Saturday, 1. November 2014
05.04.2013
 
 

China wird von einer »Tier-Apokalypse« heimgesucht – das Massensterben in verseuchten Gebieten geht weiter

Ethan A. Huff

In China nimmt ein mysteriöses Tiersterben, das Anfang 2011 begann, wieder zu. Zehntausende toter Nutz- und Wildtiere trieben in den vergangenen Wochen in Bächen und Flüssen des kommunistischen Landes.

Berichten zufolge betrifft das Massensterben vor allem die Haupt- und Nebenflüsse in der dicht besiedelten Region Shanghai. Bisher wurden Zehntausende toter Schweine, rund 1.000 Enten und mindestens fünf schwarze Schwäne gezählt. Wie Associated Press (AP) am 22. März berichtete, waren nur eine Woche nach dem Auftauchen der ersten toten Schweine mehr als 10.000 Schweinekadaver aus dem Huangpu-Fluss geborgen worden. Der Fluss ist eine wichtige

Trinkwasserquelle für die Region Shanghai. Ungefähr zur gleichen Zeit wurden flussaufwärts 5.500 tote Schweine aus Nebenflüssen in der Region um die Stadt Jiaxing in der Provinz Zhejiang gefischt.

 

Schweinebauern aus der Region berichteten, das scheinbar unerklärliche Massensterben sei in Wirklichkeit darauf zurückzuführen, dass Schwarzmarkthändler die Tiere in die Flüsse würfen, um nicht entdeckt zu werden. Berichten zufolge geht die örtliche Polizei gegen die zunehmenden Schwarzmarktgeschäfte mit Schweinen vor. Dabei werden auch kranke oder bereits tote Tiere an Abnehmer verkauft, die das Fleisch illegal weiterverarbeiten – in China ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Schweinefleischprodukte aus dem Fleisch gesunder Tiere hergestellt werden müssen.

 

Andere behaupten, das Dilemma rühre von einem Aufschwung industriell betriebener Schweinefarmen in der Region her. Viele umgingen das Gesetz, indem sie Schweine, die nicht den Qualitätskriterien entsprächen, einfach in den Fluss würfen, anstatt sie ordnungsgemäß zu entsorgen. Eine regierungsnahe Zeitung in China meldet, die toten Schweine, die zurzeit im Huangpu-Fluss gefunden würden, stammten von »örtlichen Schweinebauern, die mit Gesetzen und Bestimmungen nicht vertraut seien«.

 

Schlachtet China absichtlich Schweine ab, um eine Preisinflation beim Schweinefleisch zu verhindern?

 

Die Leute bei ZeroHedge.com – freiheitsliebende Journalisten – deuten die Lage in China ein wenig anders. Wie Sie sich vielleicht noch erinnern, mussten amerikanische Viehhalter und Schweinefarmer wegen der anhaltenden Dürre in den vergangenen Jahren viele ihrer Tiere vorzeitig ins Schlachthaus bringen. Anfänglich sanken die Fleischpreise wegen der Schwemme auf dem Markt deutlich. Doch mit der Zeit zogen sie wieder an, weil die Nachfrage das Angebot überstieg.

 

Wie passt das zu der gegenwärtigen Lage in China mit all den toten Schweinen? Nach Ansicht eines Autors bei ZeroHedge.com, der unter dem Pseudonym »Tyler Durden« schreibt, ist man sich in China im Klaren darüber, dass sich die derzeitige Gelddruckerei bei der amerikanischen Federal Reserve (Quantitative Lockerung) auch auf die Preise für Waren und Dienstleistungen in China auswirken wird. China besitzt extrem viele US-Staatsanleihen. Und die zusätzliche Liquidität, die durch die Ausweitung der Geldmenge in den USA entsteht, wird irgendwann eine Inflation in China auslösen, denn dort landen schließlich viele Dollars und dort werden viele Produkte für den amerikanischen Markt hergestellt.

 

Da Schweinefleisch das beliebteste Lebensmittel in China ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Regierung den Schweinebestand manipuliert, um bei diesem wertvollen Gut einen Preisanstieg und daraus entstehende Panik und Chaos zu verhindern. Denkbar wäre, dass die Behörden versuchen, die Preisinflation beim Schweinefleisch dadurch einzugrenzen, dass sie den Menschen durch Tausende von toten Schweinen in der Wasserversorgung von Shanghai solchen Ekel einjagen, dass sie zumindest vorübergehend kein Schweinefleisch kaufen.

 

»Die Schweinepreise in China sanken saisonbedingt nach dem chinesischen Neujahrsfest, aber der jüngste Skandal hat die Nachfrage zum Erliegen gebracht«, erklärt WantChinaTimes.com. »Auch die Richtlinien der chinesischen Regierung für das Verhalten der Behörden, darunter auch Einschränkungen für offizielle Bankette, wirken sich auf die Nachfrage nach Schweinefleisch aus und treiben die Preise so stark nach unten, dass es einem Crash gleichkommt.«

 

Bedenkt man, dass von allen verfügbaren Fleischsorten auf dem Markt der Preis für Schweinefleisch in Zukunft wohl am stärksten steigen wird, so ist Durdens Hypothese über die Rolle der Regierung bei dem massenweisen Schweinesterben durchaus plausibel. Aber der Ekel vor Schweinefleisch kann nicht ewig anhalten, ob die Regierung nun aktiv daran beteiligt ist, ihn auszulösen, oder nicht. Und er erklärt nicht das mysteriöse Tiersterben in jüngster Zeit.

 

Schweine, Enten und Schwäne in Chinas verseuchten Gewässern

 

Es ist kein Geheimnis: China genießt nicht gerade den besten Ruf für Umweltschutz und verantwortungsbewusste Industriepraktiken. Es zählt nicht nur zu den Ländern mit der höchsten Umweltverschmutzung der Welt, sondern ist auch berüchtigt für einige der schlimmsten Konsumgüterskandale, darunter der Export von bleihaltigem Spielzeug und die Produktion von Babynahrung mit Melamin. Angesichts dieser und vieler weiterer Skandale ist es keine Überraschung, dass Schweine nicht die einzigen Tiere sind, die heute tot in Chinas verseuchten Gewässern landen.

 

Wenige Tage nachdem die Behörden mehr als 16.000 tote Schweine aus dem Huangpu-Fluss geborgen hatten, wurden im Nanhe-Fluss im Südwesten Chinas, also weit entfernt von Shanghai, 1.000 tote Enten entdeckt. Wie im Fall der Schweine schlossen die Behörden auch hier umgehend eine Gefährdung für die Gesundheit der Anlieger aus. Doch Berichten zufolge ist nicht bekannt, woran diese Tiere starben.

 

Noch merkwürdiger war die Entdeckung von fünf toten schwarzen Schwänen in einem Teich der Anhui-Universität, circa 350 km westlich von Shanghai. Berichte besagen, der Teich sei – wie viele andere Gewässer in China – hochgradig durch »öliges Wasser und Müll« verschmutzt. Das wäre die einfachste Erklärung dafür, dass die Tiere allesamt zur gleichen Zeit starben. Aber wie bei den Enten müssen die Behörden auch hier zweifelsfrei erklären, wie die Schwäne zu Tode gekommen sind.

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

 

Guardian.co.uk

Zerohedge.com

 

 

 


 

 

 

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