergiftet bleiben. Bedenkt man, welche Hysterie im 10 000 Kilometer entfernten Deutschland nach der Havarie des japanischen Kernkraftwerks Fukushima herrschte, bei dem übrigens kein einziger Mensch ums Leben kam, und vergleicht das mit dem gelangweilten Desinteresse am Unglück in China, bei dem möglicherweise viele hundert Menschen ihr Leben lassen mussten, könnte man leicht verzweifeln.

 

Doch so sauber, wie die grüne Lobby uns die sogenannten erneuerbaren Energien verkaufen will, sind diese offenbar doch nicht.

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (28) zu diesem Artikel

22.08.2015 | 09:43

Markus Huber

Herr Gärtner outet sich durch die Aussage ´in Fukushima gab es keinen Toten´ als Propagandist der Energiekonzerne. Warum veröffentlicht der Kopp-Verlag so wirres Zeug?


21.08.2015 | 12:39

Edgar Gärtner

@Chemiker: Ich habe immerhin Biochemie studiert und kenne mich auch mit NaCN etwas aus, da ich als Student selbst damit zu tun hatte. In der Tat weiß hier niemand, was in Tianjing genau passiert ist. NaCN löst sich wie jedes Salz in Wasser und kann wegen seiner rel. hohen Giftigkeit für lange das Grundwasser verderben, wenn es dorthin gelangt. Ist das Wasser sauer, entsteht auch etwas Blausäure. Ein mit mir befreundeter Chemiker vermutet, dass NaCN in China vielleicht noch nach...

@Chemiker: Ich habe immerhin Biochemie studiert und kenne mich auch mit NaCN etwas aus, da ich als Student selbst damit zu tun hatte. In der Tat weiß hier niemand, was in Tianjing genau passiert ist. NaCN löst sich wie jedes Salz in Wasser und kann wegen seiner rel. hohen Giftigkeit für lange das Grundwasser verderben, wenn es dorthin gelangt. Ist das Wasser sauer, entsteht auch etwas Blausäure. Ein mit mir befreundeter Chemiker vermutet, dass NaCN in China vielleicht noch nach dem veralteten Caster-Keller-Verfahren hergestellt wird, wobei elementares Na eingesetzt wird. Dieses ist bekanntlich hoch entzündlich und wird deshalb in Öl gelagert. Brennt das Öl jedoch und wird mit Wasser gelöscht, kommt es zu einer Riesen-Explosion. Wie gesagt, ist das nur eine Vermutung. Auch die (unbeabsichtigte?) Herstellung von Carbid, für die zunächst viel Energie aufgewendet werden muss, ist ja im Endeffekt stark exergonisch und könnte zur Explosion führen. Ich habe das vor kurzem an dieser Stelle in einem Beitrag über die Zukunft der Kohle erwähnt.


20.08.2015 | 00:15

Chemiker

Mann, wie oft muss man noch posten um die simple Tatsache zu klaeren dass NaCN mit Wasser ueberhaupt nicht reagiert ! Es loest sich einfach nur darin. Erst wenn das Wasser starke Saeuren enthaelt, entwickelt sich das gasfoermige HCN das auch nicht brennt, aber natuerlich beim Einatmen sofort zum Erstickungstod fuehrt. Warum so eine gewaltige Explosion stattgefunden hat ist m.E. ungeklaert. Es koennte allenfalls von Calciumcarbid kommen das bei Wasserkontakt Acetylen entwickelt -...

Mann, wie oft muss man noch posten um die simple Tatsache zu klaeren dass NaCN mit Wasser ueberhaupt nicht reagiert ! Es loest sich einfach nur darin. Erst wenn das Wasser starke Saeuren enthaelt, entwickelt sich das gasfoermige HCN das auch nicht brennt, aber natuerlich beim Einatmen sofort zum Erstickungstod fuehrt. Warum so eine gewaltige Explosion stattgefunden hat ist m.E. ungeklaert. Es koennte allenfalls von Calciumcarbid kommen das bei Wasserkontakt Acetylen entwickelt - aber das ist eine archaische Chemikalie, wuerde mich wundern wenn davon Tonnen rumliegen wuerden.


19.08.2015 | 14:07

Teino

@Sebastian. Wenn du nicht im Stande bist sachlich über den Beitrag zu diskutieren und nur Werbung von irgendwelchen Glücksspielen machst, so hast du auf diesen seiten nichts verloren. Also VERPISS DICH !!!


19.08.2015 | 13:24

Teino

Diese Katastrophe war gewollt; nicht so wie es die Chinesen verzapft haben, sonder dies war ein gezielter (Atom)Bomben Angriff von den Amis aus dem All !! Tinjian Explosion durch Pentagon Raum Waffe durchgeführt als Vergeltung für YUAN Währungsabwertung:--->http://www.naturalnews.com/050816_Tianjin_explosion_space-based_weapons_military_retaliation.html


19.08.2015 | 13:07

Teino

Wie können Sie sich anmassen zu behaupten dass°keine Menschen getötet wurden° ??!! Seit der Katastrophe sind mehrere 1000 Menschen gestorben und sterben immer noch !!!!!! Kinder kommen schrecklich verkrüppelt auf die Welt und haben kaum Chancen zu überleben. Auch mehrere 10`000 Meeresbewohner (Wale, Delphine und Kleinlebewesen) verenden täglich qualvoll !! Und SIE sprechen von ES HAT KEINE TOTEN GEGEBEN. Das radioaktive verseuchte Wasser des Meeres erstreckt sich bis an die...

Wie können Sie sich anmassen zu behaupten dass°keine Menschen getötet wurden° ??!! Seit der Katastrophe sind mehrere 1000 Menschen gestorben und sterben immer noch !!!!!! Kinder kommen schrecklich verkrüppelt auf die Welt und haben kaum Chancen zu überleben. Auch mehrere 10`000 Meeresbewohner (Wale, Delphine und Kleinlebewesen) verenden täglich qualvoll !! Und SIE sprechen von ES HAT KEINE TOTEN GEGEBEN. Das radioaktive verseuchte Wasser des Meeres erstreckt sich bis an die californischen Strände. Sie sollten sich was schämen so schlecht recherchiert zu haben !!!

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